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Bismarck - Band 1

Karl Bleibtreu: Bismarck - Band 1 - Kapitel 49
Quellenangabe
typefiction
authorKarl Bleibtreu
titleBismarck ? Band 1
publisherVerlag der Literaturwerke Minerva R. Max Lippold
printrunDritte Auflage 16. bis 25. Tausend
year
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20081230
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Am anderen Tage ritt er mit Montessuy und dem neuernannten österreichischen Präsidenten Graf Rechberg (Prokesch sagte Valet) mittags aus. Ein Schmerzensschrei, ein schwerer Fall, Rechberg erhielt vom Pferd des Franzosen einen heftigen Hufschlag. Um Ottos Mund spielte ein grimmiges Lächeln, er begrüßte das Omen.

In seiner unersättlichen Herrschsucht hielt sich das Ministerium Buol obendrein noch für überlistet durch Preußens neutrale Haltung, weil diese nicht einen Einfall in Rußland gestattet hatte. Rechberg kam mit Racheplänen, hitzigen Geblüts wie seine Vorgänger und weniger geschmeidig und tartuffisch, aber nicht minder verschlagen. Sein Debut war großartig. Er nahm jeden Gesandten beiseite: »Seine Exzellenz der Minister des Auswärtigen Graf Buol reist soeben nach Paris durch. Er würde Sie besonders gern sehen, seine Zeit ist so beschränkt, kommen Sie doch heut nach der Sitzung dorthin zu einem vertraulichen Plauderstündchen.« Einer solchen Auszeichnung widerstand kein deutsches Kleinstaatherz, jeder erschien mit begeisterter Eile zum Tete-a-tete mit dem großen Mann. Infolgedessen jeder das Vergnügen hatte, den ganzen Bundestag im Vorzimmer des k. k. Gewaltigen vor sich zu sehen. Nur einer fehlte. Laut lachend kam Montessuy zu Otto: »Sie haben etwas versäumt, mein Teurer. Als ich Herrn v. Buol verließ, mit dem ich Instruktionen austauschte, fand ich eine Herde, in Reih und Glied gestellt und überwacht von unserem scharmanten Schäferspitz Rechberg. Sie wartete auf den Hirten Buol.«

Otto brach in ein langes Gelächter aus. »Sie meinen wohl auf den Wolf. Schafsbraten schmeckt gut. Als Rechberg mir dies impertinente Ansinnen stellte, maß ich ihn von Kopf zu Fuß und dankte für die hohe Ehre. Buol könne sich ja zu mir bemühen, wenn er mir Wichtiges anvertrauen wolle. Übrigens halte ich den Schwindel für einen Fehler, denn heimlich werden alle sich erbosen, daß man sie so anführte.«

»Ein Fehler mag's sein, doch Sie vergessen die Zeitungsnotizen!« Montessuy lachte immer noch aus vollem Halse. »Eine spontane Huldigung und Untertänigkeit, gleichsam Heerschau über liebe Klienten und Vasallen! Das muß Preußen zur Verzweiflung bringen!«

»Wie würde Ihr großer Kaiser solche Affenstreiche verachten!« rief Otto mit Feuer. »Dieser nur im großen arbeitende geniale Herrscher! Nun, in Frankreich dürfte man sich ohnehin nicht solches erlauben! A Hetz, a Wurzen und doch alles nur Schlamperei. Wie beneidet man die seine Sitte und ritterliche Vornehmheit der französischen Rasse gegenüber solchen Tölpeln!«

Montessuy nahm eine Prise und nickte beifällig. »Sie scheinen sich jetzt zum richtigen System bekehren zu wollen. Ist's Ernst? Unter Privatfreunden, nicht unter Diplomaten?«

» Parole d'honneur, mein heiliger Ernst. Ich gebe zu, früher hatte ich Vorurteile, doch gingen diese fast nur gegen England.«

