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Botanisches Bilderbuch für Jung und Alt. Zweiter Teil

Franz Bley: Botanisches Bilderbuch für Jung und Alt. Zweiter Teil - Kapitel 117
Quellenangabe
typereport
authorFranz Bley
titleBotanisches Bilderbuch für Jung und Alt. Zweiter Teil
publisherVerlag von Gustav Schmidt
year1897
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20131114
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siehe Bildunterschrift

Gemeiner Pastinak, Pastináca satíva L.

Unter den 60 Umbelliferen-Gattungen Deutschlands ist fast die Hälfte dem Menschen dienstbar geworden, indem sie eine oder mehrere Arten in seinen Küchen- und Gewürzgarten entsendet haben. Ihr reicher Gehalt an ätherischen Ölen und Gummiharzen macht sie zu gesuchten Thee- und Arzeneipflanzen, und in dieser Hinsicht sind außer den schon genannten, dem Kümmel, Anis, Fenchel, der Engelwurz und dem Dill, noch folgende hervorzuheben: der gemeine Bibernell ( Pimpinélla Saxífraga), der Pferdekümmel oder Roßfenchel ( Oenánthe Phellándrium), die gemeine Bärwurz ( Méum athamánticum), das gebräuchliche Liebstöckel ( Levísticum officinále), die Brustwurz ( Angélica sylvéstris), das Grundheil ( Peucédanum Oreoselínum), die Meisterwurz ( Imperatória Ostrúthium) und die Süßdolde ( Mýrrhis odoráta). Wichtiger für den Haushalt sind noch die Küchenkräuter und Gewürzpflanzen dieser Familie, außer dem Sellerie, der Petersilie, der Mohrrübe, dem Koriander, dem Garten-Kerbel noch der Pastinak, der Zucker-Merk ( Síum Sísarum), dessen süß und schwach aromatisch schmeckende Wurzeln als Zusatz zum Zuckersaft und zum Branntwein dienen, der bibernellblättrige Sison ( Sison Amómum), dessen Wurzeln wie Sellerie schmecken, und andere. Daneben finden wir unter den Doldengewächsen eine Reihe scharfer Gifte, wie den Wasserschierling, die Gleiße, den Kälberkropf, den gefleckten Schierling, den breitblättrigen Merk ( Sium latifólium), den gemeinen Wassernabel ( Hydrocótyle vulgáris).

Die Wurzel ist es, die dem gemeinen Pastinak Eingang in unsere Küchengärten verschafft hat, und namentlich die Fischliebhaber unserer Küsten möchten sie bei ihrem Lieblingsgericht ungern entbehren. Über der rüben- oder spindelförmigen, in der Kultur fleischigen Wurzel erhebt sich der kantig gefurchte Stengel mit den gewürzhaft riechenden Blättern, deren Unterseite mit weichen Härchen besetzt ist, während die Oberseite glänzend glatt aussieht. Die Blüten der nicht besonders großen Dolden sind gelbgrünlich und werden wie diejenigen vieler anderer Doldengewächse mit Vorliebe von Fliegen besucht, die ohne Mühe den freiliegenden Honig schlecken.

Doldengewächse, Umbelliferen. Kl. V. zweijährig Juli, August. H. 0,30 bis 1,00 m.

 

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