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Alexander von Ungern-Sternberg: Braune Märchen - Kapitel 19
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authorAlexander von Ungern-Sternberg
titleBraune Märchen
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firstpub1850
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Der Sohn des Mondes.

Es lebte einmal eine kleine, sehr hübsche, aber zugleich unbeschreiblich einfältige Bäuerin auf einem Dorfe. Man konnte ihr aufbinden, was man wollte; sie glaubte alles. Die jungen Mädchen und die Burschen hatten ihren Spaß mit ihr. Einst fragte sie ihre Nachbarin: »Grete, sag' mal, wo hast du dein Kind her?« – »Ei, von wem soll ich's haben,« entgegnete jene, »als von meinem Schatz.« – »Wer ist dein Schatz?« – »Ursel, wenn ich's dir sage, wer er ist, wirst du's nicht glauben.« – »Ich glaub's schon. Wer ist's?« – Nun nahm sich die junge Bäuerin gleich eine Fopperei vor und erwiderte:

»Es ist ein großer Herr,
Und hat den Mund in die Quer,
Die Nase in die Läng' –
Sein Westchen ist ihm zu eng,
So ansehnlich ist er und so breit,
Und dabei grimmig gescheit!«

»Ach, wie gern wollt' ich solch' einen Schatz auch haben!« rief Ursel. »Sag', wo wohnt er.« Grete erwiderte:

»Er wohnt in einem Haus,
Da ziehen die Winde
Ewig ein und aus.
In seinem Spinde
Bewahrt er manch silbernes Kleid,
Und er ist grimmig gescheit!« –

»Nein, solch einen Schatz muß ich auch haben!« rief Ursel, »der in einem so großen, lustigen Hause wohnt, silberne Kleider trägt und dabei grimmig gescheit ist. Und worin besteht denn seine Gescheitheit?« – Grete erwiderte:

»Er hat alles gesehn,
Was auf Erden geschehn;
Und was künftig wird geschehn,
Das wird er auch noch sehn!

Mit einem Worte,« setzte sie rasch hinzu, »es ist der Mond.« – »Der Mond!« rief Ursel, »ei Sapperment! wenn ich doch den auch zum Schatz hätte!« – »Es ist nicht so ganz leicht, ihn zum Schatz zu bekommen,« erwiderte Grete. – »Das glaub' ich,« rief Ursel, »solche vornehme Herrn sind sehr wählerisch, und ich bin ihm gewiß viel zu schlecht.« – »Das nicht, Ursel; es könnte sein, daß du ihm gerade recht wärest. Es kommt nur auf einen Versuch an.« – »O, du liebes gutes Gretelchen!« rief Ursel und klammerte sich fest an ihre Nachbarin, »wenn du's irgend weißt, wie ich zu der Bekanntschaft mit dem Monde gelangen kann, so sag's und halt' nicht hinterm Berge. Ich will dir's auch gedenken, und künftigen Weihnacht sollst du das schönste Paar grauer Wollstrümpfe mit roten Zwickeln von deiner dich innigliebenden Ursel erhalten. Hörst du?«

»Ich höre,« erwiderte die schlaue Grete, »aber höre du nun auch, was ich dir sagen werde. Gib wohl acht, denn versäumst du etwas, oder machst es anders, wie ich's gesagt, so haben wir beide böses Spiel. Ich, weil ich dir ausgeplaudert, wer mein Schatz gewesen, und wie er beschaffen, du, weil der vornehme Herr nichts weniger verträgt, als daß er's mit dummen Gänsen, die nicht rechts von links zu unterscheiden wissen, zu tun bekommt.«

»Oh, was das betrifft,« rief Ursel – »dumm bin ich nicht.« Und sie war nie dümmer, als wie sie dies sagte. –

