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Bedingt begnadigt

Laurids Bruun: Bedingt begnadigt - Kapitel 15
Quellenangabe
typefiction
authorLaurids Bruun
titleBedingt begnadigt
publisherGyldendalscher Verlag
printrun4.-8. Auflage
year
firstpub
translatorJulia Koppel
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20080522
projectid3c81a616
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XIV.

Gerda kämpft noch immer mit ihrer Liebe zu Johannes.

Wenn sie stark ist, singt sie und öffnet alle Fenster, um den neuen Tag hereinzulassen, während sie aufräumt.

Bisweilen aber fällt es sie aus dem Hinterhalt an. Sie öffnet den Nähkasten, – da lauert er auf sie in einem Fingerhut, den er ihr einst schenkte. Das offene Fenster, das beim Winde in den Angeln knarrt, blitzt bisweilen wie das Fenster seiner Werkstatt. – sie dreht unwillkürlich den Kopf, ob sie sein Profil drüben im Schatten auf der anderen Seite des Hofes sehen kann.

Hat er sie erst einmal überlistet, nimmt er sie im Sturm und durchsaust sie, bis sie sich weinend niederwirft, und erst wenn die Rathausuhr schlägt und es höchste Zeit ist, das Abendessen zu bereiten, faßt sie sich wieder.

Es gibt Tage, wo sie meint, daß sie nicht genug für Johan Lind ist, daß er, der sie rettete, als alles in der Welt ihr gleichgültig geworden war, mehr fordert; doch kann sie nicht klug aus ihm werden.

Bisweilen ist ein Ausdruck in seinen jungen Augen, wenn er sich unbeachtet glaubt, als ob er sie in seine Arme nehmen und ihr Mann sein möchte.

Eines Nachts, als sie nicht schlafen kann und mit heißem Kopf und brennenden Händen daliegt, hat sie die Empfindung, als ob er nebenan auf sie warte.

Sie stellt sich vor. daß sie an seinem Bett steht und zu ihm sagt: Nimm mich, damit ich für dich sein kann, was ich für Johannes sein wollte, du verdienst es.

Sie wundert sich und sie schämt sich dieses Gedankens ein wenig. Er verlangt nie etwas von ihr, ist immer nur gut und dankbar. Wenn er sie mit Blick und Handdruck begehrte, würde sie scheu werden und sich in sich selbst zurückziehen.

Nein, nein. Liebe fühlt sie nicht für ihn. Sie fühlt sich nur so grenzenlos gering, wenn sie daran denkt, daß sie verschmäht worden ist. Denn sie weiß, wie viel sie geben könnte.

Ach, einen anderen statt seiner glücklich zu machen. Das wäre Vergeltung, und er hätte es nicht besser verdient.

Ihm sagen zu können, wenn er käme: Sieh, was du für immer verloren hast.

Wenn er dann aber bereuen, wenn es um seinen Mund beben und seine Augen voll und dunkel werden würden, dann, ja dann könnte sie vielleicht alles vergessen.

Nein, nein, sie will nicht zu Johan Lind hineingehen, sie weiß auch, daß sie es gar nicht könnte, sie will ihn, der so gut gegen sie gewesen ist, nicht betrügen.

Warum kann ich dich nicht vergessen, Johannes, warum muß ich um dich leiden? Warum kann ich keinen anderen statt deiner glücklich machen?

Gerda warf sich hin und her, bis der Schlaf sich ihrer erbarmte.

Am nächsten Morgen bat sie Johan Lind, ihr zu kaufen, was sie zu ihrer früheren Beschäftigung brauchte.

»Ich habe zu wenig zu tun,« sagt sie und fühlt, daß ihr die Röte in die Wangen steigt; sie wendet ihr Gesicht ab und wischt verlegen einige Stäubchen vom Stuhlrücken. »Hast du keine Bücher, die ich für dich einbinden kann?«

»Gewiß, Kind.«

Er hat viele Bücher, die eingebunden werden müssen. Seltsam, daß er noch nie daran gedacht hat.

Sie muß lächeln. Er durchschaut sie immer.

Sie langweilt sich, dachte Johan Lind, als er in dem Plüschsessel saß, den Kopf gegen die gehäkelte Decke gelehnt.

