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Botanisches Bilderbuch für Jung und Alt. Zweiter Teil

Franz Bley: Botanisches Bilderbuch für Jung und Alt. Zweiter Teil - Kapitel 166
Quellenangabe
typereport
authorFranz Bley
titleBotanisches Bilderbuch für Jung und Alt. Zweiter Teil
publisherVerlag von Gustav Schmidt
year1897
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20131114
projectid711848b7
wgs
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siehe Bildunterschrift

Gemeines Schilf, Calamagróstis arundinácea Roth.

Einen hervorragenden Bestandteil der auf trockenem Boden entwickelten Riede bilden die Reit- oder Schilfgräser, starke, meist 1 – 1½ m hohe Rispengräser. Das in Wäldern nicht seltene gemeine Schilf hat eine ziemlich lange, dichtblütige Rispe, deren Ährchen einblütig sind, aber den stielartigen Ansatz zu einer zweiten Blüte zeigen. Die Deckspelze trägt eine anfangs gerade, später gekniete Granne, welche die Spitze der Hüllspelzen überragt. Die Ährenachse trägt bei den Reitgräsern am Grunde der Deckspelzen kleine Haarbüschel, deren Länge beim gemeinen Schilf nur ein Viertel der Deckspelze erreicht. Das Stäuben des Schilfs beginnt um die Mittagsstunde. Die Stielchen der Blütenähren spreizen sich in spitzem Winkel gegen die Spindel, von der sie sich abzweigen, wahrscheinlich damit die hervortretenden Antheren den nötigen Raum finden, um ungehindert schwingen und dabei den Pollen ausstäuben zu können. Wenn das Ausstäuben beendet ist, ziehen sich die Stiele wieder gegen die Hauptachse des Blütenstandes zurück, und die Rispe erscheint wieder zusammengezogen. Die Samen können sich durch Anhaken an Felle und Kleidung verschleppen lassen. Das Schilf vermehrt sich auch vegetativ durch Ausläufer. Die wachsende Spitze derselben ist mit festen Schuppen überdeckt, so daß sie ähnlich wie ein Erdbohrer wirkt und Steine oder Erdklümpchen auseinanderdrängen und vor sich herschieben kann.

Gräser, Gramineen. KI. III. ausdauernd Juli, August. H. 0,60 – 1,25 m.

 

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