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Cäsar Birotteaus Größe und Niedergang

Honoré de Balzac: Cäsar Birotteaus Größe und Niedergang - Kapitel 17
Quellenangabe
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typefiction
authorHonoré de Balzac
titleCäsar Birotteaus Größe und Niedergang
publisherDiogenes
isbn3257204604
translatorHugo Kaatz
correctorreuters@abc.de
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Cäsar im Kampf mit dem Unglück

Acht Tage nach dem Feste, dem letzten Aufflackern des Strohfeuers eines achtzehnjährigen Wohlstandes, das dicht am Erlöschen war, betrachtete Cäsar durch seine Ladenscheiben die Passanten und dachte an seine ausgedehnten Geschäfte, die schwer auf ihm lasteten! Bis dahin war in seinem Leben alles einfach verlaufen; er hatte fabriziert und verkauft, oder eingekauft, um wiederzuverkaufen. Heute erschreckte die Terrainangelegenheit, seine Beteiligung an der Firma A. Popinot & Co., die Einlösung der in Umlauf gesetzten Wechsel über hundertsechzigtausend Franken, wofür er notgedrungen würde Werte verkaufen müssen, was seine Frau gewiß mißbilligen würde, falls nicht ein ganz unerwarteter Erfolg bei Popinot eintrat, den armen Mann durch die Vielfältigkeit des zu Überdenkenden, und er empfand, daß er mehr Fadenknäuel in der Hand hatte, als er halten konnte. Wie würde Anselm sein Schiff lenken? Birotteau behandelte Popinot wie ein Professor der Rhetorik seinen Schüler, er mißtraute seinen Fähigkeiten und bedauerte, daß er nicht immer hinter ihm stehen konnte. Der Fußtritt, den er ihm bei Vauquelin versetzt hatte, um ihn zum Schweigen zu bringen, bewies, welche Angst der junge Kaufmann dem Parfümhändler einflößte. Birotteau sorgte dafür, daß weder seine Frau, noch seine Tochter, noch sein Kommis etwas von seinen Sorgen ahnten; aber ihm war zumut wie einem einfachen Seine-Bootfahrer, dem ein Minister plötzlich das Kommando einer Fregatte übertragen hat. Diese Gedanken erzeugten einen Nebel, der sich über seinen wenig zum Überlegen geeigneten Verstand legte, und er versuchte vergeblich, sich ein klares Bild zu machen. In diesem Augenblick zeigte sich auf der Straße ein Gesicht, gegen das er eine heftige Abneigung empfand, nämlich dasjenige seines zweiten Hauswirts, des kleinen Molineux. Jeder kennt die Träume, in denen sich die Ereignisse eines ganzen Lebens zusammendrängen und in denen oft ein phantastisches Wesen, der Intrigant des Stücks, auftritt, das eine böse Botschaft bringt. Eine analoge Rolle in seinem Leben zu spielen, schien Birotteau das Schicksal Molineux übertragen zu haben. Was für eine teuflische Grimasse hatte dieses Gesicht auf dem Feste geschnitten, als es mit haßerfüllten Augen die Pracht betrachtete. Cäsar erinnerte sich um so mehr an den Eindruck, den dieser kleine Knicker, wie er ihn nannte, auf ihn gemacht hatte, als Molineux ihm einen erneuten Widerwillen einflößte, indem er mitten in seiner Träumerei vor ihm auftauchte.

»Herr Birotteau«, sagte der kleine Mann mit seiner abscheulichen tonlosen Stimme, »wir haben unsere Angelegenheit nicht ordnungsmäßig erledigt; Sie haben vergessen, unsern kleinen Zusatz zu dem Vertrage zu unterschreiben.«

Birotteau nahm den Vertrag, um das Versäumte nachzuholen. Da trat der Architekt herein, begrüßte den Parfümhändler und drückte sich mit etwas verlegenem Gesicht um ihn herum.

