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Joachim Heinrich Campe: Bilder Abeze - Kapitel 16
Quellenangabe
typelegend
authorJoachim Heinrich Campe
titleBilder Abeze
publisherInsel
printrun1. Auflage
editorDietrich Leube
year1975
firstpub1807/09
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20160224
projectid920549d0
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Der Pfau und der Papagei

Ein Pfau und Papagei, die wurden neulich
Zu Markt gebracht. Das Papchen war nur grau
Von Federn, schlecht und recht;
Allein in Grün und Blau
Und Gold gekleidet ging der Pfau,
Und brüstete sich greulich.
Platz, schrie er, du gemeines Vieh!
Platz, Platz für meinen Schweif!
Was willst du hie,
Du adelloser, unter Tieren,
Die Federbusch und Schleppe zieren?
Gib acht, bald führt man mich
In einen goldnen Saal,
Voll süßer Herrn und schöner Damen,
Und dich? – zum Pöbel in den Stall!
Indem er noch so sprach, da kamen
Als Käufer schon die Herren und die Damen,
Erforschten beider Wert; und als
Sie da vernahmen,
Wie schön und dumm der Pfau,
Wie klug das Papchen sei:
Da kauften sie zwar alle beide,
Doch zum Vertrauten nur den Papagei,
Den bunten Pfau zur kurzen Augenweide.
Seit dessen wohnt in einem goldnen Saal
Das Papchen, und der Pfau? –
Beim Pöbel in dem Stall.

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