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Auguste von der Decken: Brausejahre - Kapitel 15
Quellenangabe
typefiction
authorA. v. d. Decken
titleBrausejahre
publisherUnion Deutsche Verlagsgesellschaft
addressStuttgart / Berlin / Leipzig
printrunDreizehnte Auflage
year
firstpub
correctorhille@abc.de
senderwww.gaga.net
created20100401
projectide28046d1
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Du suchest Frieden?
Friede wohnt hier.«
Hier in der Einsamkeit
Der Klostermauern
Soll ich mein Leben
Öde vertrauern? –
Göttlicher Friede,
Wohnest du hier?
Fremdling, es wohnet
Zankbegier,
Unmut hier! –
Dort in der Ruhestatt
Der stillen Grüfte –
Unter dem Säuseln
Friedlicher Lüfte,
Friede des Lebens –
Wohnest du hier?
Fremdling, im Herzen
Wohnet er dir,
Tief in dir!
Herder.

Wie kann Luise dir entgegenkommen?« sagte die Herzogin Amalie einige Wochen später zu ihrem Sohne, dem Herzoge, der mit ernstem Ausdruck neben ihrem Sofa stand, in welchem sie, eifrig und lebhaft redend, saß.

»Sag mir selbst, Karl, kann von ihr eine Avance ausgehen? Sie, eine zartfühlende Frau und so lange von dir negligiert, ja gemieden! Das Herz dreht sich einem um, wenn man die stumme Qual des armen Geschöpfes ansieht!«

Der Herzog wurde unruhig. »Sie hat es nicht anders gewollt,« stieß er hervor. »Ich bin auch nicht in Abrahams Schoß gebettet! Wie du nur so für sie Partei nehmen kannst?«

»Nehme ich denn Partei? Höchstens etwas Rücksicht. Bedenke, wie sie erzogen ist. Ihre Mutter war doch, wie allbekannt, eine durch Feinheit und hohe Bildung hervorragende Frau. Wieland sagt von ihr: Wäre ich König der Schicksale, sollte Karoline von Pfalz- Birkenfeld Königin von Europa werden! Von solcher Mutter samt den Schwestern vor ein paar Jahren nach Petersburg geführt, mit der Aussicht, vielleicht Kaiserin von Rußland zu werden, hat sie den dortigen Glanz, die großen Formen der Etikette mit Admiration in ihr junges Herz gesogen. Und nun hier, was konnten wir ihr anbieten? Das Schloß war abgebrannt, als sie kam, sie wohnte beschränkt, ein Hofstaat wurde ihr erst nach und nach arrangiert; sie entbehrte viel, nach ihrer Auffassung; natürlich, daß sie Heimweh bekam und nicht froh war. Wir beiden sind auch – um gerecht zu sein – nicht danach gemacht, ihren Ansprüchen an vornehme Fassons völlig zu genügen –«

»Gottlob, daß wir's nicht sind, Mutter!« unterbrach er sie mit heiterem Auflachen, beugte sich herab und küßte die lebensprühende Frau auf die Stirn. Sie drückte ihm mit liebevollem Blick die Hand und fuhr fort: »Was willst du? Man kann sich die Leute nicht durch die Schablone malen. Ihr beiden scheint, wie die Dinge gehen, freilich gar nicht füreinander gemacht, habt euch kaum jemals recht lieb gehabt – wann aber lieben sich Fürsten? Betonen wir die Pflichten, Karl, die ihr füreinander und für das Land habt! Ich sagte dir neulich schon, wenn das so fortgehe, müsse ich Konstantin ebenbürtig verheiraten. Der dumme Knabe will's nicht! Du wirst auch nicht für seine Kinder tagwerken wollen. Also mach ein Ende und lebe wieder mit Luisen, wie sich's gehört! Und so horrible ist's doch im Grunde auch nicht, sie ist ein hübsches Weibchen, das tausend anderen Männern wohlgefiele.«

