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Brehms Thierleben. Erste Abtheilung - Säugethiere. Erster Band

Alfred Brehm: Brehms Thierleben. Erste Abtheilung - Säugethiere. Erster Band - Kapitel 6
Quellenangabe
authorAlfred Brehm
titleBrehms Thierleben. Erste Abtheilung - Säugethiere. Erster Band
publisherVerlag des Bibliographischen Instituts
year1876
illustratorGustav Mützel,Ludwig Beckmann, C. F. Deiker, Robert Kretschmer
firstpub1876
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20180726
projectidec1ecb11
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Zweite Familie: Altweltsaffen ( Catarrhini)

Menschenaffen ( Anthropomorpha). [Allgemeines]

Ueber die Eintheilung der Affen sind die neuzeitlichen Forscher sehr verschiedener Meinung. Während einzelne sich von den althergebrachten Anschauungen nicht trennen können und für den Menschen nicht allein eine besondere Ordnung, sogar ein eigenes Reich bilden wollen, vereinigen diesen andere mit den Affen in einer und derselben Ordnung, deren erste Familie von dem Menschen, deren letztere von den Pelzflatterern gebildet wird. Huxley, welcher die erste Ordnung in sieben Familien zerfällt, bemerkt ausdrücklich, die Vergleichung der Reihenfolge der Affen, welches System von Organen man auch studiren möge, führe stets zu demselben Ergebnis: daß die Unterschiede der Bildung, welche den Menschen vom Gorilla und Schimpanse trennen, nicht so groß sind, wie diejenigen, welche den Gorilla von den tiefer stehenden Affen sondern. Trotzdem kann es entschuldigt werden, wenn man das Menschengeschlecht in einer besonderen Ordnung des Thiereiches vereinigt und für die eigentlichen Affen eine anderweitige Ordnung aufstellt.

In der zweiten Familie der Hochthiere, welche die Altweltsaffen ( Catarrhini ) umfaßt, mag man die Menschenaffen ( Antropomorpha) als besondere Unterfamilie von den übrigen trennen und hat dann für sie folgende Merkmale anzugeben. Der Leib ist menschenähnlich gebildet; die Vorderglieder aber sind länger, die hinteren kürzer als bei den Menschen. Das Gesicht erscheint namentlich durch den Bau und die Stellung der Augen und Ohren menschenähnlicher als das aller übrigen Affen. Ein Schwanz fehlt gänzlich. Das Haarkleid besteht aus langen, jedoch ziemlich dünn stehenden, schlichten Grannenhaaren, welche bloß das Gesicht und die Zehen frei lassen; Gesäßschwielen sind meist nicht vorhanden. Das Gebiß ähnelt dem des Menschen bis auf die Eckzähne, welche bei alten Männchen thierische Größe erreichen. Alle hierher gehörigen Affen bewohnen die Alte Welt und zwar Asien und Afrika, ersteres in größerer Anzahl als letzteres.

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