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Bismarck - Band 3

Karl Bleibtreu: Bismarck - Band 3 - Kapitel 13
Quellenangabe
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typefiction
authorKarl Bleibtreu
titleBismarck ? Band 3
publisherVerlag der Literaturwerke Minerva R. Max Lippold
printrunDritte Auflage 16. bis 25. Tausend
year
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
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II. Von Rebais bis Gault.

Ursprünglich verordnete Joffre: French und Kav. K. Conneau sollten bis Melun und Montereau, Esperet bis Nogent, Foch bis Arcis zurückgehen hinter Seine und Aube, Langle hinter Marnekanal, Sarrail bis Bar le Duc. Noch am 6. mittags setzte Bülow voraus: »Nördlich der Seine nur Deckungstruppen: rücksichtslose Verfolgung erforderlich.« Als die Morgenglocken den Sonntag einläuteten, schreckte französischer Geschützdonner die »vornehmen Herren von der preußischen Garde« im Biwack bei Montmirail auf. Die Gardekavallerie ist gemeint; das »vorzüglich geleitete« Feuer tat gar keine Wirkung. Schon fuhren 62. hannoversche und anscheinend auch schon 22. wechf. Art. auf, Schützenschwärme der 73er schoben sich vor, Mecklenburger und 60. Art. südwestlich. Am 6. warfen auch die Hanseaten und 24. Art. (nicht »20. hannoversche«) das 3. franz. K. gänzlich über den Grand Morin und besetzten die Waldhöhen bei Esternay. Gleichzeitig kanonierte das 1. franz. K. sehr unglücklich vor Montmirail und wich vor der aufmarschierten 25. Brig., deren II/158. schon Marchais südlich der Stadt besetzte. Am 7. breitete sich die Schlacht weiter aus; das 18. K. Maudhuy suchte die 17. D. westlich zu umfassen. Wie die Sonntagsschauerromantik von Montmirail, erweist sich umgekehrt auch großer Brandenburger Kampf bei Montcaux als Wahngebilde. II/12. stand dort anfangs mit mehreren Batterien; jetzt griff aber 18. D. mit den Schleswigholsteinern 85. und 86. ein, die sich in den Morindörfern mit den Bordelaisen herumschossen, 122. und 123. der Div. Petain wichen eilig. 39., 74. und 129. der Div. Mangin waren zu nichts Ordentlichem fähig. Ein Gewaltstoß der Hanseaten sprengte die 3. franz. D. und ließ sich von der 6. nicht beirren. Das 1. K. wollte den Mecklenburgern in die linke Flanke fallen, doch die Rostocker Füsiliere und ihre Artillerie führten einen wahren Heldenkampf aus guter Höhenstellung, vor der das 63. Rgt. Esperets zu Grunde ging. Barzini nennt die Angriffsstrecke der Franzosen einen Calvarienweg, den man von jenseitiger Waldhöhe herabkommen und eine Anhöhe erklimmen mußte, aus deren Schlüften Maschinengewehre grausam spielten. Es ist daher wenig glaubhaft, daß Esperet es am 8. über sich gewann, auf seiner ganzen Front Sturm zu laufen. 18 Stunden behaupteten nach Barzinis Bericht die 89er den Bezirk nordöstlich der Sezannechaussee, was unmöglich war, wenn 1. oder gar 3. K. sich schon Montmirail näherten. Die deutsche so äußerst schwache Front wurde gestützt durch die gewaltig wirkende Artillerie; laut Bülow ging die anwesende westf. Artilleriebrigade (22. und 58.) zur Unterstützung der 17. D. vor. Ungestüm und dann nachhaltige Standhaftigkeit gaben dem Angriff solche Wucht, daß Esperet am 7. überhaupt noch nicht an ernste Offensive dachte und auch am 8. nur Gegenstöße überlegte.