»Luise? Mag sie hübsch sein, ich empfinde ihre Reize nicht. Feuer, Kaprize, Unverstand machen ein Weib begehrenswert; von alledem hat Luise gar nichts. Sie ist korrekt und tugendhaft, wie eine still duldende Madonna.«

»Überwinde dich und komme ihr entgegen! Du siehst selbst, der jetzige Zustand ist abominable!«

»Wenn sie will, warum nicht? In letzter Zeit bewies sie mir nur spröde Ablehnung.«

»Mir hat sie mit nicht mißzuverstehender Betonung gesagt: sie kenne ihre Pflicht und werde sich derselben nie entziehen!«

»Wohlan, hier meine Hand darauf, ich will versuchen, wieder mit ihr ins gleiche zu kommen!«

Der Herzog ging; es war am Sonnabend, er wußte, daß die Freunde zur Matinee bei der Göchhausen waren, und wollte irgend ein Fest in Vorschlag bringen, um mit seiner Gemahlin zusammenzutreffen und in zwangloser Weise eine verständigende Unterredung mit ihr herbeizuführen. Er hatte sie so lange nicht in ihrem Zimmer aufgesucht und scheute sich davor.

Karl August erkundigte sich, was man für heute nachmittag vorhabe und ob man vielleicht zu morgen einen Ausflug beabsichtige.

Alsbald schwirrten Pläne verschiedenster Art hin und her. Eine Fahrt nach Jena, Zwätzen, Burgau, nach der Schneidemühle kam in Vorschlag. Dem Herzoge war dies alles nicht recht. Er wußte, daß, wenn Luise sich beteilige, sie mit ihren Hofdamen in einem Wagen fahre, und daß in dem bunten Gewimmel einer Landpartie, bei kurzem Aufenthalt im Gasthause oder im Freien, an ein unbeachtetes Aussprechen nicht zu denken sei. Endlich sagte er: »Ich will Sonntag mittag in Belvedere ein kleines Diner geben, nachher können wir im Park promenieren und uns, so gut es gehen wird, unterhalten.«

Man wunderte sich im stillen, daß der Herzog selbst solch einen zahmen Plan entwarf, der sonst nicht nach seinem Geschmack gewesen wäre, Goethe aber lächelte verständnisvoll.

Karl August befahl Seckendorf, den Oberhofmarschall von Witzleben zu benachrichtigen und die Liste der Einzuladenden von ihm später in Empfang zu nehmen.

Bald darauf schlug die übliche Stunde zum Aufbruch. Nur einer blieb bei der Göchhausen zurück, um, wie er sagte, seinen Prinzen zu erwarten; dieser eine war Knebel.

Er lehnte sich behaglich in dem kleinen, mit buntem Kattun überzogenen Sofa der Hofdame zurück und bat sie, ihn noch etwas bei sich zu dulden.

»Warum nicht, mon camarade?« sagte sie in ihrer heiteren Weise; »diskurieren wir! Aber blasen Sie mir nicht Trübsal!«

»Etwas derart wird doch als Vorspiel kommen.«

»So stecke ich geistig Baumwolle in die Ohren.«

»Verschließen Sie Ihren Geist meinetwegen, tun Sie nur Ihr Herz auf!«

»Sie halten sich also geradezu für bemitleidungswürdig und appellieren an mein Gemüt? Wer hat Ihnen aufgebunden, daß ich mit solcher Schwachheit behaftet bin?« fragte sie schalkhaft.

»Ein bißchen davon hat doch wohl jeder abgekriegt?«

»Auf meinen Teil ist zum Glück nicht allzuviel gekommen. Ich lasse den lieben Gott einen guten Mann sein und jeden vor seiner Tür fegen. Müssen Sie mir aber absolut etwas von Ihrem Staube zukommen lassen, so will ich sehen, welche Schalen und Abfälle Ihrer Wesenheit derselbe enthält. Flöten Sie los; ich stimme die Klageposaune für den Refrain und werde nach meinen Pausen schon richtig einfallen.«

»Sie sind unverbesserlich spöttisch, Thusnelda, und fast sollte einem der Mut ausgehen, mit Ihnen ein vernünftiges Wort zu wagen, aber ich weiß doch, daß hinter der stacheligen Außenseite ein rechtschaffenes Herz wohnt.«

»Locken Sie wider den Stachel!« sagte sie feierlich.

