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Cäsar Birotteaus Größe und Niedergang

Honoré de Balzac: Cäsar Birotteaus Größe und Niedergang - Kapitel 22
Quellenangabe
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typefiction
authorHonoré de Balzac
titleCäsar Birotteaus Größe und Niedergang
publisherDiogenes
isbn3257204604
translatorHugo Kaatz
correctorreuters@abc.de
secondcorrectorgerd.bouillon@t-online.de
senderwww.gaga.net
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Das Haus A. Popinot, Rue des Cinq-Diamants, hatte in den zwei Monaten ein anderes Aussehen bekommen. Der Laden war frisch gestrichen worden. Die neu gestrichenen Regale voller Flaschen mußten das Auge jedes Kaufmanns erfreuen, der einen Blick dafür hat, ob das Geschäft gut geht. Der Fußboden des Ladens lag voller Packpapier. Im Lagerraum standen kleine Tonnen verschiedener Öle, deren Bestellung der aufopfernde Gaudissart Popinot verschafft hatte. Das Bureau und die Kasse befanden sich über dem vorderen und hinteren Teil des Ladens. Eine alte Köchin führte für die drei Kommis und Popinot die Wirtschaft. Popinot hielt sich in einer Ecke des Ladens in einem mit Glasfenstern abgetrennten Kontor auf, mit einer Schürze aus Serge mit Überärmeln aus grüner Leinwand, die Feder hinterm Ohr, wenn er nicht in einen Haufen von Papieren vergraben war, wie jetzt, als Birotteau erschien, während er gerade seine Post öffnete, die lauter Tratten und Bestellungen enthielt. Auf die Worte seines allen Prinzipals: »Na, mein Junge?« erhob er den Kopf, schloß sein Kontor ab und erschien mit vergnügtem Gesicht, dessen Nasenspitze gerötet war. Der Laden, dessen Tür offen stand, war nicht geheizt.

»Ich fürchtete schon, Sie würden gar nicht mehr zu mir kommen«, erwiderte Popinot in respektvollem Tone.

Die Kommis traten herzu, um den großen Parfümeriemann, den dekorierten Beigeordneten, den Sozius ihres Chefs, anzustaunen. Diese stumme Achtungsbezeugung schmeichelte dem Parfümhändler. Birotteau, bei Kellers eben noch so klein, empfand das Bedürfnis, deren Benehmen nachzuahmen; er streichelte sein Kinn, wiegte sich stolz auf den Füßen und machte einige nichtssagende Redensarten.

»Na, mein Lieber, steht ihr auch zeitig auf?« fragte er.

»Nein, denn wir können manchmal überhaupt nicht schlafen gehen«, sagte Popinot; »man darf keinen Augenblick nachlassen, wenn man Erfolg haben will.«

»Nun, was habe ich gesagt? Mein Öl bedeutet ein Vermögen.«

»Gewiß, Herr Birotteau, aber es kommt auch auf die Art der Durchführung an; ich glaube, ich habe Ihrem Diamanten die richtige Fassung gegeben.«

»Aber zur Sache«, sagte der Parfümhändler; »wie weit sind wir? Wie steht es mit dem Gewinn?«

»Nach Verlauf eines Monats?« rief Popinot aus. »Wo denken Sie hin? Mein Freund Gaudissart ist erst fünfundzwanzig Tage unterwegs und hat, ohne mich vorher zu benachrichtigen, Extrapost genommen. Oh, er opfert sich für die Sache auf. Wir sind auch meinem Onkel sehr zu Dank verpflichtet! Die Zeitungen«, sagte er leise zu Birotteau, »kosten uns allein zwölftausend Franken.«

»Die Zeitungen? . . .« fragte der Beigeordnete.

»Haben Sie sie denn nicht gelesen?«

»Nein.«

»Dann wissen Sie also noch nichts«, sagte Popinot. »Zwanzigtausend Franken für Anschläge, Bilder und Drucksachen! . . . Hunderttausend Flaschen verkauft! . . . Aber vorläufig heißt es nur: Opfer bringen. Die Fabrikation vollzieht sich im großen Stil. Wenn Sie einmal den Fuß in die Fabrik gesetzt hätten, würden Sie einen kleinen Nußknacker meiner Erfindung dort gesehen haben, der nicht einrosten wird. Ich habe in den letzten fünf Tagen allein für Drogerieöle zehntausend Franken für meine Rechnung ausgegeben.«