»Verehrter Herr,« sagte er endlich leise zu ihm, »Sie wissen, wie schwer Einem der Anfang bei einem Gewerbe wird; da Sie mit mir zufrieden waren, so würden Sie mich sehr verpflichten, wenn Sie mir mein Honorar auszahlen wollten.«

Birotteau, der sein Wechselportefeuille leer gemacht und sein bares Geld ausgegeben hatte, sagte zu Cölestin, er solle ein Dreimonats-Akzept über die zweitausend Franken ausstellen und sich eine Quittung darüber geben lassen.

»Ich bin sehr froh, daß Sie die fällige Miete für Ihren Nachbarn übernommen haben«, sagte Molineux mit heimlichem Spott. »Mein Portier hat mir heute früh mitgeteilt, daß der Friedensrichter dort die Siegel angelegt hat, weil der Herr Cayron verschwunden ist.«

»Wenn ich bloß nicht wegen der fünftausend Franken in Anspruch genommen werde«, dachte Birotteau.

»Er galt als ein tüchtiger Geschäftsmann«, sagte Lourdois, der eben hereingetreten war, um dem Parfümhändler seine Rechnung zu präsentieren.

»Ein Kaufmann ist vor Nackenschlägen erst sicher, wenn er sich zurückgezogen hat«, sagte der kleine Molineux und faltete seinen Vertrag mit peinlicher Sorgfalt zusammen.

Der Architekt betrachtete den kleinen Alten mit dem Vergnügen, das jeder Künstler empfindet, wenn er eine solche Karikatur sieht, die seine Ansicht über die Bourgeois bekräftigt.

»Wenn man den Kopf unter einen Schirm hält, so denkt man gewöhnlich, daß er geschützt ist, wenn es regnet«, sagte der Architekt.

Molineux examinierte den Schnurrbart und die Fliege des Architekten viel genauer als sein Gesicht, und er dachte ebenso verächtlich über Grindot, wie dieser über ihn. Er blieb aber noch, um ihm beim Abschied einen Tatzenhieb zu versetzen. Infolge seines Zusammenlebens mit den Katzen hatte Molineux in seinem Wesen wie in seinem Blick etwas von der Natur dieser Tiere angenommen.

Jetzt traten Ragon und Pillerault ein.

»Wir haben über unsere Angelegenheit mit dem Richter gesprochen,« sagte Ragon leise zu Cäsar; »er ist der Ansicht, daß man bei einem solchen Spekulationsgeschäft eine Quittung der Verkäufer haben und die Abmachungen realisieren müsse, wenn wir alle tatsächlich Eigentümer sein . . .«

»Ach, Sie machen das Terraingeschäft bei der Madeleine,« sagte Lourdois; »man spricht schon davon, da wird es bald an ein Häuserbauen gehen!«

Und der Stubenmaler, der eigentlich seine Rechnung sich pünktlich bezahlen lassen wollte, hielt es für vorteilhafter, den Parfümhändler nicht zu drängen.

»Ich habe Ihnen hier meine Rechnung gebracht, weil wir am Jahresschlusse stehen,« sagte er leise zu Cäsar, »aber ich brauche jetzt kein Geld.«

»Aber was ist dir denn, Cäsar?« sagte Pillerault, als er die Überraschung seines Neffen bemerkte, der, verblüfft über den Betrag der Rechnung, weder Ragon noch Lourdois antwortete.

»Ach, eine Lappalie! Ich habe für fünftausend Franken Wechsel für meinen Nachbarn, den Schirmhändler, akzeptiert, der bankrott ist. Wenn er mir faule Wechsel gegeben hat, werde ich wie ein dummer Junge hineingefallen sein.«

»Ich habe es Ihnen schon immer gesagt,« rief Ragon aus: »wer am Ertrinken ist, der klammert sich noch an die Beine des eigenen Vaters an, um sich zu retten, und geht dann mit ihm zusammen unter. Ich habe schon so viele Fallissements mit angesehen! Wenn das Unglück anfängt, dann haben sie ja nicht geradezu die Absicht, betrügerisch zu handeln, nachher aber zwingt sie die Not dazu.«

»Das ist richtig«, sagte Pillerault.