Am 6. abends hatte er Eingraben befohlen, um »jedem Angriff, kostete es, was es wolle, zu widerstehen«. Treffend bemerkt Kuhl: »Das sieht nicht unternehmend aus«, fügt aber irrig unserem 9. K. das 3. K. hinzu, das den Feind in die Verteidigung gedrängt habe. Selbst dessen paar Vorhutsbataillone (II/12. und möglicherweise I/48.) bei Monteaux genügten, um das 18. K. abzuschrecken, und die 17. D. allein betäubte damals Esperets Hauptmasse so, daß sie sich nicht rührte. Wer daran zweifelt, den verweisen wir auf den Zustand stumpfer, blöder Herabstimmung, der in diesem Heer herrschte, wie früher angegeben. Unter solchen Umständen klingt Joffres Befehl am 7. unglaublich: »Die Deutschen scheinen sich vor den Armeen unseres linken Flügels nach Nordosten zurückzuziehen.« Kav. K. Conneau stand bei Courtacon vor Richthofen unbeweglich, Allenby und etwas englische Infanterie kamen erst am 7. bis La Ferté Gaucher gegen Marrwitz. General Connange tadelt French heftig, weil er sich gegen alle Ermahnungen Gallienis sträubte und erst am 7. den Grand Morin überschritt, statt sich über Meaux in die Ourcqschlacht einzumengen. Ihm stand nie etwas gegenüber, als die zwei Kavalleriekorps. Ob Marrwitz über 4 Jägerbataillone verfügte, wie Kuhl schreibt? Erkennbar sind 4. Jäger und 4. R. Jäger, nicht 3. und 10., die sich früher im Westen tummelten und eben dort erst in zweiter Monatshälfte Verluste melden. Ein früh verwundeter Oberjäger der 10. R. Jg. sagte uns, daß sie mit der Reiterei am Morin marschierten; sie fochten nachher aber bestimmt bei Charleville. 4. Jg. wichen langsam am Crecywald, hinter den sich French duckte, vor dem 3. engl. K., das erst am 8. Hautemaison erreichte. Richthofen wies Conneau bei Sablonières ab, der am 7. früh die Gegend um La Ferté Gaucher vom Gegner freifand. Am 7. früh will man deutsche Kolonnen im Rückmarsch von Esternay wahrgenommen haben. Das bedeutet aber keineswegs einen phantastischen allgemeinen Rückzug des 3. und 9. K. über Ferté sous Jouarre, wie die Legende glaubt, sondern höchstens Abzug der kleinen Brandenburger Vorhut nach Trocy und Ableitung der zu weit vorn exponierten 17. D. zum Petit Morin. Die Vorstellung, daß an Stelle des ganzen 9. K. jetzt »die 13. Inf. D. in breiter Front von Fontenelle bis Montmirail« eingesetzt sei und sie am 7. »nicht angegriffen wurde«, scheint geradezu laienhaft in ihrer Unmöglichkeit. Es gab dort keine westfälische Division, sondern nur eine Brigade. Obwohl Kuhl dies recht gut weiß, sagt er genau wie Bülow stets absichtlich Division, aus durchsichtigen Gründen. Denn eine Brigade kann den von einem Armeekorps freigelassenen Platz nicht besetzen, selbst die rückwärts verkürzte Front erfordert mehr Truppen. Und so niedrig man Esperets und seiner Leute Unternehmungslust anschlagen mag, so darf man ihm nicht zutrauen, daß er den befohlenen Angriff ganz lahmlegte, zumal ihm Joffre ausdrücklich Nachdruck an seinem linken Flügel befahl, und gar den angeblichen Abmarsch »zahlreicher Kolonnen« nicht benutzte. Uns ist daher sonnenklar, daß mindestens 17. Division am 7. noch bei und nördlich Esternay focht, und die Westfalenbrigade bei Montmirail einfach deshalb »nicht angegriffen« wurde, weil der Feind sich noch lange nicht bis zu dieser rückwärtigen Staffelstellung vorarbeitete, hiermit bricht aber die ganze Mär von Versammlung des 9. K. vor Nanteuil am 9. zusammen; denn wenn es am 8. früh noch größtenteils südlich des Petit Morin stand, so hätte Quast wohl Mühe gehabt, es im Laufe des 8. zum Abmarsch zu vereinen, und ganz unmöglich war es, am 9. vorm. bei Nanteuil zu stehen. Entweder focht 18. D. nie am Morin oder nie bei Nanteuil. Nachweislich finden wir aber mindestens 7 ihrer Bataillone in den Morindörfern Berny, Nauroy, Trefols, die übrigen nicht, d. d. sie befanden sich noch im Anmarsch, als Kluck sie zu sich berief; nur sie erreichten rechtzeitig den äußersten rechten Flügel. Daß 6. D. »auf Crouy« marschierte, könnte nur mit ihren längst in der Ourcqschlacht engagierten 4 Bataillonen geschehen sein. Wo liegt aber Crouy? Durchaus nördlich des Petit Morin; hier ist die Kilometerzahl wahrlich nicht erschreckend, von dort kann sie hinter der Front leicht nach Betz gezogen sein, wie auch 5 D. von Ferté sous Jouarre nach Trocy. Das alles beweist nur, daß 3. K. nie den Morin erreichte, größtenteils nicht mal die Marne überschritt. Das frühe Wegziehen des 9. K. vom äußersten linken zum äußersten rechten Flügel unter Bloßlegung eines wichtigen Gefahrpunkts wäre eine Ungeheuerlichkeit, die in der Kriegsgeschichte ihresgleichen sucht. Nun erfährt man vollends durch Kuhl, daß Kluck sich am 8. mittags »schweren Herzens« entschloß, zwei Brigaden des 9. K. nebst 2 Artillerieregimentern zur Verteidigung der Marnelinie bei Marrwitz zurückzulassen. Quast soll dies nicht ausgeführt, sondern nur eine Inf. Brig. und 1 Art. Rgt. mit der nordöstlich Ferté sous Jouarre verbliebenen Korpsreserve am nördlichen Marnebogen vereint haben, hier haben wir also den Beweis, daß bestimmt nicht das ganze 9. K. die Marne überschritt. Quasts von Kuhl gerühmter Entschluß würde nur dartun, daß er sich rücklichtslos über Klucks Anordnung und Bülows Bestimmung wegsetzte, um sich nur rasch aus unerquicklicher Stellung zu befreien, wo keine besonderen Lorbeeren zu holen waren, wie er dann persönlich nach Westen voraufeilte. Wer bürgt dafür, ob Kuhl sich nicht irrt! Jedenfalls muß der Abzug des 9. K. nur allmählich erfolgt sein, da wir auch am 9. noch I/III/86. am Morin im Feuer finden, dauernd Teile der 17. D.

