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Blockhaus an der Wolga

Max Barthel: Blockhaus an der Wolga - Kapitel 8
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pfad/barthel/blockhau/blockhau.xml
typefiction
authorMax Barthel
titleBlockhaus an der Wolga
publisherDer Freidenker
year1930
firstpub1930
correctorreuters@abc.de
senderAlexander Barthel
created20111110
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SIEBENTES KAPITEL

Das Gesetz

Im vierzehnten Jahrhundert kamen die Litauer an die Nordwestküste des Schwarzen Meeres, die Tataren folgten und später die Türken. Im Jahre 1795 wurde von den Russen in der Bucht von Chadshibejile eine Stadt gegründet, die sie nach einer verschollenen griechischen Siedlung Odessa nannten. Aus zehntausend Einwohnern wurden im letzten Jahrhundert eine halbe Million. Nach den kriegerischen Erschütterungen kamen die sozialen Erschütterungen im neuen Jahrhundert. Auch Kriege verändern die Welt, und der Bürgerkrieg, der in Odessa von 1917 bis 1920 tobte, hatte ein Drittel der Häuser in Schutt und Asche gelegt, hatte einige hunderttausend Menschen getötet oder auf das flache Land vertrieben. Dann kam die große Hungersnot und schlug unbarmherzig auf die schon geschlagene Stadt ein, die sich so schön auf der Hochfläche über dem Meere erhebt Wir kamen im Sommer 1920 nach Odessa. Es war ein sehr guter Gedanke, uns über den breiten Boulevard zuerst nach dem Meer zu bringen. Wir fuhren ans Meer. Die Bucht erinnert leise an den Golf von Neapel. Wir wurden noch viele Male an Italien erinnert, an Italien, das durch Jahrhunderte alte Handelsverbindungen mit Odessa verknüpft ist: viele Straßenschilder trugen russische und italienische Inschriften. Vor uns leuchtete die blaue Flut des Schwarzen Meeres. Von allen Kriegen um diese Bucht wußten wir wenig. Wir stiegen die breite Freitreppe zum Strand hinunter, rissen uns die Kleider vom Leibe und stürzten in die Flut. Der weite Strand wimmelte von unzähligen nackten Menschen. Auch wir vermenschlichten uns, wir schwammen im Meer, lachten und waren wie Kinder. Die Technik des Krieges und des Bürgerkrieges hatten wir vergessen. Das reine Wasser spülte allen Staub der Reise und der Manifeste vom Kongreß von uns ab. Wir erfüllten das Gesetz: uns zu freuen, faul in der Sonne zu liegen und nahe der Erde, der Sonne, der Luft und dem Wasser zu sein.

Dann fuhren wir mit einigen Booten auf das leuchtende Meer hinaus.

Hinter uns stand die hochgebaute, schluchtenreiche Stadt. Vor uns flammte die Sonne, kühlte der Wind, spiegelte und ruhte das Meer. Ein schmales Kanonenboot schoß an uns vorüber nach den Minenfeldern weit draußen. Dort lagen, unsichtbar, französische Schlachtschiffe und blockierten die Küste. Einmal hörten wir fernen Kanonendonner. Da verknüpften wir unsere Boote zu einer schwankenden Kette und stimmten unsere alten Kampflieder an. Vielleicht ward einmal eine große Untersuchung über die Rolle der Musik im Kriege geschrieben werden; sie muß einmal geschrieben werden, denn die hymnischen Kanonaden der Kriegslieder und Kampfgesänge brüllen genau so nach Blut und Vernichtung wie ihre metallischen Verbündeten, die lauten Geschütze.

Als wir uns dem Strande näherten, fegte ein elegantes Sportboot an uns vorüber. In diesem Boote saßen einige wohlgepflegte Damen und Herren, an denen der Bürgerkrieg spurlos vorübergegangen war. Wir landeten, und ein Russe sagte, es sei schade, daß Martynoff, der Vorsitzende der Tscheka, sich diesen Fang habe entgehen lassen. Und da kam schon Martynoff, hörte diese Worte und sagte: Nein, er kenne diese Leute ganz genau, aber alles zu seiner Zeit. Es sei Sowjetbourgeoisie, und in den Konzentrationslagern sei noch viel Platz.

Odessa ist eine moderne Stadt mit breiten, wohlerhaltenen Straßen. Im Frühling 1920 war die Sowjetmacht zum dritten Male und nun endgültig aufgerichtet worden, aber auf der Tagesordnung des Revolutionsausschusses nahm die Militärfrage immer noch die größte Zeit der Beratung in Anspruch. Die neue Grenze gegen Rumänien war nicht weit. In der Krim hatte sich der General Wrangel verschanzt. Machno operierte im Norden. Fast jeden Tag wurden Spione erschossen. Der Hafen war tot und verlassen, die Schuppen, Kais und Kräne vertrauerten. Aus der Steppe wehte Sandsturm und färbte die grünen Bäume auf dem Boulevard grau und schmutzig.

