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Blumen des Bösen/Les Fleurs du Mal

Charles Baudelaire: Blumen des Bösen/Les Fleurs du Mal - Kapitel 37
Quellenangabe
typepoem
titleBlumen des Bösen
authorCharles Baudelaire
translatorTerese Robinson
publisherGeorg Müller Verlag
addressMünchen
year1925
senderreuters@abc.de
created20040730
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Dir dieses Lied

Dir dieses Lied, wenn meines Namens Klang
An ferner Zeiten bleichen Strand getragen
Und abends Menschen träumen macht und klagen,
Ein glückhaft Schiff, das aus dem Norden drang,

Dass dann dein Name, gleich verwehten Sagen,
Den Leser quält, wie müder Trommelsang,
Und ewig du durch tief geheimen Zwang
In meiner stolzen Reime Netz geschlagen.

Verwünschtes Wesen, dem im Weltbereich,
In Höhn und Tiefen nur ich selber gleich,
O Schatten, dessen Spuren schnell vernichtet,

Du trittst in Staub mit leichtem Fuss und Herz
Das blöde Volk, das dich zu streng gerichtet,
Steinäugig Götterbild, die Stirn aus Erz!

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