Mit der ihnen eigenen Zähigkeit hielten die Männer von der Waterkant sich auch am 9. die Feinde vom Leibe, als sie, mehrfach umzingelt, von Esternay abzogen. Barzini behauptet, daß diese Tapferen völlig unbezwungen blieben. Auch daß eine Batterie verloren ging, die jeden Pardon verschmähte, bis alle Kanoniere im Blute lagen und die Geschütze im Sumpfe stecken blieben, ist keine Räubergeschichte; die 17. D. verlor wirklich 6 Geschütze. Die Mythe von Abberufung des ganzen 9. K. zum Ourcq widerlegen schlagend die V. L. Die Mecklenburger zogen am 9. ab, die Hanseaten blieben dauernd als Nachhut Bülow zur Seite, II/86. focht noch am 9. bei Nauroy (I. am 6. bei Berny), hatte bis 14. Rückzugsgefechte; II/III/85. rückten seit 9. weg, doch scheinen diese Bataillone noch bei Coulomb Nachhutkämpfe gehabt zu haben. 24. Art. feuerte bis zum 12., wo die Verfolgung aufhörte. I/31. scheint bei Trefols gefochten zu haben, anscheinend traf auch III/84. ein. Des Rätsels Lösung liegt darin, daß die übrigen 5 Bataillone der 18. D. überhaupt noch nicht Château Thierry überschritten, daher eilig nach dem Ourcq zu Kluck umkehrten; die anderen fechtenden folgten nacheinander, doch ist unwahrscheinlich, daß die ganze 18. D. am 10. früh oder gar 9. sich schon am Ourcq befand.

Alles was Bülow von Kluck erzählt, muß mit größter Vorsicht genossen werden. So zitiert er Klucks Meinung, »daß er die für 5. angeordnete Bewegung nicht mehr anhalten könne«, daß »entgegengesetzt den Weisungen der O. H. L. die Verfolgung bis zur Seine fortgesetzt werden müsse«, keineswegs im Originaltext. Leicht möglich, daß dieser bloße Wunsch Klucks der Vater der Legende wurde, er sei wirklich nach Meaux aufgebrochen. Kluck meinte aber offenbar nur sein 9. K. und Marrwitz, deren »Vorgehen über die Marne« (d. h. den mittleren nördlichen Marnebogen) möglichst weiter südwärts anordnete. Gewiß, vor Tische las man's anders, da herrschte bei ihm mehr Über- als Kleinmut, doch zwischen Lipp' und Kelchesrand ...! Bülow, der nichts bei der 1. A. aus Selbstschauen kennt, nimmt ebenso wie alle bisherigen Autoren Klucks von Bülow verneinten und verpönten Vorschlag schon für vollzogene Handlung. Dagegen war psychologisch natürlich, daß Kluck, dessen zuversichtliche Stimmung sich schon am 6. in Beklemmung umwechselte, seine südöstlich der Marne fechtenden Teile möglichst zu sich berief, denn jetzt erinnerte er sich an Moltkes bestimmte Weisung, zwischen Oise und Marne zu bleiben. Wer hat in der Streitfrage, das ganze 9. K. sei zum Ourcq marschiert, Recht? Kluck oder Bülow? Keiner von beiden, auch Kluck drückt sich so unklar aus, daß man glauben muß, er habe die deutsche Linie am empfindlichsten Punkt gänzlich geschwächt, wie Bülow ihn beschuldigt. Von dieser Schuld sprechen wir ihn frei, denn er beließ wenigstens die »gemischte« Brigade Kräwel dort (offenbar mit 16. Drag, und 45. Art.) und verwies 5. D. zur Aufnahme an Bülow. Der sagt davon kein Sterbenswörtchen; entweder weiß er es nicht oder er will es nicht wissen. In beiden Fällen durchschaut man die Unzuverlässigkeit seiner Angaben, er habe 3. und 9. K. zu Kluck geschickt; denn dessen Wunsch »mußte entsprochen werden«. Mußte? Je ne vois pas la necessité! Gehörte sich das, nachdem Kluck selber 9. K. dem Befehl Bülows unterstellt hatte? Wenn Bülow sehr richtig meinte, Kluck sei am Ourcq schon stark genug, so war es seine Pflicht, solche Entblößung seiner Flanke zu verweigern. Es kam ihm aber gerade recht, um seinem eigenen Rückzugswillen Nahrung zu geben. Bülow kräftigt noch alle Irrtümer durch eigene Nachfärberei. Das 3. K. sei bei Sancey südlich des Grand Morin heftig angegriffen worden? Das 3. K. verlor im ganzen Monat nur 2500, wovon bestimmt das allermeiste auf den Aisnekampf entfällt; es ist schon deshalb undenkbar, daß es der Marneschlacht anders beiwohnte als mit den wenigen von uns erwähnten Bataillonen, selbst wenn alle anderen Gegenbeweise nicht stichhaltig wären. Wenn Bülow so flüchtig arbeitet (sein »Bericht« strotzt von falschen Zahlennamen), daß er French die rechte Flanke Klucks bedrohen läßt, so werden die Franzosen staunen, daß das 9. K. sich schon am 6. »in ziemlich schwerer Lage« befand, als es so glücklich vordrang. Doch man riecht sofort den Braten, daß diese Lage durchs »10. R. K.