»Das braucht man nicht mehr.« Der Franzose schnippte mit den Fingern. »Diese militärische Schwäche! Unsere Armee tat alles allein. Natürlich prahlen sie wieder von ihren Heldentaten.«

»Ja, ja, Attacke bei Balaclava. Der Laureate Tennyson dichtete schon eine Ode darauf. Die werden noch Kind und Kindeskind verschlingen als süße Speise ihrer kindischen Überhebung. Die Briten sind männlich, doch nie war Männlichkeit mit solcher Prahlsucht vereint.«

»Unsere Chasseurs d'Afrique hätten das nämliche vollbracht.«

»Und jede preußische Brigade«, ergänzte Otto trocken.

»Hm! Unsere Militärs sagen, nächst der französischen sei die preußische Armee die beste. Es wäre gar nicht übel, wenn die mal gemeinsam auf einem Schlachtfeld kämpften.«

»Das wäre ein Triumph hoher Politik! Meine Reise nach Paris war mein Weg nach Damaskus. Des Kaisers Persönlichkeit hat mich überwältigt. Welch ein Mann! Ich glaube nicht nur an die Größe, sondern auch die Lauterkeit seines Willens.«

Montessuy nahm erneut eine Prise. Diese Pose der alten Diplomatie hielt er für comme il faut, die neumodische Gepflogenheit des Rauchens für unziemlich. »Sie tun wohl daran. Frankreichs Adler hat breite Flügel, um einen treuen Freund zu beschirmen. Auf England verläßt sich niemand, das war nur so eine Gelegenheitsliaison auf Kündigung. Rußland – der Zar ist hoch und weit, sagt ein russisches Sprichwort, und da werden gewisse Prinzipiengegensätze sich noch lange nicht schlichten. Preußen allein – enfin, ich bin dafür, würden Sie wirklich solche Politik betreiben?«

»Mit Leib und Seele. Meine bescheidene Stimme hat natürlich wenig Gewicht –«

»Ach, sehr lieber Freund, sie ist weder bescheiden noch ohne Gewicht, sondern kühn und voll Nachdruck. Der Kaiser hält große Stücke auf Sie, wie ich Ihnen verraten will. Love at first sight, gegenseitige Anziehung. Er wird mir Dank wissen, wenn ich ihn unterrichte. Bei Ihrer Majestät der Kaiserin haben Sie auch einen Stein im Brett.« Er lächelte. »Im übrigen brauche ich Ihre Erfahrung wohl kaum zu warnen, daß wir unser etwaiges politisches Einvernehmen hier nicht prononcieren dürfen. Ein Glück, daß wir persönlich uns so gut stehen und Sie als Russophile gelten, sonst würde man bald dahinter kommen.«

Die Anspielung auf die Kaiserin verstand er sehr wohl. Auf einem Hatzfeldschen Diner lud man für ihn den alten Diplomaten Rothan ein, der sich zwar zur Ruhe setzte, doch in Beziehung zum Hofe stand. Demgegenüber warf er sich ganz der aufgehenden Sonne zu Füßen. »Ein großer Herrscher, der noch Größeres vollbringen und die Welt in Erstaunen setzen wird! Und mit einer solchen Armee! Ich sah heut früh die Kaiserin-Dragoner der Garde ausrücken neben den Gardezuaven. Welche Kraft in jeder Bewegung! Die Lanciers in ihrer weißen Galakurtka und die herrlichen Kürassiere salutierten mit den Degen vor Ihrer Majestät der Kaiserin. O, welch seltene Frau, nicht nur äußerlich! Die schönste Frau in dem an Schönheiten so reichen Paris!« Er trug diese Schmeicheleien so ungezwungen, doch so laut vor, daß sie unfehlbar aufgefangen und an die richtige Adresse spediert werden würden.

