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Botanisches Bilderbuch für Jung und Alt. Zweiter Teil

Franz Bley: Botanisches Bilderbuch für Jung und Alt. Zweiter Teil - Kapitel 41
Quellenangabe
typereport
authorFranz Bley
titleBotanisches Bilderbuch für Jung und Alt. Zweiter Teil
publisherVerlag von Gustav Schmidt
year1897
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20131114
projectid711848b7
wgs
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siehe Bildunterschrift

Gemeiner Stechapfel, Datúra Stramónium L.

»Im Bunde der dritte« ist der sehr giftige Stechapfel, ebenfalls ein Nachtschattengewächs. Wahrscheinlich ist er aus Südeuropa oder Asien bei uns eingeschleppt, gedeiht jedoch auf Schutt, Gartenland und Wegrändern, als ob er bei uns zuhause wäre. Fuchs nennt ihn »Rauchöppfelkraut«, vielleicht weil man sich durch das Rauchen des Krautes oder der Samen, die in einer stacheligen, mit vier Klappen aufspringenden Kapsel sitzen, berauschte. Die Medizin weiß auch diesem Verwandten der Tollkirsche arzneilich wirkende Bestandteile, das Hyoscyamin und Daturin, abzugewinnen.

Die weiße, zur Hälfte im Kelch steckende Blumenkrone ist in der Knospe faltig zusammengedreht, und diese Lage nimmt sie auch wieder an, wenn es gilt, nachts oder an Regentagen den Blütenstaub vor Nässe zu schützen. Sie verbreitet einen eigentümlichen, in der Familie häufiger auftretenden Geruch, den Nachtschattenduft, und zieht dadurch und durch ihre in der Dämmerung noch sichtbare schneeweiße Blumenkrone nächtliche, langrüsselige Bestäuber an. Dem entsprechend öffnet sie sich erst zwischen 7 und 8 Uhr abends.

Nachtschattengewächse, Solanaceen. Kl. V. einjährig. Juni – Oktober. H. 0,15 – 1,00 m.

 

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