Vor einigen Tagen nun war das erste Schiff eingelaufen, ein Italiener, und hatte Medikamente an Bord: Chinin, Aspirin, Chloroform und chirurgische Instrumente, Verbandstoff und Serum, alte Bestände aus dem großen Krieg. Diese Ladung war nun nicht gerade erste Qualität, aber es war doch die erste große Hilfe für das arme, krankheitgeschüttelte Land. Die Italiener nahmen Weizen mit nach dem Westen.

Die Stadt war noch voller Erregung über diesen Besuch: Zum erstenmal war die Blockade durchbrochen, zum erstenmal fuhr nach dem Bürgerkriege ein Schiff über das Meer und brachte kein Kriegsmaterial sondern Heilstoff, nahm keine Flüchtlinge mit sondern Weizen. Auch die Italiener waren verwundert, und als der Kapitän Odessa sah, sagte er zu Kasandroff, den ich damals kennenlernte:

»Man hat uns immer gesagt, in Odessa sei Raub und Mord. Man hat uns gesagt, wir müßten bewaffnet durch die Straßen gehen; die Räuber würden uns überfallen.«

»Die Räuber haben wir liquidiert, Bürger«, hatte Kasandroff geantwortet.

Auf unserer Reise spielte in Odessa der Hauptmann Sadoul die Hauptrolle. Im November 1918 erzwang die französische Flotte die Übergabe der Stadt an die Gegenrevolution. Einige Kreuzer unter der Führung von Marty und Badina verweigerten die Kanonade. Sadoul war von Moskau gekommen und unterstützte den Aufstand der französischen Rebellen.

Bei dem Meeting im Theater nun beschwor Sadoul die französische Delegation, in ihrer Heimat gegen die immer noch drückende Blockade zu arbeiten. Und die Franzosen schworen. Aber auf der Heimreise vom Schwarzen Meer ertranken sie hoch im Norden, im Weißen Meer: Raimond Lefebre, Lepetit und Verguet.

Auf dem Wege nach dem Hotel wurden wir von den Leuten wiederum begrüßt. Ein kleines Mädchen sprang Merkel um den Hals. Er faßte die Kleine und küßte sie. Dann stellte er das kleine Fräulein behutsam auf die Erde. Vom Hafen her überschlug sich der geisterhafte Lichtkegel des Scheinwerfers und jagte blitzschnell auf das Meer hinaus, in die Dunkelheit, eine weiße geisterhafte Flamme in gleißender Schärfe.

Am nächsten Morgen hing ein Gewitter über der Stadt.

Auf der breiten Straße vor dem Hotel exerzierten die Arbeiter.

Viele von den Bewaffneten trugen noch keine Uniformen, ihre Kleider waren zerlöcherte Lumpen. Die wenigsten hatten Schuhe an den Füßen. Die meisten waren barfuß. Sie schulterten die Gewehre. Der Regen rieselte.

Der Donner krachte. Wir besuchten eine berühmte Artilleriewerkstätte.

Sie lag am anderen Ende der Stadt.

Wir kamen in eine andere Welt.

Die Steinhäuser hatten flache Dächer, die Straßen waren nicht mehr so wohlgepflegt. Enge Gassen öffneten sich wie dunkle Schläuche. Auf freiem Feld, das mit Draht eingezäunt war, standen beschädigte Kanonen. Geschütz stand neben Geschütz und reckte sein rundes Maul in den nun wieder blauen Himmel. Aus einem Kanonenrohr flatterte ein Vogel empor. Er hatte sich in der Kanone sein Nest gebaut. Ich war damals noch kriegerischer gesinnt als heute, aber doch schien mir dieser singende Federball das schönste Geschoß zu sein, das jemals emporgeschleudert werden kann.

Viele von uns waren im Weltkriege gewesen. Nun besahen wir uns mit kritischen Augen die Etappe. Hier wurden kranke Kanonen wieder gesund gemacht und Maschinengewehre eingeschossen. Natürlich gab es ein Meeting. Die Arbeiter strömten in den Hof, junge Mädchen mit roten Kopftüchern sammelten sich um uns, und als Maartens sprach, beobachtete ich die Gesichter der vielen Menschen.

Damals waren wir ja fast alle taub und stumm und konnten uns nur durch die Übersetzer verständigen. Wir hatten nur unsere Augen. Und was konnten wir bringen? Nichts als schöne Worte. Aber schöne Worte machten nicht satt. Schöne Worte hatten diese Menschen schon tausendmal gehört. Von den Roten und auch von den Weißen. Unter den vielen Mädchen war ein herrliches Geschöpf mit kühnem Gesicht und voller Brust. Sie hörte nicht zu, was der Holländer und der Übersetzer sagte. Sie schickte das Blickfeuer ihrer Augen zu einem jungen Burschen und zeigte ihre schönen Zähne, als der Bursche zurücklächelte.

