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Botanisches Bilderbuch für Jung und Alt. Zweiter Teil

Franz Bley: Botanisches Bilderbuch für Jung und Alt. Zweiter Teil - Kapitel 143
Quellenangabe
typereport
authorFranz Bley
titleBotanisches Bilderbuch für Jung und Alt. Zweiter Teil
publisherVerlag von Gustav Schmidt
year1897
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20131114
projectid711848b7
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siehe Bildunterschrift

Virginischer Tabak, Nicotiána Tabácum L.

Auch der Tabak ist ein Geschenk Amerikas; schon Columbus fand die Eingeborenen Cubas rauchend, schnupfend und kauend, und bald war das »edle Kraut« auch in Europa eingeführt, wo man ihm weit größere Liebe entgegenbrachte als der tausendmal nützlicheren Kartoffel. Der Name Tabak wird entweder von der westindischen Insel Tabago oder von dem mexikanischen Worte für Pfeife, tabak, abgeleitet. Nachdem ein spanischer Arzt im Jahre 1558 in seiner Heimat aus mitgebrachten amerikanischen Samen junge Tabakpflänzchen gezogen hatte, führte der damalige französische Gesandte zu Madrid, Jean Nicot, das Kraut um 1560 in Frankreich ein, wo es, anfangs als Heilmittel gebraucht, bald zum Rauchen benutzt ward. Zu Ehren Nicots nannte man die Pflanze Nicotiana und das aus ihr gezogene scharfe Gift Nicotin.

Der übelriechende, mit klebrigen Drüsen behaarte Bauerntabak hat gestielte, breite, eiförmige Blätter und gelbgrüne, kurzröhrige Blüten mit rundlichem Saume; der schlankere, edler gebaute, höhere virginische Tabak trägt länglich-lanzettliche, zugespitzte, fast sitzende Blätter und rosenrote Blüten mit fünfzipfeligem Saume. Der Nektar wird bei beiden von dem unteren Teile des Fruchtknotens so reichlich abgesondert, daß er den Grund der Kronenröhre ausfüllt. Die Blüte des virginischen Tabaks scheint für Schmetterlingsbestäubung eingerichtet zu sein.

Nachtschattengewächse, Solanaceen. Kl. V. einjährig. Juli, August. H. 0,60 – 1,00 m und beim virginischen bis 1,50 m.

 

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