Grete sprach weiter: »Es kommt jetzt bald eine Nacht, die heißt, die Drei-Männer-Mondnacht, weil der Mond darin so stark wie drei Männer wird, da gehst du an den Ziegenbrunnen da draußen vor dem Dorfe, und wenn du an dem heimlichen Plätzchen gerade um Mitternacht angelangt bist, so legst du deine Kleider ab und stellst dich, so wie du aus dem Mutter leibe gekommen, vor das Becken des Brunnens und bückst dich über, so daß dein Mund die Wasserfläche berührt, und zwar grad an der Stelle, wo der helle Goldstreifen des Mondes darauf glitzert. Dieses Mond-Goldwasser trinkst du nun in dich hinein, mußt dich aber bei Leibe nicht umschaun, mag auch geschehen, hinter dir, was da will. Hast du verstanden?«

»I wohl!« rief Ursel.

»Nun, und wenn du genug getrunken, so legst du deine Kleider wieder an und gehst fort und legst dich schlafen. Nach der gehörigen Zeit wirst du dann von dem Monde ein Kind bekommen. Das ist die Manier, wie er sich mit uns Erdenweibern abgibt; anders versteht er's nicht.«

»Nun, es ist auch eine ganz gute Manier«, sagte Ursel.

Die beiden Weiber trennten sich nun, die eine, die so gar zu schlau und die andre, die so gar zu einfältig war. Beide gingen ihrer Wege. Grete ging zu ihren Vettern und Brüdern und sagte ihnen, was sie eben mit Ursel abgemacht, und den jungen Burschen kam dieser Spaß gerade recht. Als die kleine dumme Ursel kam und sich an den Brunnen stellte, war nicht einer, nein, wohl sechs, die die Stelle des Mondes einnahmen und sich vortrefflich vergnügten. Ursel trank unterdessen das Goldwasser und hütete sich wohl, sich umzublicken. Als alles vorüber war, ging sie zu Bette und schlief sehr gut.

Es vergingen neun Monate, da gebar sie einen hübschen gesunden Jungen, mit schönen Pausbacken und großen hellbraunen Augen. »Das Knäbchen sieht seinem Vater ähnlich«, sagte sie. Als der Mond eben recht helle schien, ging sie mit dem Kind auf die Wiese, tanzte in der einsamen Nacht lustig umher, hob das Kleine zum Licht empor, und rief: »Na, Papa, gib doch ein Patschhändchen von oben her!« aber der Mond rührte sich nicht.

Als der Knabe größer wuchs, bekam er den Namen Peter Mondschein. Als er achtzehn Jahr war, ging er auf die Wanderschaft, und seine Mutter, die ihm nichts mitgeben konnte, sagte ihm: »Dein Vater hat Silber genug in der Tasche. Geh zu ihm, er wird dir weiter helfen.«

Nun geschah es, daß der Mond einmal am Meeresstrande spazieren ging, da trat Peter Mondschein an ihn heran und sagte: »Guten Abend, Papa!«

Der Mond sah sich um, betrachtete den Burschen von oben bis unten und erwiderte:

»Du hast zwar ein volles rundes Gesicht;

Doch mein Sohn bist du nicht!« –

Das verdroß Petern gewaltig, daß der Mond ihn nicht als sein Kind anerkennen wollte. Er wurde dem alten Herrn über diese niederträchtige Lüge ordentlich gram. Doch besann er sich und sagte zu sich selbst: »Ich will mich ihm recht gefällig und dienstwillig bezeigen, vielleicht läßt er sich dann erweichen und erkennt mich an.«

Und von dieser Zeit an war er des Mondes ewiger Begleiter und treuer Knecht.