Auch die beiden Menschen erfüllten das Gesetz.

Die Russen erzählten uns große Geschichten über diese Werkstatt und berichteten auch von einem Panzerzug, der schwer beschädigt von der polnischen Front kam. Die Ingenieure schätzten die Reparatur auf sieben Tage, die Belegschaft aber soll in drei Schichten achtundvierzig Stunden hintereinander gearbeitet haben. Nach drei Tagen stand der Panzerzug für die Front bereit. Diese vielen Geschütze und Erzählungen verleiteten auch uns zu kriegerischen Taten: wir lagen auf den Schießständen und schossen englische Maschinengewehre ein. Am besten schoß der kleine Merkel, der nie an der Front war. Goldenberg traf niemals das Ziel.

Vom Krieg aus reisten wir in den Bürgerkrieg hinein.

Wir besuchten ein großes Konzentrationslager.

Das Lager war früher einmal eine Kadettenanstalt gewesen. Jetzt saßen dreizehnhundert Menschen darin. Es war groß und von grünen Gärten umgeben. Am Eingang erwartete uns ein junger Offizier. Er hatte seine Naganpistole im Gürtel. In der rechten Hand trug er eine Knute.

Die Gefangenen wurden auch außerhalb des Lagers beschäftigt und waren Spekulanten, Diebe, ungetreue Sowjetleute und Bürger. Wir besahen uns die Arbeitsräume. Der Offizier begleitete uns. Die Internierten freuten sich auf den Besuch und hofften auf Amnestie. Unsere Franzosen, die nichts von jener Hoffnung wußten, unterhielten sich und sagten, die Leute hier seien besser untergebracht als die Sträflinge in den französischen Gefängnissen. Einige Häftlinge, die französisch verstanden, machten lange Gesichter.

Im Arrestlokal saßen zwei geschminkte Mädchen. Sie lärmten und erklärten, sie seien unschuldig, sie wüßten nicht, warum man sie eingesperrt habe. Sie wollten ja gerne arbeiten, aber man ließe sie ihrer Arbeit nicht nachgehen. Der mitleidige Merkel befragte sie nach der Art ihrer Beschäftigung, und da sagten sie, sie seien ehrliche Straßenmädchen.

Die Staatsräson kam dann in Gestalt des Genossen Martynoff.

Wir stiegen einen Seitenflügel hoch und begegneten einigen vornehmen Damen, denen auch die Gefangenschaft den Adel gelassen hatte. Zarte Rokokogesichter blickten uns angstvoll und doch strahlend an. Als sie unseren Begleiter mit der Knute sahen, duckten sie sich, wurden noch hilfloser und schlichen gedrückt vorüber. Martynoff blitzte den jungen Offizier kalt an, und in einem schönen wohlausgestatteten Zimmer brach das Unwetter los.

In diesem Zimmer wohnte eine junge, hübsche Dame. Sie sah hochmütig auf uns, aber ihr Hochmut zerbrach sehr schnell, als sie neben dem Offizier Martynoff erblickte. Diese Dame war, das erfuhren wir bald, eine russische Fürstin. Sie war die Geliebte des Lagerkommandanten und hatte sich dadurch von der Arbeit und strengen Haft befreit.

Martynoff sagte kein Wort zu ihr.

Er schrie den Offizier an, dieses Lager sei kein Sanatorium, es sei ein Straflager, hier müsse gearbeitet werden, und für Arbeit wolle er schon sorgen. Dann gab er den Befehl, die Fürstin in die Moorbäder abzuschieben. Als die Frau den Befehl hörte, stürzte sie auf die Knie, streckte die Arme aus und weinte. Dann versteinerte sie plötzlich mitten in ihrem flehenden Bitten.

Sie erhob sich, war wieder Dame und sagte zu Martynoff:

»Machen Sie mit mir, was Sie wollen. Sie haben ja die Macht.«

Martynoff antwortete nichts.

Er drehte sich um, und wir folgten ihm.

Der Lagerkommandant wurde weiß und rot, dann rief er zwei Soldaten und ließ seine Geliebte in die Moorbäder transportieren. Sie ließ sich ruhig abführen.

Wir waren am Ende der Besichtigung.

Am Tore des Lagers kam uns ein Zug mit fünf Gefangenen entgegen. Es war die Besatzung des großen Sportbootes, das wir am ersten Tage gesehen hatten. Einer von den Gefangenen lachte verächtlich, als er den Mann mit der Knute und der Pistole sah. Dann blickte er Martynoff starr an, als wolle er sich für immer das Gesicht einprägen.

