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Blumen des Bösen/Les Fleurs du Mal

Charles Baudelaire: Blumen des Bösen/Les Fleurs du Mal - Kapitel 32
Quellenangabe
typepoem
titleBlumen des Bösen
authorCharles Baudelaire
translatorTerese Robinson
publisherGeorg Müller Verlag
addressMünchen
year1925
senderreuters@abc.de
created20040730
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Der Besessene

Die Sonne ward vom schwarzen Flor umhüllt.
O meines Lebens Mond verlösch die Strahlen;
Umwölk' dich, schlummre ein, verstumm' in Qualen
Und sink ins Leere tief und leider füllt:

So lieb' ich dich. Doch bist du heut gewillt,
Ein neuer Stern aus Schatten, neblig fahlen,
Mit deinem Glanz vor Toren hell zu prahlen,
So funkle Dolch, dein Sehnen sei gestillt!

Entflamme deinen Blick an tausend Kerzen!
Entflamme Gier in tausend rohen Herzen!
Wild oder matt, nur Lust kann dir entblühn;

Sei, was du willst, sei Nacht, sei rosiges Glühn;
All meine Fibern fühl ich nach dir beben:
Mein König Belzebub dein ist mein Leben!

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