»Was für ein tüchtiger Kopf«, sagte Birotteau und fuhr dem kleinen Popinot mit der Hand in die Haare, als ob Popinot ein kleiner Junge wäre, »ich habe ihn rechtzeitig erkannt.« Mehrere Leute traten jetzt ein. »Also auf Sonntag, wir essen bei deiner Tante Ragon«, sagte Birotteau und überließ Popinot seinen Geschäften, nachdem er sich überzeugt hatte, daß der Braten, den er gerochen hatte, noch nicht tranchiert war. »Merkwürdig! Binnen vierundzwanzig Stunden wird solch ein Kommis zum richtigen Kaufmann«, dachte Birotteau, der über Popinots Glückseligkeit und stolzes Auftreten ebenso erstaunt war, wie über du Tillets Luxus. »Anselm hat ein etwas beleidigtes Gesicht gemacht, als ich ihm in die Haare fuhr, ganz als ob er schon Franz Keller wäre.«

Birotteau hatte sich nicht überlegt, daß die Kommis zusahen, und daß der Chef des Hauses daheim seine Würde zu wahren hat. Hier, wie bei du Tillet, hatte der gute Mann aus Herzensgüte eine Dummheit begangen und hätte, weil er, bourgeoismäßig ausgedrückt, sein wahres Empfinden nicht unterdrücken konnte, jeden andern Menschen als Anselm beleidigt.

Das Sonntagsdiner bei Ragons sollte die letzte Freude des neunzehn Jahre hindurch so glücklichen Ehepaars Birotteau sein, und zwar eine ungetrübte Freude. Ragon bewohnte in der Rue du Petit-Bourbon-Saint-Sulpice, im zweiten Stock eines alten Hauses von anständigem Aussehen, altmodische Zimmer voll Wandspiegeln mit tanzenden Schäferinnen im Reifrock und hüpfenden Lämmern aus der Zeit des achtzehnten Jahrhunderts, dessen ernste und würdige Bourgeoisie, mit ihren altfränkischen Sitten, ihrer Verehrung für den Adel, ihrer Hingebung für Thron und Altar, durch die Ragons vortrefflich repräsentiert wurde. Die Möbel, die Uhren, das Tischzeug, das Tafelgeschirr, alles machte mit seinen durch das Alter fremdartig anmutenden Formen einen patriarchalischen Eindruck. Im Salon, der mit altem Damast ausgeschlagen und mit Vorhängen aus imitiertem Brokat versehen war, standen altmodische Sitzgelegenheiten, kleine Sekretäre und ein prächtiges Bild Popinots, des Schöffen von Sancerre, des Vaters der Frau Ragon, von Latour gemalt. Der gute Mann war vortrefflich wiedergegeben und strahlte wie ein Parvenü, der sich in seinem Glanze sonnt. Zu Hause legte sich Frau Ragon noch einen kleinen englischen Hund bei, einen King Charles, der sich vorzüglich auf einem kleinen harten Sofa im Rokokostil ausnahm, das sicherlich niemals die Rolle von Crébillons Sofa gespielt hatte. Außer ihren sonstigen Vorzügen zeichneten sich die Ragons noch durch die Pflege alter Weine, die ihre volle Blume erreicht hatten, und durch den Besitz etlicher Liköre der Frau Anfoux aus, welche Leute, die genügend verbohrt waren, um die schöne Frau Ragon (hoffnungslos, wie man sagte) zu lieben, ihr von den Inseln mitgebracht hatten. Ihre kleinen Diners wurden daher sehr geschätzt! Eine alte Köchin, Jeanette, diente dem alten Ehepaar mit blinder Hingebung; sie würde Früchte gestohlen haben, damit sie ihr Eingemachtes nicht zu vermissen brauchten! Statt ihre Ersparnisse auf die Sparkasse zu bringen, spielte sie damit vorsichtig in der Lotterie, in der Hoffnung, für ihre Herrschaft eines Tages das große Los zu gewinnen. Wenn die Herrschaft Sonntags Gäste hatte, war sie, trotz ihrer sechzig Jahre, gleichzeitig in der Küche, um die Gerichte zu überwachen, und bei Tisch, um sie zu servieren, und entwickelte dabei eine Behendigkeit, daß sie, nach dem allzu oft wiederholten Ausspruch des guten Ragon, Fräulein Contat in ihrer Rolle als Susanne in Figaros Hochzeit noch einige Punkte vorgeben konnte.