Der Mann, der lachte, floh später ins Ausland, kam nach drei Jahren aus Paris zurück und schoß dann Martynoff nieder.

Es war Grammatikoff.

Die Fürstin wurde in die Moorbäder transportiert, aber wir waren mit unseren Autos früher da als sie. Der Schlamm des Meeres wurde nach den Anlagen durch große Röhren gepumpt, durch Heißluft erhitzt und auf die nackten Leiber der Patienten gelegt. Ausgedehnte Salinen waren nicht weit, ein richtiger Kurbetrieb hatte sich entfaltet, nur daß die Kurgäste diesmal aus dem tiefen Volke kamen und sich von ehemaligen Herren und Damen der Oberklasse bedienen lassen konnten. Von der Heilkraft der Bäder wurden Wunderdinge erzählt, wie eben um jedes Bad Wundergeschichten von großartigen Heilerfolgen schweben. Ich kam mit einem jungen Mädchen – sie stammte aus Bessarabien – ins Gespräch. Sie schwärmte, wie viele Russinnen, für den Westen. Vor dem Kriege hatte sie in Berlin und Leipzig Musik studiert. Die Liebe zur deutschen Musik machte sie verwegen und ließ sie sagen, Deutschland sei das schönste und musikalischste Land der Welt und jeder Bauer habe ein Klavier in der guten Stube. Ich war geschmeichelt und ließ ihr den guten Glauben.

Der Chefarzt der Bäder trumpfte auf und zeigte einige Patienten, die früher nicht laufen konnten und sich nun frei bewegten. Er war besessen von dem Glauben an sein Sanatorium und darum ein guter Arzt. Dann kam das Volk selbst, eine jüdische Frau aus Odessa, die zum erstenmal in ihrem Leben in einem Kurort war. Sie unterstützte die neue Regierung, aber nach diesem Bekenntnis kam die große Klage, die wir schon so viele Male gehört hatten: es ist große Not im Lande, es fehlt an Kleidung und Nahrung, und die Kinder hungern. Wir, die Ausländer, müßten helfen.

Lawinen der Hoffnung sind damals über uns zusammengestürzt und haben uns begraben. Die Kämpfe im Westen um den neuen Umsturz sind nur die Zuckungen der Verschütteten.

Damals gab es noch den sogenannten »Pajok«, das war die teilweise Naturalisation des Arbeitslohns. Nur die Werktätigen bekamen Verpflegung, und der Pajok in der »Fabrik für landwirtschaftliche Maschinen« betrug im Monat zwanzig Pfund Mehl, ein Liter Öl, zwei Pfund Marmelade, ein Pfund Salz, ein Viertelpfund Tabak, vier Lot Pfeffer und einige Kleinigkeiten. Davon konnte kein Mensch leben, und so waren noch für den freien Handel monatlich fünfzehntausend Rubel bestimmt, aber für das entwertete Geld konnte wenig gekauft werden. In den Fabriken wurde für die umliegenden Dörfer auf eigne Rechnung gearbeitet und Metallarbeiten und Feuerzeuge hergestellt. Es war ein Jammerleben. Der Bürgerkrieg hatte auch diese Fabrik in Schutt und Trümmer gefegt. Wie durch ein Wunder war das Maschinenhaus unversehrt geblieben.

Wir gingen durch diese Trümmerhaufen.

Merkel wollte sie als Symbol der russischen Industrie überhaupt gelten lassen. Das war zu pessimistisch, die Industrie hat sich in den letzten Jahren mächtig erholt, aber die geborstenen Mauern, das steinige Feld der Sprengungen und die aufgerissenen Wände erinnerten doch an die wirkliche Lage in Rußland.

Inmitten der Trümmer waren die Arbeiter beschäftigt.

Sie standen an den Maschinen, über sich den nackten Himmel als Dach. Die Maschinen lärmten und hetzten, als sie gegen das ihnen feindliche Material der Rohstoffe ankämpften und doch die zweckmäßige Form erzwangen: die Form der Pflüge, nach denen die schwarze Erde hungerte. Auch die Arbeiter hungerten. Viele von ihnen trugen Anzüge aus Sackleinwand anstatt der Kleider. Wir schämten uns unsrer Anzüge. Wir schämten uns auch der guten Verpflegung, denn das Mittagsmahl der Männer an den Maschinen bestand aus einem Stück trockenen Brot, einer halben Melone und einem Glas kalten Wasser.

Das war schon das wirkliche Leben, das wir in der Fabrik sahen, das nackte Leben wie damals in Fastow, und es war selbstverständlich, daß unsere russischen Freunde hier kein Meeting aufzogen. Sie zogen kein Meeting auf, aber sie zeigten uns die große hydraulische Presse im Hof, neben der stählerne Hügel halbfertiger Granaten lagen. Im Krieg diente diese Fabrik der Front und stellte Granaten gegen die Deutschen her. Als später die Deutschen nach Odessa kamen, produzierte diese Presse ebenso unparteiisch ihre sausenden Granaten gegen die Russen.