Einmal badete der Mond im Meere und die Tücher zum Abtrocknen lagen nicht bereit. Da kam Peter mit warmen Tüchern gelaufen, und das tat dem Monde gut, die angenehme warme Hülle. Und Peter trocknete recht geschickt den alten, krummen Buckel und dann den quabblichen alten Hängebauch, und zuletzt trocknete er dem Monde noch die Brille ab und setzte sie ihm wieder frisch auf die Nase. Der Mond griff in die Tasche und wollte ihm für diese Dienstleistung einen harten Taler schenken, allein Peter nahm nichts und sagte bloß: »Für meinen lieben Papa tue ich alles unentgeltlich. Versteht sich.«

»Ich bin nicht dein Papa!« sagte der Mond giftig, drehte ihm den Rücken und watschelte fort und bog rasch um die Ecke, damit Peter ihm nicht folge. –

Ein andres Mal saß der Mond auf einer Felsspitze und litt gewaltig an Zahnweh. Peter lief rasch in die Apotheke und brachte Baldrianwurzel. Als der Schmerz gestillt war, langte der Mond wieder in die Westentasche und brachte abermals einen harten Taler hervor, den Peter aber wieder nicht nahm, sondern sagte: »Ei, wie sollte ich mich von meinem lieben Papa bezahlen lassen: Fällt mir gar nicht ein.«

Da wurde der Mond ganz wild, spie ihm ins Gesicht und rief: »Der Teufel ist dein Papa, du Kobold, du Grashüpfer, du kleines lästiges Ungeziefer!« – Und damit setzte er sich rasch auf eine alte, zerfetzte Wolke und ließ sich von ihr in entsetzlicher Geschwindigkeit in den Himmel tragen.

»Nun werde ich den Schandbuben los sein!« dachte der Mond. Allein wie er wieder zur Erde kam, stand jemand bei dem Wolkenschimmel und half ihm absteigen, und das war Peter.

»Höllendonnerwetter!« fluchte der Mond.

»Ja, so geht's!« sagte Peter, »wenn alte Herren lustig leben und ihre Kinder dann nicht anerkennen wollen.«

Der Mond hatte sich schön geputzt. Er hatte kleine, sehr enge Glanzstiefelchen an, die knarrten, wenn er auftrat, dann eine schöne gelbe Weste mit einer Unzahl kleiner, silberner Knöpfchen und dazu einen blauen Frack mit einem parfümierten Schnupftuch darin. In der Hand trug er eine Reitgerte und tat sehr jugendlich.

»Wohin geht's nun?« dachte Peter bei sich.

Es war die Nacht gerade sehr kühl. Der Mond ging eilig voran und dachte so Petern aus den Augen zu kommen; allein Peter folgte ihm in gehöriger Weite, und zwar auf dem Schimmel sitzend, denn sonst hätte er sich schwerlich in der Luft erhalten können, durch die die Reise ging. So sah er denn, daß der Mond einen kleinen Stern weiblichen Geschlechts besuchte. Aber durch die knarrenden Stiefel wurde der Besuch verraten, und der Stern männlichen Geschlechts, der Ehemann kam rasch nach Hause, und er und seine Helfershelfer spielten dem alten Herrn arg mit. Sie hätten ihn ohne Zweifel totgeschlagen, wenn nicht Peter noch zur rechten Zeit sich ins Mittel geschlagen und den Mond rasch auf den Schimmel gepackt hätte und so mit ihm davongaloppiert wäre.

Als sie beide gerettet und in Sicherheit waren und der Mond sich erholt hatte, rief er zu Petern in vollem Zorn: »Wer hat dir erlaubt, dich auf mein Pferd zu setzen, du Schlingel?«

»Papa,« entgegnete Peter, »dadurch allein wurde es mir möglich, Euch den guten Dienst zu leisten. Aber ich bitte Euch, wenn Ihr nächstens wieder zu Eures Nächsten Weib Gelüste hegt, zieht keine knarrenden Stiefel an. Ihr habt gesehen, es taugt nicht. Ich würde bei derlei Gelegenheit barfuß oder auf Socken gehn.« –

»Auf glühenden Kohlen werde ich dich gehen lassen!« schrie der Mond, ganz außer sich vor Wut. »Werde ich denn nie von dir befreit werden, du Molch!« – Und damit holte er aus mit der Reitpeitsche und gab Petern einen bösen Schlag, so daß ihm zwei Zähne aussprangen, und er ein Auge verlor.