« verbessert sei, welchen Kollektivbegriff er nachher in »Teile 19. R. D.« vermindert: Bülows Truppen mußten sogleich das von Kluck so unklug vorgeschickte 9. K. retten! 9. K. schon am 7. hinter den Dollan gewichen? 10. R. K. bei Montmirail und 13. D. (lies 25. Brig.) dahinter gestaffelt? Kein Mann Hülsens focht in Montmirail, das allein die Westfalen bis 9. abends verteidigten, darüber besteht nicht der geringste Zweifel.

Wie er übrigens von Richthofen allein Behauptung des Petit Morin erwartete, wenn schon die ganze Infanterie hinter den Dollan ging, wäre unfaßlich. Dessen G. Drag. attakirten noch am 7. erfolgreich, 1. G. Ul. warfen englische Lancers, am 8. verteidigten Gardedukorps und G. Kür. erfolgreich Sablonieres. Marrwitz' 4., 7. Kür., 19. Drag. tummelten sich schon früh südlich des Grand Morin, 2. Drag. bei Fertè Gaucher und 13. Ul. neckten die englischen Garden. Die 4. Jäger in ihrer so exponierten Stellung bei Rebais und am Cressywald hatten noch am 10. ein Nachhutsgefecht bei Chippy. Drei Tage stand die englische Masse ehrfürchtig vor den paar Jägern und Reiterschützen still, French starrte hypnotisiert nach Meaux, von wo der Feind kommen sollte und niemals kam. Erst am 8. abends gab er großmütig die franz. 8. D. an Boelle zurück, die er bisher als Flankenschutz begehrte. Da hat man den untrüglichsten Beweis in Händen, daß er frühestens am 9. morgens vorrückte. Es ist richtig, daß Luftflieger am 8. abends ein Vorrücken Frenchs bei Choisy beobachten konnten, dieser Ort liegt aber noch weit südlich des Grand Morin. Die Geschwader taten ihr bestes für ihre Schutzbefohlenen der 17. D., doch selbst Zauberkünstler wie Zieten und Seidlitz würden nicht allzu lange das Kunststück besorgen, allein ohne Fußvolk eine solche Masse (6 Inf. und 4 Kav. D.) festzubinden. Die Keckheit mußte aufhören, sobald Esperet sich dem Petit Marin nördlich näherte. Ging nun die Reiterei am 8. abends über den Grand Morin zurück, so kam als nächstes Verteidigungsobjekt der Petit Morin in Frage, den die neu erscheinenden Briten doch erst am 9. erreicht haben können, da sie unterwegs nach eigener Angabe noch allerlei Aufenthalt hatten. Richthofen bog sich daher erst am 10. hinter den Dollan zurück, da der in gleicher Höhe bleibende Marrwitz noch am 10. Nachhutsgefecht mit den sehr langsam folgenden Briten hatte. Deshalb sagt Kothe diesmal sehr richtig, daß Montmirail erst am 9. nachts geräumt wurde, nicht am 8. nachts, wie Espere vorschützt und Bülow bereitwillig annimmt, weil jede französische Datumverschiebung ihm für seine Umnebelungszwecke paßt. Es ist aber ein wahrer Skandal, daß er auch noch die handgreifliche französische Fälschung adoptiert, 3. K. sei am 9. nachts in Château Thierry eingedrungen. Erstens kann es der Lage nach überhaupt nur das 18. K. gewesen sein, das 3. war 9. nachts in Montmirail, wo nie ein achtstündiges Gemetzel stattfand, wie sein General Hachet phantasiert. Sie mußten erst aus Marchais vertrieben werden, dann räumten die Westfalen, die zuvor lange die Übermacht abwehrten, die Stadt und gingen hinter den Dollan. Das Gemetzel war sehr einseitig, denn auch 1. K. gesteht die furchtbare Wirkung der deutschen Artillerie. Das 13. K. folgte der Brig. Kräwel, die Schritt für Schritt auf Coulomb zurückging, trefflich sekundiert von Marrwitz. Es ist hauptsächlich dieser Rückzug, den ein französischer General klassisch nannte. Aufgenommen von 5. D. ging diese Nachhut ziemlich unbehelligt über die Marne, jede Zeitberechnung aus obigem ergibt, daß dies frühestens am 10. abends geschehen konnte.