Die Tage waren schön, wenn sie auch oft mit dem Schrecken verschwistert waren. Am klarsten ist mir ein Abend in der Erinnerung geblieben, den ich mit Merkel und Maartens als Gast bei Kasandroff verlebte.

Kasandroff gehörte zum Revolutionsausschuß wie Martynoff, der später erschossen wurde, und bewohnte eine kleine Villa auf dem Plateau über dem Meer. In der Villa hatte sich eine kleine Kommune gebildet, sechs Menschen hatten sich zusammengetan. Am Tage arbeiteten sie – drei Männer und drei Mädchen – irgendwo in den Ämtern der Stadt, am Abend aber wurde bis spät in die Nacht hinein noch einmal in wilden Diskussionen die alte Welt zerschlagen. Die Wirtschaft in dem Hause wurde von einer hübschen, jungen Griechin geführt.

Auf der Fahrt zu Kasandroff erzählte mir Maartens eine mysteriöse Geschichte von einem jungen Mädchen in Moskau, bei dem er geschlafen haben wollte. Sie sei reizend gewesen und politisch sehr interessiert. Ich Narr gratulierte ihm noch dazu. Viel später erst hörte ich, daß Jenes Mädchen Katja gewesen war.

Wir wurden mit großer Gastfreundschaft empfangen.

Die junge Griechin brachte Tee, Brot und Zigaretten, wir saßen eng zusammen, aßen, rauchten, tranken, und dann erzählte Maartens eine merkwürdige Geschichte aus Java. Auch Merkel hob seinen großen Kopf aus den verwachsenen Schultern und berichtete von seiner Tätigkeit als deutscher Volksbeauftragter. Sein Bericht war eine Tragikomödie wie der ganze Novemberumsturz. Die zierliche Sonja, Kasandroffs Freundin, unterbrach das politische Gespräch und holte den kleinen Buckligen zum Tanz. Der Anblick der Tanzenden war grotesk und wir lachten sehr. Ein blonder Russe, der bis jetzt noch kein Wort gesagt hatte, der immer nur lächelte – er diente in der Tscheka, hörte ich später – stellte eine Flasche französischen Kognak auf den Tisch, erlesene Beute aus der Zeit der französischen Invasion und bekam von seiner Freundin einen Kuß dafür.

Wir waren für den Kognak, wir küßten nicht den Lächelnden, wir küßten die kleinen Gläser, in denen der Branntwein bernsteingelb funkelte. Nach dem zweiten Glas bekam Merkel glänzende Augen. Er begann zu singen und stimmte ein kleines Volksliedchen an, das er noch aus seiner Jugend her kannte. Das kleine Liedchen, rührend wie der erste Feldblumenstrauß, wurde bald von den dröhnenden Bässen und stürmischen Sopranen der Russen und ihrer Mädchen hinweggefegt.

Kasandroff hielt Sonja in den bärenhaften Armen und sang herrlich. Ich habe ihn niemals wieder so schön singen gehört. Die zierliche Sonja starb im selben Jahr an Typhus. Kasandroff ging in die Armee und später an die Wolga zu den stummen Fischen. In jener Nacht aber sang er herrlich, und als sein Lied vom Don und der Schönheit und Schwermut der Steppe beendet war, baten wir ihn um eine Geschichte aus Odessa.

Zuerst wollte er nichts erzählen, aber Sonja und die Russen unterstützten uns. Da gab er nach, hielt Sonja umschlungen und begann. Viele seiner Geschichten habe ich vergessen, denn der stille, ewig lächelnde Tschekist brachte noch einige Flaschen Kognak aus der Versenkung. Diese Nacht wurde eine berauschte Nacht, aber einige Geschichten sind doch wie Schiffstrümmer in den hellen Tag meiner Erinnerung geschwemmt worden und sollen nun auf neue Fahrt gehen. Maartens hatte vorher die Episode von der weißen und der roten Liebe erzählt und ein wenig über die Unfehlbarkeit der Apparatleute gespottet, die für jede menschliche Regung der menschlichen Seele eine bestimmte Richtlinie vorschrieb und jede Abweichung streng bestrafte. Kasandroff nahm Partei für den Mann, der eine Bürgerliche geheiratet hatte. Seine Sonja interessierte sich auch nicht für das harte Spiel der Politik. Dann sagte er:

»In unsre Partei, Maartens, drängen sich viele zweifelhafte Elemente. Wir haben die Macht, weißt du, und die Macht verlockt auch Banditen.«

»Macht und Verbrechen hängen doch ganz dicht zusammen«, sagte Merkel und schlug mit der Faust auf den Tisch. »Macht und Verbrechen sind doch Geschwister, daß du es nur weißt!«

Kasandroff lächelte.