Es war zu bewundern, daß er nicht bei dem Anblick ihrer drolligen Mienen in Lachen ausbrach; es schien ihm aber gar nicht danach zu Mute.

»Ich fühle mich oft entsetzlich einsam, unbefriedigt und unglücklich,« sagte er mit dem tiefsten Ernst.

»Ein ebenso neues wie tragisches Geständnis,« entgegnete sie, seinen Ton nachahmend.

»Wie fangen Sie es nur an, gleich mir vereinzelt, ebensowenig durch eine große Berufspflicht erhoben, weder mit Glücksgütern noch mit Annehmlichkeiten gesegnet, sich den stets heiteren Sinn zu bewahren?«

»Ah, Sie wollen ein moralisches Rezept?«

»Nennen Sie's, wie Sie mögen; ich habe oft schon die Empfindung gehabt, mich an Ihnen aufrichten zu können; Ihr leichtlebig' Wesen hat mich befreit, Ihre Heiterkeit mich angesteckt. Ja, wenn die Theorie von der Ergänzung etwas taugt, passen wir besonders gut zusammen.«

»Sie denken, hier ein fünftes Rad am Wagen und da eins gibt zusammen einen leidlichen Karren? Es gehört aber doch noch mehr dazu.«

»Der nahe Anschluß an ein fröhliches Weib würde mir wohltun, Luise; sollte ich diese beglückende Ergänzung meines unbefriedigten, trüben Ichs in Ihnen gefunden haben? Könnten Sie mich mit allen meinen düsteren Launen lieben, mir Ihre Hand reichen?«

»Zu jedem Kontertanz, Freund Knebel, gern, aber nicht zur Ehe, dazu ist Thusnelda Göchhausen nicht gemacht. Ich muß meine Rolle allein ausspielen und, Hand aufs Herz, Kamerad, Sie lieben mich auch gar nicht!«

Er sah sie erschrocken an und stammelte: »O ja, o doch!«

»Flausen, alter Freund, reden Sie sich keinen Unsinn ein, ich weiß besser, wen Sie lieb haben, als Sie selbst es zu wissen scheinen. Werden Sie doch Ihrem Singvogel, Ihrem hübschen Rudelchen nicht ungetreu! Der Mensch ist töricht, der sich freiwillig in eine fremde Masle zwingt! Freuen Sie sich, daß ich nicht so unvernünftig bin, Ihnen mit einem geschluchzten ›Ja‹ um den Hals zu fallen. Es wäre ein wahrer Jammer für Sie, wenn Sie mich heiraten müßten. Sie tonnen nicht recht zum Entschluß kommen, sich Ihrer Liebsten zu erklären; Sie meinen, daß die bürgerliche Sängerin für den ritterlichen Ludwig von Knebel nicht recht paßt, Sie wollen sich vor der Versuchung retten und kommen deshalb zu mir. Schönen Dank, edler Herr, und aus Dankbarkeit diesen guten Rat: Folgen Sie Ihrem Herzen, dann wird Ihnen wohler!«

»Luise!«

»So heißt die Rudorf, ich bin Ihre ganz ergebene Kollegin Thusnelda!«

»Nun denn, Thusnelda, geschlechtsloser Dämon, der Sie sind, soll ich Ihnen zürnen oder danken für den Rat?«

»Ich denke, Ihr erleichtertes Gemüt sagt Ihnen, was ich verdiene. Aber gute Freunde wollen und können wir bleiben!«

Sie hielt ihm ihre kleine Hand hin, in die er herzlich und in der Tat mit einem erleichterten Gefühl einschlug.