Die Jäger und Kavalleriebrigade Thumb traten den von Coulomiers Kommenden entgegen, 9. Kav. D. mußte wieder auf Lizy zur 2. heranrücken, die angeblich am 8. die Marne verteidigte und feindliche Kavallerie abwies. Der südliche Flußbogen bei F. S. Jouarre ist gemeint, aber offenbar spukt hier wieder die Zeitverdatierung aus alliierten Quellen. Am 8. konnte 9. Kav. D. nicht von Lizy abrücken, sonst wäre ihre ganze Bestimmung zwecklos geblieben. Und da Richthofen noch den Petit Morin hielt, so mußte sich Marrwitz ungefähr in gleicher Höhe halten. Er meldete abends »Marne noch gehalten«, meint aber offenbar die Gegend südlich der Marne, wo die Abteilung Thumb plänkelte. Klucks Befehl an Kräwel lautete, die Marne zu halten und die Brücken zu zerstören. Das englische 1. und 2. K. kamen erst am 8. abends dem Petit Morin nahe und nicht hinüber, infolge »starken Widerstandes« Richthofens, das 3. K. konnte den südwestlichen Marnelauf nicht überbrücken. Die fernere Verteidigung des Flußbogens verlief freilich ungenügend, die Brücken wurden nicht rechtzeitig gesprengt, nur bei F. S. Jouurre hinderte man die Engländer lange und schlug einen Rückenstoß der bei Mery in der nördlichen Stromschleife übergegangenen Div. Hamilton ab. Laut Kuhl sei Richthofen schon am 8. abends auf Château Thierry und Condé zurückgegangen. Das ist die übliche Vordatierung für 9., anscheinend verteidigte 5. D. nur schlapp die unversehrt stehenbleibende Brücke und Vorstadt Château Thierry. Am 9. früh standen die Westfalen noch ungebrochen bei Montmirail, ihre Zurücknahme auf Marny nordöstlich, wodurch 35 km Lücke zu Kluck entstanden sei, war ebenso unnötig, wie unberechtigt. Die Lücke ist freilich Fabel, da damals noch die ganze Kavallerie und 5. D. die Strecke bis Lizy ausfüllten. Als die Westfalen am hellen Tage schanzend frisch und fröhlich jedem Angriff entgegensahen, hatten der Kommandierende von Einem, der Divisionär v. d. Borne, die Generalstäbler Caprivi und Platen alle den gleichen erhebenden Eindruck. Sie erhielten gerade »zwei Batl. der 14. D.« zur Verstärkung (53er nach unserer Meinung), als der allgemeine Rückzugsbefehl »wie eine Bombe einschlug«. Daß diese Unnatur auch an vorgeblichem Gefahrpunkt, wo laut Bülow bei längerem Zögern Zerschmetterung drohte, so übel aufgenommen wurde, daß man den Braven es nicht mundgerecht machen konnte, setzt den Punkt aufs I. Ein Kommentar für Bülows Betragen überflüssig, doch selbst er hatte sich empört, daß Hentschs Bericht die 2. A. als »Schlacke« bezeichnete. Da er nirgends dies Bild gewonnen haben kann, so steht man vor bewußter Lüge. Kuhl verteidigt seinen Freund schonend, er habe eben sehr zu Pessimismus geneigt, doch seine Entschuldigung gilt nichts, da Kuhl hier selbst Partei ist, weil er auf Hentschs Entstellung hereinfiel. Moltke und Tappen bezeugen beide, daß Hentsch keinerlei Befugnis hatte, rückzügige Bewegungen anzuordnen. Obendrein weigerten sich Quast, Kluge (Chef der 18. D.) und der im Lager anwesende Großherzog Meckl. Schw. dem Unsinn zu gehorchen, doch Kluck blieb unabänderlich dabei. Was wird nun aus seiner Ausrede, man habe hinter seinem Rücken gehandelt? Er und Kuhl verstecken umsonst ihre schuldvolle Nachgiebigkeit.

