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Bilderbuch ohne Bilder

Hans Christian Andersen: Bilderbuch ohne Bilder - Kapitel 31
Quellenangabe
typefiction
authorHans Christian Andersen
titleBilderbuch ohne Bilder
publisherPhilipp Reclam jun. Leipzig
translatorEdmund Zoller
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20060906
projectid60ab1870
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Dreißigster Abend.

»Dicht an der Landstraße,« sagte der Mond, »liegt ein Wirtshaus, und gegenüber von demselben ein großer Wagenschuppen; das Dach wurde eben gedeckt; ich sah durch die Sparren und durch die offenen Deckenluken in den unheimlichen Raum; der kalkuttische Hahn schlief auf dem Balken und der Sattel war in der leeren Krippe zur Ruhe, gebracht. Mitten in dem Raum stand ein Reisewagen, die Herrschaft schlief noch fest, während die Pferde getränkt wurden und der Kutscher seine Glieder reckte, obgleich er, ich weiß es am besten, gut geschlafen hatte, und das mehr, als den halben Weg. Die Tür zum Kutscherzimmer stand offen, das Bett sah aus, als ob es zu oberst und unterst gekehrt worden wäre, das Licht stand auf dem Boden und war tief im Leuchter heruntergebrannt. Der Wind blies kalt durch den Schuppen und die Zeit war näher am Morgengrauen, als an Mitternacht. Dort in dem Stand auf dem Boden schlief eine wandernde Musikantenfamilie, Mutter und Vater träumten wohl von dem brennenden Naß in der Flasche, das kleine, bleiche Mädchen träumte von dem brennenden Naß im Auge; die Harfe lag zu ihren Häupten, der Hund zu ihren Füßen. –«

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