»Ach, wenn ich jemals Deputierter werden sollte, oder wenn ich irgendwie Einfluß bei der Regierung hätte . . .«, sagte Birotteau, erhob sich auf den Fußspitzen und ließ sich wieder auf die Hacken zurückfallen.

»Was würden Sie denn dann tun?« fragte Lourdois, »Sie sind ja ein kluger Mann.«

Molineux, den jede Diskussion über eine Rechtsfrage interessierte, blieb weiter im Laden stehen; und da die Aufmerksamkeit anderer ansteckend wirkt, so hörten Pillerault und Ragon, die Cäsars Ansicht schon kannten, ebenso ernst wie die drei Fremden zu.

»Ich würde verlangen,« sagte der Parfümhändler, »daß eine Kammer mit unabsetzbaren Richtern und einem Staatsanwalt über den Schuldigen zu Gericht säße. Nach der Untersuchung, bei der ein Richter selbst die jetzigen Funktionen der Agenten, Syndici und kommissarischen Richter auszuüben hätte, müßte der Kaufmann entweder für einen rehabilitierbaren Konkursschuldner oder für einen Bankrotteur erklärt werden. Im ersten Falle wäre er verpflichtet, alle Schulden zu bezahlen; er wäre nur der Treuhänder seines Vermögens und desjenigen seiner Frau; denn seine Forderungen, seine Erbansprüche, – alles gehört den Gläubigern; er würde für ihre Rechnung und unter Kontrolle handeln und könnte sein Geschäft weiter betreiben, wenn er seiner Unterschrift den Zusatz beifügt: im Konkurs bis zur völligen Tilgung seiner Schulden. Ist er aber Bankrotteur, so muß er, wie es früher war, verurteilt werden, an der Börse zwei Stunden mit einer grünen Mütze auf dem Kopfe am Pranger zu stehen. Sein Vermögen und das seiner Frau und seine Forderungen werden den Gläubigern zugesprochen und er selbst wird des Landes verwiesen.«

»Da würde die Kaufmannschaft etwas mehr gesichert sein,« sagte Lourdois, »und man würde sich die Geschäfte, auf die man sich einläßt, zweimal ansehen.«

»Selbst das geltende Gesetz wird nicht befolgt«, sagte Cäsar erregt. »Von hundert Kaufleuten sind mehr als fünfzig in ihrem Geschäft mit fünfundsiebzig Prozent in Unterbilanz, oder verkaufen ihre Ware fünfundzwanzig Prozent unter dem Einkaufspreise und ruinieren so den Handel.«

»Der Herr hat recht,« sagte Molineux, »das geltende Gesetz ist zu dehnbar. Entweder völlige Hergabe oder Infamerklärung.«

»So wie die Sachen jetzt laufen,« sagte Cäsar, »wird der Kaufmann wahrhaftig nächstens ein Patent auf den Betrug haben. Mit seiner Unterschrift kann er jedermann die Kasse ausleeren.«

»Sie reden recht deutlich, Herr Birotteau«, sagte Lourdois.

»Er hat recht«, sagte der alte Ragon.

»Alle Falliten sind verdächtig«, sagte Cäsar, der sich über den kleinen Verlust ärgerte, der ihm in den Ohren klang wie der erste Ton des Halali dem Hirsche.

In diesem Augenblick brachte der Geschäftsführer die Rechnung von Chevet. Dann kam ein Lehrling von Felix, ein Kellner aus dem Café de Foy und Collinets Klarinettist mit den Rechnungen ihrer Firmen.

»Die bekannte ›Viertelstunde Rabelais‹«, sagte Ragon lächelnd.

»Sie haben wirklich ein schönes Fest gegeben«, sagte Lourdois.

»Ich bin jetzt beschäftigt«, sagte Cäsar zu den Roten, die ihre Rechnungen zurückließen.