Auch Kuhl gesteht, daß jedes Nachstoßen bei Montmirail ausblieb. So sah es an der einzigen Stelle aus, wo Bülow nicht unbedingt siegte. Doch sogar eine anonyme »Kritik des Weltkrieges« macht sich das Schlagwort Schlacke für 2. A. zu eigen, und wenn sie fälschlich Maunoury schon am 6. hoffnungslos festgefahren sein läßt, so entstellt Kuhl pro domo umgekehrt, Kluck sei am 6. schwerbedrängt gewesen. Denn nach seiner eigenen Darstellung genügten die eintreffenden Verstärkungen zu voller Erleichterung, es lag keine Nötigung vor, die sonstige Front am Morin zu schwächen. Mögen wir angebliches Verschieben des ganzen 3. und 9. K. für irrige Auffassung der örtlichen Lage halten, jedenfalls tat Kluck nichts, um wie ihm vorgeschrieben, die Flanke Bülows zu stützen, erst bei dessen Rückzug spielte er die 5. Div. aus. Auch die von Kuhl übernommene französische Angabe fälscht, daß Esperet zwei Korps zum Schutze Fochs abgab und nur zwei andere Korps gegen Montmirail übrig hatte, 3 K. blieben ihm stets verfügbar. Damit soll die erstaunlich matte Leistung der 5. A. bemäntelt werden, die selber nicht wußte, wie sie zu ihrem »Siege« kam. Auch am einzig gefährdeten Punkt der ganzen deutschen Schlachtlinie war dieser Sieg illusorisch, nicht erkämpft, sondern auf dem Präsentierteller angeboten. Alle Angaben Kuhls dienen dem Zweck, den »Ruhm der 1. A.« zu erhöhen und sie von eigener Schuld rein zu waschen, daher auch mangelhafte Würdigung des steten siegreichen Vordringens der anderen deutschen Heere, durch dessen Vergleich alles zwischen Nanteuil und Montmirail so grell beleuchtet wird.

Richthofen mag 250 Gardereiter verloren haben, Marrwitz 400 und 450 Jäger. (Garniers 17. Drag., die zuerst bei der Verfolgung nur 30 Mann verloren, jetzt 78); 2. Drag., 13. Ul., 1. Kür. und Leibhusaren verloren viel, auch an Offizieren, wie Garniers 18. Drag., doch wird aus den Listen nicht klar, wieviel sich davon auf späteren Septemberkampf bezieht. Auch Emmichs 17. Braunschweiger Husaren als Geschützbedeckung bei Montmirail litten. Gardejäger und G. Schützen scheinen kaum mitgewirkt zu haben. Summa 1100. Bei Montmirail kamen am 8. Teile an, die sich bei Rückzugsdeckung nach Norden beteiligten, und wir wollen großmütig sein, noch 100 Mann Verlust von Bloems II/12. zu rechnen. Die westf. Infanterie (13. und 158.) verlor höchstens 425 (im ganzen Monat 825), Artillerie 160. Während 26. Brig. Münster erst am 16. bei Reims stand, von Maubeuge auf Fismes dirigiert, hatte 27. Brig. Köln am 9. ihr Quartier in Joches hinter Emmichs Front, ein Beweis, daß am 9. dort auch keine rückgängige Beugung stattfand. Von der 14. D. Düsseldorf langten hier an, wenn wir die Listen richtig lesen, I/II/53., III/16. sowie III/57., letzteres will auf Montmirail vorgerückt sein befand sich aber am 13. schon hinter der Aisne, erstere am 12. nördlich Thierry, neuer Beweis, daß der Feind dort nicht früher einzog. Allem Anschein nach fochten diese Bataillone nur beim Rückzug, und zwar mäßig. Kein deutscher Bericht spricht von einem ernsten Kampf der Westfalen, 7. Pioniere verloren nur ein paar Mann. Für etwaige Ankunft von 159. liegt kein Anhalt vor, all diese Regimenter hatten erst bei Reims ihre großen Schlachttage. Summa für 7. K. vielleicht 800. Was das 9. K. betrifft, so vermögen wir die Sicherheit, mit der Bircher seine Teile an Ort und Stelle aufzählt, nicht zu teilen. Die Listen variieren hier sehr, besonders die bis Monatsende ungetrennten von 75. und 76., fest steht nur, daß 89. bis 14. rund 630 verlor. Gewöhnlich pflegen nebeneinander fechtende Bataillone ziemlich gleich viel zu verlieren, doch litten I/31. und III/90. sehr wenig, für I/II/90. fehlt jeder Ausweis für diese Zeitspanne, vielleicht waren auch sie nicht da. Mutmaßlich 800 der 18. D. und 2200 der 17. D., davon 136 Art. Totalsumme Rebais–Montmirail inkl. Brandenburger rund 5000. 45. Art. meldet für 9. »Montmirail«, 24. A. noch für 12. »bei Montmirail«, 13. Inf. bis 11. Dies besagt, daß nördlich Montmirail noch recht lange das Gelände umstritten war, daher sowohl französische als Bülows Angaben falsch sind. Eine gewisse Verwirrung beim Rückzug läßt sich nicht bestreiten. Die bei Montmirail postierte 45. Rostocker Artillerie wurde zur Aisne abgedrängt, wo sie am 19. feuerte, gemeinsam mit 76. Hanseaten, die sich in die Brandenburger Linien verirrten. 13. Inf. und 24. Art. zum äußersten linken Flügel Bülows, ein Bataillon 53. dagegen ganz westlich zum 9. K., wir finden es bei Vassens. (Vielleicht klingt ein Echo dieser Episode nach, wenn Kothe herrlich vom Katheder debütiert, Bülows »schöner« Rückzug sei so rasch erfolgt, daß das 7. K. schon am 10. im Compiegnewald ankam! War es am 9. bei Montmirail vereint, wie natürlich diese Unkunde wähnt, so müßte es wohl per Luftschiff befördert sein!) Die 85er standen am 12. bei Vic sur Aisne, also noch ohne Anschluß ans 9. K.