Peter bückte sich, nahm sein Auge auf, steckte es wieder ein, so gut es gehen wollte und sagte kein Wort, denn er dachte: einem Vater muß man nicht widerhaarig kommen.

Aber Peters Liebe zu seinem Papa war schon gewaltig abgekühlt.

Nun geschah es, daß eine sogenannte Mondfinsternis eintrat, und der Mond in die gräßlichste Gefahr kam, von der Sonne zwischen die Zähne genommen und verschluckt zu werden. Schon war nur noch ein Zipfelchen von seinem gelben Schlafrock übrig, er selbst steckte schon mit Haut und Haaren im Rachen seiner Feindin. Da kam Peter und riß ihn an diesem Schlafrockzipfelchen wieder heraus. Das war eine große und herrliche Tat. Niemand konnte das leugnen und der Mond selbst am allerwenigsten. Als er mit Peter allein war, holte er nicht einen Taler, nein, einen ganzen schweren Geldsack voll schöner harter, silberner Stücke aus seinem Kasten und sagte Petern: »Nimm dies, und wenn du es denn durchaus willst, so sollst du auch mein Sohn sein!«

Da nahm Peter seinen ganzen Mut zusammen, trat keck vor den alten Herrn hin und sagte: »Das Geld nehme ich, weil ich und meine Mutter auf unsre alten Tage was zu leben haben wollen; allein mit der Vaterschaft ist's aus.«

»Ei, wieso?« fragte der Mond und klopfte Petern auf die volle Wange.

»Ihr seid ein gar zu undankbarer Balg,« entgegnete Peter wild. »Ich möchte um keinen Preis der Welt Euch zum Vater haben. Da müßte ich mich ja schämen.« –

»Ei, du Teufelsjunge!« schrie der Mond. »Denkst du, daß man solche Väter, wie ich einer bin, von den Bäumen schüttelt? Ich kenne Grafen und Herrn, die sich die Finger danach ablecken würden, mich zum Vater zu haben.«

»Aber ich nicht!« sagte Peter fest. »Meine Mutter muß sich geirrt haben; Ihr könnt unmöglich mein Vater sein. Ihr seid ein fauler Apfel, wurmzerfressen durch und durch. Sechstausend Jahr habt Ihr Eure Spitzbübereien schon vollführt und könnt sie nicht lassen. Wäre ich klug gewesen, so hätte ich Euch immerhin von der Sonne wegnaschen lassen. Ja, ja! guckt mich nur mit Euren großen Glotzaugen an. So wie Ihr mich da seht, will ich lieber gar nicht gezeugt sein, als von Euch!«

Der Mond wollte wild auffahren, er besann sich aber, weil er bedachte, daß Peter allerlei von ihm wußte, was er auf Erden wiedererzählen konnte, und da der alte Herr die Klatschereien nicht liebte, trachtete er danach, Peter zu besänftigen. »Kind,« sagte er, »wenn du vernünftig sein willst, so werde ich dir aus meinem Kleiderschranke ein Paar abgelegte Beinkleider geben.«

»Behaltet sie«, sagte Peter.

»Oder ich gebe dir, wenn du einmal heiratest, ein Paar schöne silberne Hörner.«

»Für die wird meine Frau schon sorgen«, sagte Peter.