Die Gäste waren der Richter Popinot, der Onkel Pillerault, Anselm, die drei Birotteaus, die drei Matifats und der Abbé Loraux. Frau Matifat, die neulich zum Tanz im Turban erschienen war, trug ein blaues Sammetkleid, dicke baumwollene Strümpfe, ziegenlederne Schuhe, Handschuhe von Gemsleder, mit grünem Plüsch eingefaßt, und einen rosa gefütterten Hut mit Bärenpelz garniert. Um fünf Uhr waren alle zehn Personen anwesend. Die alten Ragons baten ihre Gäste immer, pünktlich zu sein. Wenn man das ehrwürdige Ehepaar einlud, wurde um die gleiche Zeit gespeist; der Magen von Siebzigjährigen gewöhnt sich nicht mehr an die neuen in Mode gekommenen Speisezeiten. Cäsarine wußte, daß Frau Ragon sie neben Anselm setzen würde; alle Frauen, selbst die Betschwestern und die dummen, verstehen sich im Punkte der Liebe. Die Tochter des Parfümhändlers hatte sich daher eine Toilette gewählt, die Popinot den Kopf verdrehen sollte. Ihre Mutter, die ihrerseits nicht ohne schmerzliches Bedauern auf den jungen Crottat verzichtet hatte, der in ihrem Kopf die Rolle eines Erbprinzen spielte, half ihr, nicht ohne bittere Gedanken, beim Ankleiden. Mit mütterlicher Sorgfalt schob sie das keusche Fichu etwas herunter, um Cäsarines Schultern ein wenig mehr sehen zu lassen und den Ansatz des Halses zu zeigen, der besonders reizvoll war. Die griechische Taille, von links nach rechts in fünf Falten herübergenommen, konnte sich öffnen und köstliche Rundungen verraten. Das eisengraufarbene Kleid mit grünem Besatz ließ ihre Figur so schlank und voll erscheinen, wie noch nie. Die Ohrringe waren von geschmiedetem Gold. Die hochgenommene Frisur à la Chinoise ließ die köstliche Frische der Haut, die sich von Adern, in denen das reinste Leben auf dem matten Weiß pulsierte, abhob, dem Blicke frei. Kurz, Cäsarine sah so entzückend aus, daß Frau Matifat sich nicht enthalten konnte, es zuzugestehen, ohne zu merken, daß Mutter und Tochter die Notwendigkeit, den kleinen Popinot zu bezaubern, begriffen hatten.

Weder Birotteau, noch seine Frau, noch Frau Matifat – niemand störte das süße Geplauder, das die beiden verliebten Kinder leise in der Fensternische, in die der kalte Wind von draußen hineindrang, unterhielten. Die Unterhaltung der Älteren wurde lebhafter, als der Richter Popinot ein Wort über Roguins Flucht fallen ließ und darauf hinwies, daß dies schon der zweite Notar sei, der sich eines solchen Verbrechens schuldig gemacht habe, wie es früher niemals vorgekommen wäre. Bei dem Worte Roguin hatte Frau Ragon ihren Bruder auf den Fuß getreten, und Pillerault hatte dem Richter ein Zeichen gemacht, daß er schweigen solle, indem beide auf Frau Birotteau hindeuteten.

»Ich weiß alles«, sagte Konstanze zu ihren Freunden mit sanftem, aber kummervollen Tone.

»Wieviel hat er Ihnen denn unterschlagen?« fragte Frau Matifat Birotteau, der voll Scham den Kopf senkte. »Wenn man dem Geklatsch Glauben schenken wollte, wären Sie ruiniert.«

»Er hatte von mir zweihunderttausend Franken in Händen. Was die vierzig anlangt, die er mir vorgeblich von einem seiner Klienten hat leihen lassen, den er auch um sein Geld betrogen hat, so schwebt darüber ein Prozeß.«

»Er wird in dieser Woche entschieden werden«, sagte Popinot. »Ich habe angenommen, daß es Ihnen nicht unangenehm wäre, wenn ich Ihre Lage dem Herrn Präsidenten schildern würde; er hat angeordnet, daß der Kammer Roguins Papiere vorgelegt werden sollen, damit sie feststellen kann, seit welcher Zeit das Geld des Darlehnsgebers unterschlagen war, und die von Derville beigebrachten Beweisstücke prüfen kann, der selber plaidiert hat, um Ihnen Kosten zu ersparen.«

»Werden wir gewinnen?« sagte Frau Birotteau.

»Das weiß ich nicht«, antwortete Popinot. »Obgleich ich Mitglied der Kammer bin, bei der die Sache anhängig ist, werde ich, auch wenn man mich hinzuziehen wollte, an der Verhandlung nicht teilnehmen.«

»Aber kann es denn bei einem so einfachen Prozeß noch einen Zweifel geben?« sagte Pillerault. »Muß nicht in dem notariellen Vertrage die Belegung ausdrücklich erwähnt werden, und müssen die Notare nicht bescheinigen, daß sie sich von der Übergabe des Betrages durch den Darlehnsgeber an den Darlehnsnehmer überzeugt haben? Wäre Roguin in den Händen der Justiz, so würde er ja auf die Galeeren geschickt werden.«