Nicht ohne Scham gedachte er daran, wie er in der Versailler Spiegelgalerie stand, die hier toutes les gloires de la France und den Rokoko-Olymp des Roi-Soleil zurückstrahlte. Als er seine Riesengestalt fremdartig in solcher Umgebung gespiegelt sah, mochte ihm wohl einfallen, daß so vielleicht ein alter Germane im Bärenfell in der goldenen Burg römischer Cäsaren sich angaffen ließ, wenngleich oft auch in römischer Tracht wie Ritter Arminius, der nachher Hermann der Befreier hieß. Von der Schlacht im Teutoburger Wald bis zur Schlacht von Leipzig ist's ein weiter Weg, und doch sinken zuletzt immer die pomphaften Adlerfahnen vor den Hammergottsöhnen des Donar. Wenn Arminius antichambrierte, warum sollte er's nicht auch? Neben ihm aber, auf den Ruf des Cäsars untertänig wartend, stand eine Jammergestalt, o böse Ironie, kein anderer als Dalwigk, der richtige Rheinbundssendling. Arminius, nimm dich in acht, daß nicht auch dir fremde Cäsarenhuld zu Kopfe steigt! Mir? Und er schlug eine bittere Lache auf.

Ich weiß, Aristan, diese Denkart kenn' ich ...
Fragst, wo und wann Germanien gewesen ...
Doch jetzo wirst du mich verstehn, das weiß ich:
Führt ihn hinweg und schlagt das Haupt ihm nieder!
So schlug die Hermannsschlacht Heinrich v. Kleist. –

Er mußte endlich auch Muße finden, sich mal nach Kleist-Retzows Herrlichkeit in Koblenz umzusehen. Dieser Gottesmann fiel in die sonnige Rheinprovinz wie ein Schatten aus dunkelstem Hinterpommern. Ein treuer Knecht war Fridolin, und in der Furcht des Herrn tyrannisierte er drauflos wie ein türkischer Pascha, ins Deutsch-Züchtige übersetzt, oder ein russischer Gouverneur, nur, daß er keine Trinkgelder nahm. Mit Schweiß und Mühe brachte er es dahin, der bestgehaßte Mann am Rhein zu sein und sich das besondere Mißfallen des Prinzen von Preußen zu erwerben. Darob pries ihn das Berliner Parteiregiment, dessen Tage nun freilich auch schon gezählt waren und das in seiner Sünden Maienblüte zu Herbste ging.

»Wir hatten wieder historische Märztage, es ist eine große Zeit«, begrüßte er Otto, indem er die soeben eingetroffene neueste Nummer der Kreuzzeitung zärtlich flachstrich. Sein in der Fremde irrender Freund sah ihn verdutzt an, er wollte seinen Ohren nicht trauen: »Wovon redest du?«

»Wovon soll ich reden als von Hinckeldey-Rochow?« Auf Ottos Stirn trat die strenge Falte hervor, er schwieg. Wo lag hier die immanente Gerechtigkeit? Daß ein Schuft den Verräterlohn von eigenen Spießgesellen erhielt, und daß er durch zufällig unverdientes gewaltsames Ende sich ein Grabgeleit anständiger Leute gewann? Der Polizeipräsident, dies gefügige Werkzeug schamloser Reaktion, beging die Unklugheit, pflichtgemäß eine Spielhölle adeliger Lebemänner aufzuheben. Worauf ihn ein gewisser v. Rochow, ein völlig wertloser Patron, als geübter Kunstschütze forderte und niederknallte. Dem planmäßigen Mord setzte der Vorsitzende des Herrenhauses, Graf zu Stolberg, die Krone auf, indem er beklagte, der Edle v. Rochow sei deshalb verhaftet, während er doch als Edelster der Nation nur seine Ehre rächte. Das Berliner Bürgertum geleitete den schlechten Kerl großartig zu Grabe, weil er zum erstenmal in seinem Leben auf seiten des Rechtes stand und bei dieser ungewohnten Beschäftigung den Märtyrertod erlitt. »Des Königs Gnade hat unsern Rochow schon jetzt aus der Festungshaft begnadigt, alle Gutgesinnten jubilieren, die Kreuzzeitung bringt einen herrlichen Aufsatz eines ungenannten Theologen über das Gottesgericht.«