 

Der Sonntagmittag versammelte eine auserlesene Gesellschaft im Empfangssaale des Belvedere-Schlosses. Es waren nur Personen befohlen, von denen der Herzog wußte, daß sie seiner Gemahlin zusagten. Karl August hatte sich endlich den Entschluß abgerungen, eine Versöhnung mit Luise zu suchen; dieser Vorsatz ließ aber ein beklemmendes Gefühl in seinem Gemüte entstehen, und voll Spannung ging er dem Zusammensein entgegen.

Hatte er einen anderen Ausweg gewußt, so würde er denselben gewählt haben, denn noch immer sprach nichts in seinem Herzen für die sanfte, hoheitsvolle Frau. Es war nur das Unterliegen seiner Gegengründe; er gab lediglich den Vorstellungen seiner Mutter und seines treuen Freundes nach. Augenblicklich war er ohne Herzensidol, und es lag mehr ein verdrossenes Sichfügen in seinem Vorgehen, als eigenes Verlangen nach Versöhnung. Zugleich aber wünschte er, von Luisen nicht abgelehnt zu werden; er fühlte, daß es dann zu einem dauernden, nie auszugleichenden Bruch kommen müsse; daß, wenn er jetzt keine Übereinkunft erziele, seine Mannesehre, sein Selbstgefühl so empfindlich verletzt sein würden, daß er den Schlag nie verwinden könne.

Deshalb die Spannung und die rücksichtsvolle Auswahl der Gäste; seine Gattin sollte erheitert werden, sollte guter Laune sein, dann hoffte er sie zu versöhnen.

Unter den Eingeladenen befand sich als Beichtvater und Freund Luisens auch der Generalsuperintendent Herder, dessen Anwesenheit dem jungen Fürsten von vornherein ein feierlich gespanntes Gefühl gab.

Als die Gesellschaft versammelt war und der Herzog mit seiner Gemahlin, seiner Mutter und Konstantin eintrat, um den sich tief vorneigenden Kreis zu begrüßen, hatte er nicht die Empfindung, zu seinem Vergnügen gute Freunde bei sich zu empfangen, wonach er Verlangen getragen, sondern nur die: einem Zeremoniell, einer Rücksicht zu genügen, als deren Bestandteil er die blasse Frau an seiner Seite ansah. Er streifte sie mit einem verdrießlichen Seitenblicke und wurde sich, mit wahrem Schmerz, wieder einmal der völligen Verschiedenheit ihrer beiden Naturen bewußt.

Das Diner verlief unter den üblichen Formen; nach demselben wurden die Flügeltüren des Empfangssaales geöffnet, welche auf eine mit Orangerie besetzte Terrasse führten, von der aus man in den Park gelangte.

Man trank den Kaffee im Freien und zerstreute sich plaudernd in Gruppen hier und da hinschlendernd.

Die Herzogin Luise ging mit Herder auf einer der Terrassen entlang.

»Ich befand mich diesen Morgen so unwohl, daß ich nicht zur Kirche kommen konnte; wußte ich doch, daß es meine Pflicht sei, heute hier zu erscheinen,« sagte die Herzogin in ihrer ruhigen Weise. »Bitte, verehrter Herr, teilen Sie mir in Kürze einen Auszug Ihrer Predigt mit; die Hoffnung, hier etwas davon aus Ihrem eigenen Munde zu vernehmen, war mein Trost.«

»Ich habe über das Evangelium der Eintracht gepredigt,« erwiderte der geistliche Herr und begann dem Wunsche der Fürstin zu willfahren.

Er blieb, erhoben von seinem Thema, das er in schöner Begeisterung ausführte, vor ihr stehen; seine freie Stirn schien zu glänzen, sein helles Auge die Natur in ihren verborgensten Geheimnissen ausspähen zu wollen.