Mittlerweile ergeben sich östlicher nicht ganz erfreuliche Dinge. Am 6. machte Esperets 10. K. einige Frotschritte gegen die 73er, 10. Pioniere schanzten bei Chatillon. Am 7. erschien aber 74. R. bei Charleville, erzwang den Übergang über den Petit Morin und behauptete den Ort sehr tapfer gegen übermächtige Angriffe gemeinsam mit 10. R. J. Da Emmichs Artillerie gegen die Hochfläche von Sazanne wirkte, hielt man sich auch am 8. noch. Da alles Gerede von »Staffelung« des 7. K. oder Haken-Flanke des 10. R. K. aus der Luft gegriffen, so wäre das bretonische K. gegen so winzige Kräfte bald durchgebrochen, wenn nicht 15. und 55. R. anlangten und aus dem Gaultwald den Feind vor sich aufrollten. Man muß sich erinnern, daß das 10. franz. K. bei Charleroi fürchterlich litt und auch seither sehr schmolz, um seine Leistung nicht kläglich zu finden. Endlich aber ging es nicht mehr, aller Starrsinn der Niederdeutschen erlag der Übermacht, da wahrscheinlich auch Teile 1. K. gegen sie wirkten. 74. R. wurde aus Charleville hinausgeworfen mit erheblichem Verlust. Daß es 1000 Gefangene verlor, ist abgeschmackte französische Erfindung, 1500 verlor es im ganzen Monat an Toten, Verwundeten und Gefangenen. Mit 10. R. J. (150) und der ihm zugeteilten Westfalenbrigade 15. und 55. (etwa 700) verlor Hülsen 1400. Für Eintreffen des 73. A. liegt kein Anhalt in den Listen vor, es befand sich auf dem Marsche und mag beim Rückzug nach Vauchamps auf halbem Wege halt gemacht haben. Wann erfolgte dieser Abzug, das ist die Frage. Sicher nicht am 9., da Emmich erst am 10. abzog. Wäre Esperet, wie er behauptete, am 9. oder gar 8. in Vauchamps gewesen, so hätte Emmich sich schon im Rücken bedroht gesehen. Die Unmöglichkeit dieser Lage überführt, daß wieder um einen Tag vordatiert ist, und das franz. 1. K. erst am 10. auf Vauchamps antrat. Esperets pomphafte Proklamation auf den alten Siegesfeldern Napoleons wirft offenbar Champaubert und Montmirail mit Vauchamps durcheinander. Daß am 9. ohnehin ein Stillstand eintrat, ergibt sich daraus, daß das französische 10. K. östlich verschoben werden mußte, um Fochs aufgerissene Flanke zu decken und die abmarschierte 42. D. dort abzulösen, zu welchem Behuf Esperet auch eine seiner R. D. heranholte, die jedoch Gewehr bei Fuß nur Statisterie trieb. Er nahm natürlich sogleich nach französischer Art den Mund voll, nachdem er fünf Tage lang in tausend Ängsten schwebte, der Feind werde große Reserven einschieben, denn er war sich nach und nach als erfahrener Führer wohl klar geworden, daß er nur mit lauter Vordertreffen zu tun hatte, deren Gros bisher nicht eintraf. Erst als er sich überzeugt, der Gegner bleibe defensiv aus offenbarer Schwäche, ging er zum Angriff über, nachdem seine zaudernde Cunctatorvorsicht den Deutschen zwei Tage schenkte. Denn bei entschiedenem Vorgehen am 7., wo die deutsche Linie noch dünner war, hätte er mehr erreicht und nicht gestattet, daß mittlerweile Emmich die Linie Fochs über den Haufen warf. Sein 1. und 3. K. litten schwer, auch das 10. ansehnlich, sicher überstieg sein Verlust bedeutend den deutschen. Dies erklärt sein zaghaftes Nachstoßen, das Bülow ausdrücklich betont. Nur der 25. Brig. sei man etwas nachgedrängt, doch erfolglos. Als man Vauchamps angriff, schlugen es die 73er, die sich Hülsens Nachhut angeschlossen hatten, gründlich ab, wahrscheinlich am 11. Übrigens stimmt Kuhl mit uns überein, daß Esperet erst im Laufe des 10. bis zur Marne gelangte, womit hier der mittlere Marnebogen verstanden sein soll. Warum erteilt er denn den falschen französischen und Bülowschen Zeitangaben nicht eine schroffe Absage? Tatsächlich standen Esperets 3. und 18. K. am 9. abends erst bei Montigny–Viffort, d. h. weit südlich der Marne, können also erst am 10. abends die Brücke von Château Thierry erreicht haben. Sein 1. K. war am 9. abends noch nicht mal bei Champaubert, einem Katzensprung von Vauchamps, das am 8. abends erreicht zu haben sich Esperet brüstet! Es bog sich am 10. rechts zurück zur Deckung des 10. K., das gegen Hülsen und 73er bei Thoult nicht vorwärts kam. Uns scheint daher sehr unglaubhaft, daß 1. und 10. K. sich am 10. abends schon Vertus näherten.