»Hm, das Duell ist natürlich wider Christi Gebot.« Es würgte ihn etwas Heiseres in der Kehle. Völlig vorurteilslos im großen, hatte er aber seine sonderbare Bekehrung zum Feudaljunker zu fest in sich eingelötet, als daß er dies allzu enganschließende Panzerhemd hätte im täglichen Leben abwerfen können. Er blieb in die Maschen verstrickt und scheuerte sich die Haut darin wund, ohne daß er es merkte. Daß ein so reinlicher Mann sich im Unrat solchen Milieus je wohlfühlte, das mochte er anderen weismachen, nur nicht denen, die ihn erkannten. Indessen – er schwieg, mehr oder minder schwieg er dazu sein Leben lang. »Hinckeldey war – doch de mortuis nil nisi bene! Erzähle mir lieber von deiner Stellung hier!«

Da klagte Oberpräsident Hänschen Stein und Bein über die Prinzeß Auguste, die im übrigen Schloß über ihm residierte, indes er das Erdgeschoß als Amtsresidenz wählte. Sie hegte gegen seine unansehnliche linkische Erscheinung ein weibliches Mißfallen, das sie aber mit weiblicher Güte gern gezähmt hätte, wäre nicht seine konservative Beschränktheit ihr ein Greuel gewesen.

»Dieser ungebildete Mensch!« klagte sie ihrem Gemahl. »Der las sicher noch keine Zeile von Goethe. Solche Leute beschert uns die Kreuzzeitungspartei. Ist nicht sein Intimus der Herr v. Bismarck?«

»Das laß man gut sein«, wehrte der Prinz entschieden ab. »Das ist ein sehr geistreicher Mann, mag er vielleicht auch nicht viel Goethe gelesen haben, ich weiß es nicht. Übrigens ist Kleist-Retzow sein angeheirateter Onkel.«

»O weh! Er soll ja eine richtige Landpomeranze geheiratet haben, eine Frau von gar keiner Bildung und ohne Manieren, wie es sich für seine jetzige Stellung gar nicht schickt.« In ihrem Gemüte dachte sie: Den hat auch Gott in seinem Zorn zum Diplomaten gemacht. Gewiß hat er tadellose Haltung und imponierende Erscheinung, doch so denkt man sich doch einen Diplomaten nicht, so – so ungeschmeidig.

»Sie soll eine sehr gute Frau und Hausfrau sein,« brach der Prinz trocken ab, »und ich bin Pate des letzten Kindes. Ein Mann von hohem Verdienst um Thron und Vaterland, von dem ich mir große Dinge verspreche.«

Die ästhetische Prinzessin, vor der Otto noch nie ein Goethesches Zitat brauchte, rümpfte die schöne Nase. Ihr Minister wurde er jedenfalls nicht. Da war ihr auserwählter Politiker, der braunschweigische Ministersohn v. Schleinitz, ein anderer Mann. Den hatte der abscheuliche Manteuffel, der in dienstlichen Dingen keinen Spaß verstand, arbeitstreu und fleißig trotz aller sonstigen Fehler, wegen allzu großem Hang zur Bequemlichkeit seines Gesandtenpostens in Hannover enthoben. So schlossen also alle Stellen- und Ämterlosen einen Ring um das Thronfolgerpaar, indem sie in ellenlangen Denkschriften die Tiefen ihrer Weisheit und ihres leeren Portemonnaies erschlossen.