»Herr Grindot,« sagte Lourdois, als er sah, wie der Architekt den Wechsel, den Birotteau unterzeichnet hatte, zusammenfaltete, »Sie können meine Rechnung bestätigen und bezahlen lassen; Sie brauchen sie nur durchzusehen, die Preise haben Sie ja in Herrn Birotteaus Auftrag mit mir vereinbart.«

Pillerault sah Lourdois und Grindot an.

»Wenn die Preise zwischen Architekt und Unternehmer abgemacht sind,« sagte er leise zu seinem Neffen, »dann bist du übers Ohr gehauen.«

Grindot entfernte sich, Molineux folgte ihm und sagte mit geheimnisvoller Miene zu ihm:

»Mein Herr, vorhin haben Sie mir wohl zugehört, aber Sie haben mich nicht verstanden: ich wünsche Ihnen einen Regenschirm.«

Grindot erschrak. Je illegaler ein Gewinn ist, um so mehr hängt der Mensch an ihm. Das Menschenherz ist nun einmal so beschaffen. Der Herstellung der Wohnung hatte sich der Künstler mit Liebe angenommen, er hatte all sein Können und seine Zeit darauf verwendet, er hatte sich für zehntausend Franken Mühe gemacht, und nun sollte er der Narr seines Eigennutzes sein; denn die Unternehmer hatten ihn ohne große Mühe auf ihre Seite gebracht. Das durchschlagende Argument und die wohlverstandene Drohung, ihm durch Verleumdung schaden zu wollen, waren weniger wirksam gewesen, als Lourdois' Bemerkung über die Terrains bei der Madeleine; dabei dachte Birotteau nicht daran, hier auch nur ein einziges Haus bauen zu lassen, er spekulierte nur auf das Steigen der Terrainpreise. Die Architekten und die Unternehmer stehen zueinander in demselben Verhältnis wie die Autoren zu den Schauspielern, einer ist vom andern abhängig. Grindot, von Birotteau beauftragt, den Preis auszubedingen, stellte sich auf die Seite der Leute vom Handwerk gegen die Bourgeois. Deshalb erklärten ihn auch die drei reichen Unternehmer, Lourdois, Chaffaroux und Thorein für »einen guten Kerl, mit dem es ein Vergnügen sei, zu arbeiten«. Grindot beschlich die Ahnung, daß ihre Rechnungen, an denen er einen Gewinnanteil hatte, ebenso wie sein eigenes Honorar, mit Wechseln bezahlt werden würden, und die Worte des kleinen Alten hatten Zweifel über deren Einlösung in ihm aufsteigen lassen. Grindot wollte unerbittlich vorgehen, gegen die Bourgeois sind Künstler am grausamsten.

Gegen Ende Dezember hatte Cäsar Rechnungen über sechzigtausend Franken zu bezahlen. Felix, das Café du Foy, Tanrade und die kleineren Gläubiger, die bar bezahlt werden müssen, hatten schon dreimal zu dem Parfümhändler geschickt. Im Geschäftsleben sind solche Lappalien gefährlicher als ein Unglück: sie kündigen eins an. Bekannt gewordene Verluste sind begrenzt, aber eine Panik kennt keine Grenzen. Birotteau sah, daß seine Kasse leer war. Da packte ihn, dem so etwas während seines ganzen geschäftlichen Lebens noch niemals passiert war, die Angst. Wie allen Leuten, die lange Zeit hindurch niemals das Elend gekannt haben und die schwach sind, verwirrte dieser im Leben der meisten kleinen Pariser Kaufleute so gewöhnliche Zustand Cäsar den Kopf. Er gab Cölestin den Auftrag, seinen Kunden die Rechnung zu schicken; bevor der Kommis das aber ausführte, ließ er sich diesen ihm unverständlichen Befehl zweimal geben. Die Klienten, diese damals vom Detaillisten ihren Kunden gegebene vornehme Bezeichnung, deren sich auch Cäsar, trotz des Widerspruchs seiner Frau, bediente, die schließlich zu ihm gesagt hatte: nenn sie meinetwegen, wie du willst, wenn sie nur bezahlen! – Diese Klienten also waren reiche Leute, bei denen kein Verlust zu befürchten war, die nach ihrem Belieben zahlten und bei denen Cäsar häufig fünfzig- bis sechzigtausend Franken ausstehen hatte. Der zweite Kommis nahm das Debitorenkonto vor und begann die größten Ausstände auszuziehen. Cäsar scheute sich vor seiner Frau. Um sie seine Niedergeschlagenheit, die ihm dieser »Samum« von Widerwärtigkeiten verursachte, nicht merken zu lassen, beschloß er, auszugehen.