Bülow aber schmeißt die Zeitdaten so durcheinander, wie es ihm paßt, um seine fixen Ideen durchzudrücken, seine Rechte sei am 9. oder gar 8. eingedrückt und Kluck daher von ihm abgeschnitten gewesen, so daß 1. und 2. A. eiligst retirieren mußten. Ist denkbar, daß sein Hauptquartier keine genauen Rapporte von den verschiedenen Gruppen empfing? Wie konnte er träumen, er habe schon vor 10. 12. allenthalben die Marne zwischen Dormans und Epernay überschritten, da doch laut V. L. bestimmt noch am 12. westfälische Nachhuten bei Dormans und Condé feuerten und Gardenachhut noch am 12. bei Chalons stand. Wenn die Franzosen vier Tage brauchten, um über den Morin zu kommen, so werden sie wohl die dreimal längere Strecke bis Château Thierry nicht im Lauftschrittempo als athletische Schnellrenner zurückgelegt haben, selbst wenn das Feld vor ihnen leer und keine kühl gelassene Nachhut im Wege gewesen wäre! Schlichen sie geheimnisvoll in Tarnkappen zwischen Marrwitz und Richthofen durch? Und selbst nach Bülow kamen die Franzosen (18. K.) erst am 12. an die Vesle, dann hätte der feurige Maudhuy von Château Thierry her drei Tagemärsche dorthin gebraucht, wenn er am 9. über die Marne ging, das hieße ihn wahrlich beleidigen. Nach unserer Meinung überschritt er überhaupt erst am 13. die Vesle, was ganz in der Ordnung ist, da die Deutschen erst am 12. sich am Marneufer entfernten. Daß Franzosen kühl lächelnd niederschrieben, Esperet sei schon am 12. in Reims eingezogen, was selbst dann unmöglich wäre, wenn er am 8. nachts in Montmirail war, gehört zu ihrer Prestige-Zurechtmachung. Doch was soll man zu einem deutschen Obergeneral sagen, der diese Fälschungen entgegenkommend begrüßt, weil sie in den Kreis seiner persönlichen Entschuldigungstaktik passen. Wenn man ihm vorwirft, warum er nicht eine Hakenflanke gebildet und sich langsam an die Marne gedreht habe, so sieht man erstaunt, daß dies im Grunde ja durch Richthofen und die bei ihm befindliche Westfalengruppe geschah, was den Beweis erbrachte, daß dies Verfahren völlig genügt hätte, den Feind aufzuhalten, bis Kluck seinerseits Maunoury niederhieb. Nichts wäscht von Bülow die Schuld ab, daß er Kluck durch Schwarzseherei beeinflußte, und er wälzt sie umsonst allein auf Kluck ab, ja vermehrt den Unwillen des unbefangen Urteilenden durch seinen bis zur Unkenntlichkeit verzerrenden »Bericht«.

Dies ist also die berühmte Schlacht Montmirail–Rebais, wo eine Handvoll Deutscher, deren mutige Artillerie Wunder tat, zwei feindliche Heere von 19 Divisionen fünf Tage festhielten, und dann gelassen abzogen, ohne daß ein Bataillon abgeschnitten wurde. French zählte die Häupter seiner Lieben und siehe es fehlte kein teueres Haupt, wenigstens sehr wenige, doch sicher nahezu 20 000 Franzosen lagen tot und verwundet von Nanteuil bis Gaultwald gegenüber 13 000 Deutschen. Auch dies höchstens ein Pyrrhussieg, wie aber stand es auf der Hauptseite der Deutschen von Gaultwald bis zur Maas?

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