»Gib ihm keinen Kognak mehr, er ist schon betrunken«, sagte er zu dem Tschekisten und erzählte weiter.

»Wir sind nun vier Monate wieder in der Stadt. In dieser kurzen Zeit haben wir zweihunderteinunddreißig Leute aus der Partei ausgeschlossen. Es waren Räuber und Banditen dabei und auch solche Männer, die sich nicht bewährten. Ein Beispiel:

Der Genosse Ssorin war Vorsitzender der Waldarbeiten der vierzehnten Armee, ein tüchtiger und zuverlässiger Mensch. Im November 1919 wurde er von den Weißen verhaftet und vor Gericht gestellt. Dort verteidigte er sich damit, er sei nur gezwungenes Mitglied der bolschewistischen Partei gewesen und rettete mit dieser Aussage sein Leben. Als wir die Stadt einnahmen, wurde Ssorin wegen Feigheit und Verrat der Revolution vor das Parteigericht gestellt. Nach vielen Sitzungen, in denen der Angeschuldigte erklärte, ja, zugegeben, er sei nicht besonders tapfer gewesen, aber er glaube, kein Mensch müsse sich zwecklos opfern, sondern der Bewegung erhalten, wurde er freigesprochen.«

»Sehr gut. Bravo!« sagte Maartens.

Kasandroff lächelte wieder und fuhr fort:

»Ja, er wurde freigesprochen, aber das Urteil wurde kassiert und eine neue Verhandlung festgesetzt. Und nun wurde er doch aus der Partei ausgestoßen. Da er aber Spezialist war, auf seinem Posten belassen.«

Merkel knurrte unverständliche Worte vor sich hin. Als er ausgeknurrt hatte, erzählte der Russe weiter.

»Ich blieb in Odessa, als die Weißen da waren. Wir schickten damals einen Matrosen aufs Land, er sollte dort als Bauer leben und die Verbindung mit uns aufrechterhalten. Er sollte auch eine bolschewistische Zelle bilden. Er arbeitete gut und wir waren zufrieden. Als nun Denikin liquidiert war, kamen aus dem Dorfe Beschwerden: unser Mann sei immer betrunken gewesen, hätte schlecht gearbeitet und dadurch die Bewegung geschädigt. Die Untersuchung aber ergab, daß die Anschuldigungen von solchen Leuten stammten, die sich in die Partei eingeschlichen hatten, um sich zu bereichern. Also Banditen. Der Matrose hatte sie erkannt und gegen sie gearbeitet. Daher der ganze Haß.«

»Und was geschah mit den Denunzianten?« fragte Maartens.

»Wir haben sie erschossen«, antwortete Kasandroff gleichgültig.

Die Griechin kam und brachte neuen Tee, der nichts als gelbes, heißes Wasser war. Das Mädchen kam aus einem der nahen griechischen Dörfer und war sehr schön. Ihren Namen habe ich vergessen. Merkel wollte sie küssen, aber sie wehrte sich und lief aus dem Zimmer, durch das die blauen Tabakwolken zogen. Sonja stieß ein Fenster auf. Unter uns lag das weite Meer. Wir hörten die Wellen mit sich selber sprechen.

»Laß das Mädchen«, brummte Kasandroff, »sie ist zwar eine Griechin, und wir haben unter den Griechen viel gelitten.«

»Unter den Griechen?« fragte ich.

»Ja. Auch Griechen kamen während der Intervention nach Odessa. Sie machten aus der Kaufmannsbörse einen Pferdestall«, antwortete er und fuhr höhnisch fort: »Sie haben ja auch aus ihren Tempeln Ställe für die Ziegen gemacht. Erst die Deutschen mußten kommen und dann die Engländer, um die alten Kunstwerke neu zu entdecken. Wir haben die Griechen davongejagt, den Stall ausgemistet und einen Klub darin errichtet... Was wißt denn ihr von der Revolution? Sonja, was wissen unsere ausländischen Freunde von dem, was wir damals alles ertragen und erlitten haben?«

Das Mädchen erschauerte.

»Seht sie an, die Sonja«, sagte er dann, »seht sie euch an, das Täubchen! Einmal hat sie einen ungarischen Offizier erstochen.«

Sonja verbarg ihr Gesicht.

»Bitte, erzählen«, sagte ungerührt der Holländer. »Nein, nein«, flüsterte das Mädchen. Aber Kasandroff erzählte.

»Die ungarischen Offiziere gingen in Odessa nur mit der Reitpeitsche spazieren«, sagte er. »Und sie schliefen jede Nacht bei einer anderen Frau. Ich hielt mich versteckt, und einmal spazierte ich mit Sonja in der Dunkelheit nach dem Meer. Ein Ungar, der nach Weiberfleisch aus war, hielt uns an der großen Treppe an.

