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Botanisches Bilderbuch für Jung und Alt. Erster Teil

Franz Bley: Botanisches Bilderbuch für Jung und Alt. Erster Teil - Kapitel 62
Quellenangabe
typereport
authorFranz Bley
titleBotanisches Bilderbuch für Jung und Alt. Erster Teil
publisherVerlag von Gustav Schmidt
year1897
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20131114
projectid662f33fa
wgs
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siehe Bildunterschrift

Niedrige Schwertel, Iris púmila L.

Unter den stattlichen Schwertlilien ist die niedrige Schwertel ein wahrer Zwerg. Sie ist in Österreich heimisch und kommt in Deutschland nur angepflanzt oder verwildert vor. Von den schwertförmigen Blättern umgeben, steigt aus dem wagerechten, ein wenig knollenförmigen Wurzelstocke der kurze Blütenschaft auf. Er trägt nur eine meist violette, doch auch blaßgelbe und weiße Blüte, deren Duft schwach, aber angenehm, etwa dem der nickenden Distel vergleichbar ist. Die Blütenhülle oder das Perigon besteht aus 6 Blättern, drei äußeren, herabhängenden, deren Zipfel mit bartartigem Anhang besetzt sind, und drei inneren, aufrecht stehenden. Über die drei äußeren biegen sich die blumenblattähnlichen Narben des Griffels mit einer Wölbung, unter der je eins der drei Staubblätter verborgen ist. Der Honig sitzt tief am Grunde der drei äußeren Perigonblätter zwischen ihnen und dem Fruchtknoten. Wenn die Insekten ihn erreichen wollen, müssen sie Kopf und Rüssel zwischen Perigonzipfel und Narbe drängen; dabei streifen sie den unter der letzteren stehenden Staubbeutel. Da die Narbenöffnung jedoch so gestellt ist, daß sie nur beim (Eindringen, nicht beim Rückzug des Insektenrüssels bestäubt werden kann, so ist der Schwertlilie auf diese Weise die Fremdbestäubung gesichert.

Schwertelgewächse oder Iridaceen. KI. III. Ausdauernde Pflanze April, Mai. H. 0,08 – 0,10 m.

 

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