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Gutenberg > Franz Kafka >

Briefe an Ottla und die Familie. Auszüge

Franz Kafka: Briefe an Ottla und die Familie. Auszüge - Kapitel 1
Quellenangabe
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typeletter
authorFranz Kafka
titleBriefe an Ottla und die Familie. Auszüge
publisherFischer Taschenbuch Verlag
editorHartmut Binder und Klaus Wagenbach
year1981
isbn3-596-25016-1
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20120622
projectid13ce7673
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1909

Nr. 8

[Ansichtspostkarte: Kratzau, Marktplatz]

[Stempel: (Kratzau) – 25. 11. 11]

Es wird Dich doch liebe Ottla interessieren, daß ich in dem Hotel zum Roß auf der andern Seite einen Kalbsbraten mit Kartoffeln und Preiselbeeren, hierauf eine Omelette gegessen und dazu und hierauf eine kleine Flasche Apfelwein getrunken habe. Unterdessen habe ich mit dem vielen Fleisch das ich bekanntlich nicht zerkauen kann, teilweise eine Katze gefüttert, teilweise nur den Boden verschweinert. Dann setzte sich die Kellnerin zu mir und wir sprachen von des »Meeres und der Liebe Wellen« zu denen abends zu gehn wir unabhängig von einander uns entschlossen hatten. Es ist ein trauriges Stück.

Nr. 10

[Ansichtspostkarte: Vierwaldstätter See, Axenstraße, Blick auf den Bristenstock]

[Stempel: Flüelen – 29. VIII. 11]

Von Bergen eingesperrt in Flüelen. Man sitzt gebückt, die Nase fast im Honig.

 

Nr. 13

[Ansichtspostkarte: Jardin de Versailles]

[Stempel: Paris – 13. Sept. 11]

Liebe Ottla, nicht ich habe Dir zu verzeihen, sondern Du mir, nicht wegen der Vorwürfe, die ich Dir schriftlich gemacht habe, denn die waren zart, sondern deshalb wie ich Dich innerlich verwünscht habe, weil Du Dein Wort in einer so ernsten Sache nicht gehalten hast. Da Du aber Dein Versäumnis erklärst, wenn auch leider nicht genau und schließlich einer der sich unterhält einem Mädchen, das sich abarbeitet nicht zu böse sein darf ist es nicht ausgeschlossen, daß ich Dir trotz der teuern Zeiten etwas Schönes mitbringe. Viele Grüße

Franz

 

Rücksichtlich Maxens warst Du unvorsichtig; denn da Du ihm nicht böse bist, wird er fürchte ich, Dir keine Karte schicken dagegen läßt auch er Dich herzlich grüßen. Sehr herzlich Max Brod

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