Er berührte Sonja mit der Peitsche und sagte: »Komm mit.«

»Das ist meine Frau, Herr Offizier!« sagte ich.

Da schlug mir der Hund mit der Reitpeitsche ins Gesicht und ließ mich verhaften. Er lachte und führte Sonja mit sich. Ich wurde nach dem Bahnhof gebracht und in einen Viehwagen eingesperrt, der von vier Soldaten bewacht war. Ich dachte an meine Frau und hämmerte mit den Fäusten an mein Gefängnis. Die Soldaten aber lachten nur.

Die Besatzungstruppen waren in voller Auflösung, das wußte ich. Jeden Tag desertierten Soldaten. In jener Nacht wurden wieder Deserteure auf den Bahnhof eingebracht und in die Viehwagen geschmissen. Sie meuterten. Da ging meine Wache zu ihnen hinüber, um sie mit den Reitpeitschen zu beruhigen. Ich konnte mich durch ein kleines Fenster zwängen und fliehen. Ich stürzte nach Hause und fand – Sonja!

›Wo ist der Offizier?‹ fragte ich böse.

Sie sagte kein Wort.

Sie zeigte mir ihren blutbeschmierten Dolch.« Wir waren ganz still. Das Mädchen weinte.

In der dämmernden Stille wummerten die Geschütze ganz leise von der Front in der Krim. Die Griechin kam wieder ins Zimmer und hockte sich in eine Ecke. Sie hatte Angst vor der Nacht und dem fernen Geschützkampf. Dann schlug vom Meere her eine Sekunde lang der Lichtkegel des Leuchtturms in das Zimmer. Die Mädchen schrien auf.

Kasandroff erzählte weiter.

»Die Italiener kamen vor einer Woche nach Odessa und hatten Angst vor den Räubern.«

»Eine Minute, Kasandroff«, sagte der lächelnde Russe, der noch kein Wort gesagt hatte, »eine Minute, bitte.« Er sprang auf, ging aus dem Zimmer und kam mit einer Korbflasche italienischen Wein wieder. »Das habe ich ganz vergessen«, sagte er seufzend. »Den Wein habe ich gegen ein ukrainisches Hemd bei den Matrosen eingetauscht.«

»Spekulant!« lachte Kasandroff.

Die Griechin kam und goß in die Teegläser roten Wein.

Wir wurden immer berauschter.

Sonja weinte schon lange nicht mehr.

Sie lachte und kicherte mit den anderen Mädchen.

Auch das griechische Fräulein bekam ein Glas Chianti. Sie wollte wieder in ihre dunkle Ecke gehen, aber ich zog sie neben mich auf das breite Sofa. Sie blieb ruhig sitzen. Unsre Gastgeber lachten. Merkel setzte sich auch zu uns. Maartens war eingeschlafen.

»Odessa war ein großes Räubernest«, begann Kasandroff von neuem. »Die vielen Umstürze hatten rund dreißigtausend Räuber in unsre Stadt geworfen. Wir haben das statistisch berechnet, Merkel! Sie waren natürlich eine große Plage. Wer sich nach vier Uhr nachmittags auf der Straße sehen ließ, wurde ausgeplündert. Den Bürgern wurden schwere Kontributionen auferlegt. Auch wir waren machtlos.

Auch die Weißen waren gegen die Räuber machtlos.

Die Großkaufleute von Odessa organisierten sich, erklärten den Streik gegen die Banditen und schlossen die Geschäfte. Sie beriefen eine große Protestkundgebung in der Börse ein. Die Kundgebung wurde von den Räubern gesprengt, die Kaufleute ausgeplündert und im Hemd durch die Stadt gejagt. Dann stießen die Briganten auch gegen uns vor.

Sie verhafteten einige hervorragende Genossen.

Sie schickten eine Deputation zu uns und ließen erklären, daß die Freigabe unserer Leute nur gegen ein Lösegeld in der Höhe von einer Million Rubel erfolgen könnte. Die Deputation ließen wir erschießen. Unsere Leute kamen auch ohne Lösegeld frei. Die Banditen hatten Angst vor uns, aber sie lockerten ihre Dolche und entsicherten ihre Pistolen. Wir entsicherten unsere Gewehre und trafen viel besser.

Eine neue Deputation rückte an.

»Laßt uns in Frieden«, sagte sie. »Wir sind ja Verbündete. Auch wir kämpfen gegen den Kapitalismus.« Wir machten keinen Frieden.

Martynoff war von Moskau gekommen und stellte seine Truppen zusammen. Wir griffen mit eisernen Händen zu. Tag und Nacht knallten die Gewehre. Tag und Nacht krachten die Handgranaten. Odessa wurde gesäubert. Winitzki, ihr berühmter Führer, wurde gefangengenommen und erschossen.