Der Mond lachte, daß ihm der Bauch schüttelte, und sagte: »Auf Ehre! ich würde Schätze Goldes geben, wenn du mich zu deinem Vater annähmest, Bursche.« –

»Aber ich nehme Euch nicht an,« sagte Peter. »Das Spiel hat sich gewendet; jetzt bittet Ihr, und ich schlag's Euch ab. Lebt wohl. Wir sehn uns nicht mehr wieder.« –

Und Peter hielt Wort. Alle Nacht, wenn der Mond am Himmel stand, schloß er sich in seine Kammer ein, ließ die Fenster sorgfältig verhängen und kam erst wieder hervor, wenn das Tageslicht hell am Himmel stand. Von diesem Zerwürfnis Peters mit dem Monde wußte jedoch niemand. Zur Mutter aber sprach Peter: »Hör' mal; weißt du denn auch ganz gewiß, daß der Mond mein Vater ist? Die Sache kommt mir nicht recht glaublich vor, denn seine väterlichen Gefühle so verleugnen, wie der Mond es getan, kann niemand. Und für einen total schlechten Kerl halt ich ihn doch auch nicht.«

Die Mutter erzählte nun ganz genau das Abenteuer am Brunnen.

Peter, während die Mutter sprach, legte den Finger auf die Nase und sah sehr schlau aus. –

»Ich will's schon herausbringen, wer mein Vater ist«, sagte er. –

Die stets lustigen Burschen lebten aber noch im Dorfe.

An demselben Abend ging Peter in die Schenke, die ganz voll von Gästen steckte, und wo er vermuten konnte, daß der dabei war, den er suchte. Es war ein großes Geschrei, und alles sprach aufeinander, als Peter eintrat. Einige Gesellen riefen ihm zu:

»Du Sohn des Mondes, na!
Was sagte der Herr Papa,
Als er sein Söhnchen sah?« –

Peter erwiderte:

»Ei, was sollte er sagen,
Er hat mir aufgetragen,
Denjenigen schön zu grüßen,
Der ihm die Arbeit tät versüßen;
Er selbst ist schwächlich und sehr alt,
Sein Kuß ist drum ein bißchen kalt,
Drum, wie gesagt, er's gerne sieht,
Daß man sich etwas für ihn bemüht.
Er hat mir ein ganzen Säckel Geld
Mitgegeben, den der erhält,
Der, wie der geheime Traktat
Lautet, an seine Stelle trat,
An dem bewußten Ort. Es melde sich,
Wem zu zahlen verpflichtet ich.
In dieser, wie in der folgenden Nacht,
Halt ich dort mit meinem Säckel Wacht.« –

Mit diesen Worten entfernte er sich. Die, die nicht um den eigentlichen Bestand der Geschichte wußten, lachten, wie über einen guten Spaß, die sechs Gesellen aber nahmen sich jedes der Worte wohl zu Herzen.

Peter stellte sich aber mit einem derben Knüppel am Brunnen auf. Gleich in der ersten Nacht kam der erste lustige Bursche. Peter sprang aus dem Gebüsch und indem er rief:

»Ei, lieber Papa, da bin ich hie,
Da hast du etwas für deine Müh!« –

ließ er einen tüchtigen Prügelregen auf Haupt und Schultern des Gesellen Niederregnen. Kaum war der erste abgetan, so kam der zweite, und so nacheinander der dritte, vierte, fünfte und sechste. Peter gab allen reichlich, was er ihnen zugedacht. Dann setzte er sich ermüdet auf einen Stein und rief:

»Nun hab' ich meinen sechs Vätern eine kleine Freude gemacht!« –

In der nächsten Nacht wartete er wieder, aber da kam niemand. »Es ist gut,« sagte er, »nun weiß ich wieviel ihrer waren, und daß der Mond unschuldig ist. Von dieser Zeit an will ich ihn auch wieder sehen; aber ein undankbarer Balg bleibt er doch, denn wenn ich auch hundertmal nicht sein Sohn war, so mußte er mich doch als seinen treuen Gefährten gut behandeln.«

Peter war der klügste Bursche im Dorfe; und Grete sagte: »So dumm die Mutter ist, so gescheit ist der Sohn.« Beide, Mutter und Sohn lebten aber von dem Gelde des Mondes in Reichtum und Freuden ihr Lebelang.

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