»Guten Tag, Herr Birotteau«, sagte Grindot, der eingetreten war, in ungezwungenem Ton, wie ihn die Künstler annehmen, wenn sie von geschäftlichen Dingen reden wollen, die ihnen angeblich fremd sind. »Ich kann Ihren Wechsel auf keine Weise zu Geld machen und ich muß Sie bitten, mir bares Geld statt dessen zu geben; es tut mir außerordentlich leid, daß ich dazu genötigt bin, aber ich wollte doch nicht zu einem Wucherer gehen und Ihre Unterschrift ausbieten; ich verstehe genug von Geschäften, um zu wissen, daß sie dadurch entwertet werden würde; es liegt also in Ihrem eigenen Interesse . . .«

»Leiser, wenn ich bitten darf, Herr Grindot,« sagte Birotteau verblüfft, »Sie setzen mich aufs äußerste in Erstaunen.«

Jetzt erschien Lourdois.

»Lourdois, verstehen Sie das? . . .«

Birotteau stockte. Der arme Mann war im Begriff, Lourdois zu bitten, Grindots Wechsel zu nehmen, indem er sich mit dem guten Glauben eines selbstgewissen Kaufmanns über Grindot lustig machen wollte; aber er bemerkte eine Wolke auf Lourdois' Stirn und er erschrak über seine Unvorsichtigkeit. Ein solcher unschuldiger Scherz konnte einen nicht mehr sicheren Kredit zugrunde richten. Ein reicher Kaufmann nimmt in solchem Falle seinen Wechsel zurück und bietet ihn nicht andern an. Birotteau hatte ein Gefühl, als ob er einen steilen Abgrund vor sich sähe.

»Mein verehrter Herr Birotteau,« sagte Lourdois und führte ihn in den hinteren Teil des Ladens, »meine Rechnung ist geprüft, in Ordnung befunden und anerkannt worden, ich bitte Sie, die Zahlung für morgen bereitzuhalten. Ich verheirate meine Tochter mit dem jungen Crottat, ich brauche Geld, die Notare lassen nicht mit sich handeln, und Wechsel habe ich noch niemals ausgestellt.«

»Schicken Sie übermorgen her«, sagte Birotteau stolz, der die Bezahlung seiner Rechnungen erwartete. »Und Sie auch, Herr Grindot«, sagte er zu dem Architekten.

»Und weshalb nicht gleich?« sagte der Architekt.

»Ich muß meine Arbeiter in der Fabrik bezahlen«, sagte Cäsar, der bisher noch niemals eine Lüge gesagt hatte.

Er nahm seinen Hut, um mit ihnen zusammen fortzugehen. Aber da hielten ihn der Maurermeister Thorein und Chaffaroux auf, als er gerade die Tür schließen wollte.

»Herr Birotteau,« sagte Chaffaroux, »wir brauchen dringend Geld.«

»Ich besitze doch nicht die Minen von Peru«, sagte Cäsar ungeduldig und ging so schnell fort, daß er bald hundert Schritt von ihnen entfernt war. »Dahinter steckt etwas. Verdammter Ball! Sie denken alle, daß ich Millionen habe. Aber Lourdois kam mir anders vor als sonst,« dachte er, »dahinter muß irgend etwas stecken.«

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