»Wenn ihr Odessa verlassen müßt«, erklärten die Banditen darauf, »werden wir euch Hunde in den Rücken schießen.«

Aber als wir wirklich gehen mußten, schoß uns kein Räuber in den Rücken. Wir hatten die Banditen vorher liquidiert. Martynoff kannte keinen Pardon. Kleine versprengte Haufen flohen aus Odessa, gingen zu Denikin über, zu Wrangel oder zu Machno.«

»Zu Machno?« fragte Merkel.

»Ja. Hast du etwas dagegen, lieber Genosse?« antwortete Kasandroff höflich.

»Nein, nein«, sagte Merkel und beschäftigte sich wieder mit dem griechischen Fräulein. Aber sie konnte ihn nicht leiden, sie lehnte sich zu mir herüber und lächelte.

Ich lächelte zurück.

Was in jener Nacht noch erzählt wurde, weiß ich heute nicht mehr.

Ich verließ das Zimmer und spazierte mit der Griechin in die Dunkelheit hinaus. Wir gingen ganz eng aneinander geschmiegt und verloren uns in dem kleinen Garten. Wir fanden uns wieder auf dem Plateau über dem Meer. Wir konnten uns nicht verständigen, aber unser heißes Blut verständigte sich doch, und über dem Meer und unter den Sternen erfüllten wir das Gesetz. Wir erwachten mit der Sonne, küßten uns zum letztenmal und gingen auseinander.

Die Abreise kam.

Der letzte Tag in Odessa war schön.

Ein Italiener hatte sich in eine russische Dame verliebt, in eine Opernsängerin, die mit aller Gewalt nach dem Westen reisen wollte. Solani wollte sie mitnehmen, aber die Russen sagten kaltherzig: Nein. Er lief von einer Behörde zur andern, um der jungen Dame einen Reisepaß zu verschaffen, aber alles war vergeblich. Da telegraphierte er nach Moskau an Lenin, aber das Telegramm wurde nicht befördert. Die Russen lächelten über den hitzigen Eifer und setzten die Sängerin für die Dauer unsres Aufenthaltes fest. Der Italiano wütete einige Tage, dann fand er sich in sein Schicksal und suchte Trost bei Nastja, der Krankenschwester, und wurde auch getröstet.

Am letzten Abend fuhren wir ans Meer.

Der Chauffeur war ein wilder Bursche, und wenn er einen Hund oder ein Huhn totgefahren hatte, sagte er nur: »Bouillon« und raste weiter. Er machte viel Bouillon und war stolz auf seine Künste.

Wir stürzten ans Meer, wurden von den wilden Wellen nach den zerklüfteten Felsen zurückgeworfen, jauchzten und wagten immer neue Vorstöße in die Flut. Aber die Wellen waren stärker als wir. Da ließen wir das schöne Spiel. Wir sahen uns ein Lazarett an.

Es lag in einem kleinen Schlößchen, dem Landsitze eines früheren Generals, und war von einem großen Garten umschlossen. Es gab keine Medizin in dem Lazarett. Die Luft, die Sonne und das nahe Meer mußten die Arzneien ersetzen. Unter den Kranken befanden sich auch zwei junge Deutsche, die als Offiziere in einem internationalen Regiment dienten. Sie erzählten von der Front, aber wir hörten nur mit halbem Ohr hin, wir spazierten durch den verwilderten Park und waren melancholisch, weil wir wieder nach Moskau zurückkehren mußten.

Das Gras stand ganz hoch in jenem Park, der Kies wurde nicht mehr geharkt, die Räume nicht mehr verschnitten. Inmitten der Verwilderung hatte der Gärtner einen kleinen Garten angelegt, in dem Levkojen, Astern, Rosen, Feuerlilien und uns unbekannte purpurrote und himmelblaue Blumen blühten. Unweit des Gartens dunkelte das gekräuselte Silber eines kleinen Teiches. In dem schwarzen Wasser schwammen einige Goldfische.

Und dann fuhren wir, die Arme voller Blumen, in der Dunkelheit nach Odessa zurück.

Die Lokomotive stand schon unter Dampf.

Wir verließen in der Nacht die weiße Stadt am Schwarzen Meer.

Am nächsten Morgen wurden wir bewaffnet.

Es ging das Gerücht, Machno wolle unseren Zug überfallen.

Wir lauerten an den Fenstern und Türen des Zuges.

Plötzlich schrie Solani laut auf. »Sie kommen! Sie kommen!«

Wir sahen uns die Augen aus dem Kopf, wir prüften unsere Schußwaffen und dann begann ein Höllengelächter. Der tapfere Italiano hatte im Morgengrauen einige wehende Gebüsche und rauchende Misthaufen für anstürmende Reiterscharen des Anarchisten Machno gehalten.

Über Charkow reisen wir nach Moskau zurück.

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