»Meine Hausandacht mit dem Gesinde, die wir als gottesfürchtige Eheleute jeden Abend abhalten nach Gottes Gebot, ist ihr lästig, sagt sie«, zürnte der graue Hans. »Doch ich weiß wohl, was es ist. Die Frau Prinzessin treibt Abgötterei mit papistischem Irrwahn. Immer pilgert sie zu katholischen Kirchen, ehrbare christgläubige Pastoren mag sie nicht, aber Bischöfen küßt sie den Hirtenring.«

»Ach, das sind ästhetische Spielereien! Das Malerische am Katholizismus!«

»Ja, so'n Maler in Düsseldorf, ein gewisser Scheuren, genießt höchstihre Protektion, weil er Aquarelle von Kirchen und Madonnen malt.«

»Er malt Landschaften«, korrigierte Otto trocken, der immer alles wußte und mit seinen hundert Augen alles sah. In Paris hatte er nur die Gemälde genau betrachtet, die Maschinen der Gewerbeausstellung interessierten ihn nicht, denn seine ganz auf das Geniale gestellte Natur betrachtete alles Technische als nebensächlich, Idealist und Ästhet in jedem Zuge. Aber vor windigen Salonschöngeistern seine Goethereife auszupacken, lag ihm weltenfern. Auch seine näheren Bekannten wußten nur, daß er sich jeden Abend Beethoven von Nanne vorspielen lasse.

Ein wahres Labsal gewährte ihm aber das Zusammentreffen mit zwei militärischen Vertrauensmännern des Prinzen, zwei schlanken Gardeobersten Gustav und Konstantin v. Alvensleben. Otto begriff auf den ersten Blick, daß dies kundige, schneidige, entschlossene Kriegsführer seien, von denen man sich in höheren Graden noch viel versprechen könne. Gustav Alvensleben bemühte sich taktvoll um besseres Einvernehmen zwischen dem königlichen und prinzlichen Hofe, bekannte aber unumwunden seine Unzufriedenheit über die laue Schlaffheit, die sich von jedem Aufbegehren Österreichs ins Bockshorn jagen ließ. »Ganz recht, wie Sie so richtig sagen zur Freude jedes Soldatenherzens: die Rivalität kann nur auf dem Schlachtfeld ihre Lösung finden. Solche Knoten löst man nicht sacht auf, man durchhaut sie.«

Otto sah den sehnigen, hageren Sprecher fest an: »Wie denken Sie über eine Hauptschlacht zwischen uns und denen?«

»Wir laufen sie über, daß sie die Beine gen Himmel strecken.« Der Oberst stand auf und reckte sich.

»Das ist Ihre solide, wohlerwogene Meinung als Fachmann?«

»Auf Ehre und Gewissen.« Otto streckte ihm die Hand hin:

»Sie haben mir sehr wohlgetan. Das Wort werd' ich behalten und, will's Gott, Sie mal daran erinnern.« Die beiden Männer sahen sich an, Hand in Hand.

»Das hoff' ich.« Fester Soldatenblick, fester Händedruck. Dieser tapfere Ehrenmann scheute sich auch nicht, seinen Unmut nach gewisser Richtung mit kriegerischer Derbheit und Offenheit in kernigen Schmähungen zu entladen.

»Sie haben es wohl schwer in Ihrer Adjutantenstellung?«

»Und ob! Die überspannte Säuselei und Flöterei und das Getue mit dem Ausland! Wenn man die Kniebeuge nicht mitmacht – ach zum Donnerwetter, wenn Frauenzimmer Politik schwatzen, da sträuben sich einem Patrioten die Haare zu Berge – die wenigen, die er noch hat vor Ärger.« Alvensleben strich über sein schon spärliches Haupthaar. »Gottlob haben wir dafür Haare auf den Zähnen, und die sind noch gesund.« Er zeigte lachend sein Gebiß. Halblaut setzte er hinzu: »Sie will mich fortgraulen, doch er hält mich und wird nie damit aufhören.«

»Verlangt sie aber unbedingt –«

»Da kennen Sie ihn schlecht. Auf diesem Punkt wie Erz und Stein, unerschütterlicher Granit. Treuen Mannen ein treuer Herr!« Wie die Recken im Nibelungenlied. Otto sah nachdenklich vor sich hin.

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