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Botanisches Bilderbuch für Jung und Alt. Erster Teil

Franz Bley: Botanisches Bilderbuch für Jung und Alt. Erster Teil - Kapitel 182
Quellenangabe
typereport
authorFranz Bley
titleBotanisches Bilderbuch für Jung und Alt. Erster Teil
publisherVerlag von Gustav Schmidt
year1897
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
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Stamm der Gilgen, Liliiflorae.

Die Familien der Liliengewächse, von denen das Maiblümchen, die Einbeere, die Weißwurz, die Schattenblume, die Waldtulpe, der Goldstern besprochen sind, der Schwertelgewächse (Safran, niedriger und Wasser-Schwertel) und der Amaryllisgewächse (Narzisse, Schneeglöckchen, Knotenblume) bilden zusammen mit mehreren andern, von denen bei uns nur noch die Zeitlosengewächse, Colchicaceen, vertreten sind, den Pflanzenstamm der Gilgen oder Liliifloren. Der Keimling der zu den Gilgen gehörigen Pflanzen entwickelt nur ein Keimblatt; sie gehören also zu den Einkeimblättrigen oder Monokotyledoneen. Es sind ausdauernde Gewächse mit ungeteilten Blättern und zwitterigen oder seltener scheinzwitterigen Blüten. Die unterirdischen Stammteile sind entweder Zwiebeln, Knollenstöcke oder Rhizome, die oberirdischen Stammbildungen krautige Stengel. Die Frucht der Gilgengewächse ist eine Kapsel oder eine Beere. Die Blüten bestehen aus einem 6 oder 8blättrigen, in zwei Kreisen angeordneten Perigon, dessen Blätter bisweilen verwachsen sind, aus zwei meist dreigliederigen Wirteln von Pollenblättern, von denen bisweilen jedoch nur die Antheren eines Wirtels ausgebildet sind, und aus einer bald ober-, bald unterständigen Fruchtanlage mit einem, drei oder vier Griffeln. Eine große Anzahl von Arten zeichnet sich durch Duft und Farbenpracht aus und ist deshalb als Garten- und Zimmerschmuck in den Dienst des Menschen gezogen, andere, wie die tauche, Zwiebeln und Spargel, sind wichtige Nutzpflanzen.

 

siehe Bildunterschrift

Rasensimse, Scírpus caespitósus L.

Die Rasensimse ist in den Sümpfen und Mooren des nördlichen Europa, Asien und Amerika weit verbreitet. Sie bildet mit ihren kurzen Halmen, die am Grunde von Scheiden umgeben sind, dichte starre Rasen. Die oberste Scheide endet in ein kurzes Blättchen, sonst ist die Pflanze blattlos; zum Ersatz für die mangelnde Belaubung ist die Rinde des hohen Stengels mit grünem, transpirierendem Gewebe ausgestattet. Auf der Spitze jedes Stengels steht eine kurze, braunrote, wenigblütige Ähre. Die Blüten sitzen in den Achseln schuppenförmiger, dachziegelartig sich deckender Blättchen, die man als Spelzen bezeichnet. Sie bestehen aus dem Fruchtknoten, auf dem der mit dreiteiliger Narbe gekrönte Griffel sitzt, und aus den drei Staubblättern; das Perigon, die eigentliche Blütenhülle, ist zu sechs kleinen Borsten verkümmert. Die langgestielten, über die Spelzen hervortretenden Antheren zeigen, daß die Simsen oder Binsen für die Windbestäubung eingerichtet sind. Die Frucht ist eine dreikantige glatte Nuß.

Cypergrasgewächse, Cyperaceen. Kl. III. Ausdauernde Pflanze. Mai, Juni. H. 0,10 – 0,30 m.

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