»Nach meiner Ansicht«, erwiderte der Richter, »kann sich der Darlehnsgeber nur an den Kaufpreis für Roguins Notariat und an seine Kaution halten; aber selbst bei noch klareren Sachen stehen manchmal die Stimmen der Richter des höchsten Gerichtshofs sechs gegen sechs.«

»Wie denn, Fräulein Cäsarine, Roguin ist geflohen?« sagte Popinot, der endlich hörte, worüber gesprochen wurde. »Und Herr Cäsar hat mir nichts davon erzählt, mir, von dem er doch weiß, daß ich mein Blut für ihn hingeben würde . . .«

Cäsarine verstand, daß in dem Worte »für ihn« die ganze Familie mit einbegriffen war, denn wenn das unschuldige Mädchen auch über den Ton noch im Zweifel sein konnte, über seinen Blick, der sie mit seiner Purpurflamme übergoß, konnte sie sich nicht täuschen.

»Das wußte ich und das habe ich ihm auch gesagt, aber er hat alles vor meiner Mutter geheimgehalten und sich nur mir anvertraut.«

»Sie haben in dieser Lage mit ihm von mir gesprochen,« sagte Popinot; »Sie haben in meinem Herzen gelesen, aber haben Sie auch alles darin gelesen?«

»Vielleicht.«

»Ich bin sehr glücklich«, sagte Popinot. »Wenn Sie alle Furcht von mir nehmen, dann werde ich in einem Jahre so reich sein, daß Ihr Vater es nicht mehr übel aufnehmen wird, wenn ich mit ihm von unserer Heirat rede. Ich werde mir keine Nacht mehr als fünf Stunden Schlaf gönnen.«

»Daß Sie sich damit nur nicht schaden«, sagte Cäsarine mit unnachahmlicher Betonung und warf Popinot einen Blick zu, in dem er all ihr Empfinden lesen konnte.

»Liebe Frau,« sagte Cäsar, als sie von Tisch aufstanden, »ich glaube, die jungen Leute lieben sich.«

»Um so besser,« sagte Konstanze ernst, »dann wird meine Tochter die Frau eines klugen und energischen Mannes werden. Begabung ist die beste Mitgift, die ein Bräutigam mitbringt.«

Sie verließ den Salon schnell und ging in Frau Ragons Zimmer. Cäsar hatte während des Essens einige Redensarten losgelassen, über die Pillerault und der Richter lächeln mußten, eine solche Unwissenheit verrieten sie; und die unglückliche Frau empfand deutlich, wie gering die Fähigkeit ihres armen Mannes war, gegen das Unglück anzukämpfen. Konstanze konnte die Tränen kaum zurückhalten, instinktiv hatte sie Verdacht gegen du Tillet, denn alle Mütter kennen das Timeo Danaos et dona ferentes, auch ohne lateinisch zu verstehen. Sie weinte sich in ihrer Tochter und Frau Ragons Armen aus, ohne den Grund ihres Kummers zu verraten.

»Es sind die Nerven«, sagte sie.

Den Rest des Abends verbrachten die Alten mit Kartenspiel und die Jungen mit jenen reizenden kleinen Gesellschaftsspielen, die unschuldige genannt werden, weil sich hinter unschuldigen Späßen die Liebesangelegenheiten der Bourgeoisie-Kreise verstecken. Die Matifats beteiligten sich an den Gesellschaftsspielen.

»Cäsar,« sagte Konstanze, als sie nach Hause fuhren, »geh schon am achten zu dem Baron von Nucingen, damit du schon vorher sicher weißt, daß du den Wechsel am fünfzehnten einlösen kannst. Sollte irgendein Zwischenfall eintreten, wie willst du dann von einem Tag zum andern Geld auftreiben?«

»Ich gehe hin, meine Liebe«, antwortete Cäsar und drückte seiner Frau und seiner Tochter die Hand, indem er hinzufügte: »Ach, ihr armen Lämmer, was für ein trauriges Neujahr habe ich euch bereitet!«

In der Dunkelheit des Wagens fühlten die beiden Frauen, die das Gesicht des armen Parfümhändlers nicht unterscheiden konnten, wie heiße Tränen auf ihre Hände fielen.

»Gib die Hoffnung nicht auf, Lieber«, sagte Konstanze.

»Alles wird gut werden, Papa, Herr Anselm Popinot hat zu mir gesagt, daß er gerne sein Blut für dich vergießen würde.«

»Für mich«, erwiderte Cäsar, »und auch noch für andere Mitglieder der Familie, nicht wahr?« fügte er in heiterem Tone hinzu.

Cäsarine gab ihrem Vater mit einem Händedruck zu verstehen, daß Anselm ihr Verlobter war.

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