Die andächtige Hörerin sah gefesselt zu dem Mann empor, von welchem sie schon oft Trost und Ermutigung für ihr betrübtes Herz empfangen. Sie dankte ihm bewegt, als er ausgeredet hatte, und sagte: »Wenn ich Ihr klares Urteil, Ihre erhabene Auffassung, die immer nur aus einem, aus dem höchsten Gesichtspunkte sieht, mir recht zu eigen machen könnte, würde sowohl manche beglückte Stunde, wie auch manche Stunde des Leids eine höhere Weihe empfangen. Ja, oft war ich letzthin bis zur Kleinmütigkeit gesunken, alles düster und dumpf um mich her, alle Hoffnung erloschen!«

»Was dürfen Eure Durchlaucht nicht! Die vergängliche Tageslaune soll uns nie unterjochen! Bedenken Sie immer, daß das, was Sie heute bedrückt, vermutlich in Jahr und Tag schon zu dem Vergessenen gehört.«

»Unter Ihrem Zuspruch steige ich stark hinauf; mein Gott gibt mir Mut, alles zu ertragen! Helfen Sie mir immer, meinen Geist aufrecht zu erhalten.«

Als Luise nach diesen Worten, die sie, Herder verehrungsvoll anblickend, gesprochen hatte, wieder vor sich hinsah, bemerkte sie den Herzog, wie er mit Knebel in dem Gange, in welchem man nicht ausweichen konnte, auf sie zukam.

Sie war durch ihre Schwiegermutter mit der Wahrscheinlichkeit eines Annäherungsversuchs von seiten des Herzogs bekannt gemacht und hatte den Morgen in einer peinlichen Erregung zugebracht. Die ganze Zusammenstellung der heutigen Gesellschaft bewies ihr eine seltene Rücksichtnahme auf ihren Geschmack.

Jetzt, als Karl August auf sie zutrat, wußte sie, daß es zu einer Erörterung kommen werde. Infolge der eben gepflogenen Unterredung mit dem geistlichen Herrn vermochte sie es leichter als sonst, Bitterkeit und Empfindlichkeit zurückzudrängen; indes ein Gefühl der Scheu, stärker als da sie dem Herzog vermählt wurde, hielt ihr ganzes Sein in Banden.

Erbleichend schlug sie vor seinem Blick die Augen nieder, und ein Beben, dessen sie nicht Herr war, lief durch ihre Glieder.

Knebel blieb mit seinem Freunde Herder zurück und bog mit demselben in den nächsten abzweigenden Weg ein, während der Herzog seiner Gemahlin den Arm bot und sie mit einigen raschen Schritten dem Gehörkreise der Männer entführte.

Trotz allen guten Willens wurde es jetzt Karl August doch schwer, irgend ein Wort an die Frau zu richten, die mit so sichtlicher Pein an seiner Seite aushielt. Ihr Gemeinplätze über Wetter und Frühling zu sagen, schien ihm bei seinem natürlich offenen Charakter, lächerlich, und deshalb währte es mehrere Sekunden, bis er sich so weit sammelte, daß er sie mit einiger Unbefangenheit anreden konnte.

»Mir deucht, Luise,« sagte er ernst, »wir haben uns in unserem Verhalten gegeneinander schon zu lange vom Wege der Pflicht entfernt. Wie denken Eure Liebden über einen Ausgleich, eine Versöhnung?«

»Ich hoffe, daß ich nie meine Pflicht außer Augen ließ,« erwiderte die Herzogin mit zitternder Stimme. »Eine Annäherung konnte unter keinen Umständen von mir ausgehen.«

»Natürlich, korrekt wie immer!« rief er spöttisch und bitter. »Gut, komme alles auf mein Haupt, sei ich der Sünder, der Gescholtene, gleichviel! Kurz und bündig, Luise, betrachtest du dich noch als mein Weib, oder nicht?«

»Ich habe nie gewagt, daran zu zweifeln, daß ich es bin –« flüsterte die Herzogin tief gesenkten Hauptes.

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