Eines Morgens stand in der Zeitung, daß Börsenmakler Adolf Massen, der mit der Notbremse, und der philosophische Nachtwanderer, Rentier Lind, eine Adresse und eine Geldsammlung zugunsten des schwer getroffenen Weichenstellers arrangiert hätten. Die Adresse war abgedruckt und die Namen aller derjenigen, die unterschrieben und Geld gegeben hatten.

Gerda, die zeitig aufgestanden war, hörte die Zeitung in den Briefkasten fallen. Sie pflegte sie zu durchfliegen, bevor sie sich an ihre Buchbinderarbeit begab.

Gleich, als sie die Zeitung entfaltete, fiel ihr Blick auf die Adresse.

Wie festlich sie aussah, und dort stand auch ihr eigener Name gedruckt. Er stand nach dem Alphabet, zwischen einem Gutsbesitzer und einem Marineoffizier a.D., es konnte nicht seiner sein.

Sie las es Johan Lind, der noch beim Ankleiden war, durch die geschlossene Tür vor.

Johan Lind wußte, daß die Adresse in diesen Tagen in der Zeitung stehen würde, und hatte sich vorbehalten, dem Weichensteller die frohe Nachricht zu überbringen. Massen hatte allerdings gemeint, das Komitee solle in pleno mit seiner neuen Limousine – 40 Pferdekräfte – hinausfahren und einige feierliche und bewegte Worte dazu sprechen. Geschmeidig aber wie er von Natur war, beugte er sich dem Vater der Idee.

»Willst du mit hinaus?« fragte Johan Lind durch die Tür.

»Ja, gern!« sagte Gerda und war froh. Vor einigen Tagen hatte sie davon gesprochen, daß sie sich nach dem Kinde umsehen wollte: Johan Lind aber war dagegen gewesen. »Es kommen so viele Neugierige,« hatte er gesagt.

Aus der Stadt kommt ein Zug, der Rauch des niedrigen Schor_nsteins wird schwarz und dick über die Wagen zurückgewirbelt. Die Maschine stöhnt, um die letzte Steigung vor dem Bahnhof zu überwinden.

Lind und Gerda stehen wartend neben dem Schlagbaum. Das Wetter ist milde. Die Felder dampfen wie schweißige Pferdeflanken. In den Niederungen liegen Flächen von grauem Schnee, als ob ein ungeheures Tier aus der Eiszeit schnüffelnd über die dampfende Erde geschlendert sei und hier und dort etwas verloren habe.

Der Zug verbirgt das Bahnwärterhaus. Aber sie können sehen, wie die Reisenden im Zug sich aus den Fenstern beugen, um auf das kleine Haus mit dem großen Schicksal, von dem sie in der Morgenzeitung gelesen haben, herabzusehen.

Sie sollten nur wissen, denkt Johan Lind bei sich, daß der »philosophische Nachtwanderer« hier steht, mit der Adresse in der Tasche.

Wenn Sankt Peter die Zeitung nur noch nicht gelesen hat, denkt er und eilt an der verwitterten Weißdornhecke hinter dem Schlagbaum vorbei. Gerda steht still, um Atem zu schöpfen.

»Die Neuigkeit läuft uns ja nicht davon!« sagt sie.

Sein Blick fällt auf die Weiche, wo die Schienen zum Damm abbiegen; und die Erinnerung an jene Nacht steht so lebendig vor ihm, daß sein Herz heftig zu schlagen beginnt.

Brachte ich damals Unglück, so bringe ich heute Rettung, denkt er.

Sie klopften an die Tür. Niemand antwortet.

Sie öffnen die Tür, und dort steht Emmeline mit dem runden Rücken und der spitzen Nase mitten im Zimmer, und wringt den Scheuerlappen über einem Eimer aus. Als sie Geräusch hört, dreht sie sich um, ängstlich wie ein Hase, und der Schreck treibt ihr das Blut in die braunen Backen.

Die beiden Aeltesten sind in der Schule, und die Kleinen spielen draußen auf dem Hof, darum wollte sie die Gelegenheit benutzen, um den Fußboden ordentlich aufzuscheuern. Die Fenster hat sie weit aufgesperrt und die kranke Mutter gut zugedeckt. Tisch und Stühle sind zur Seite gerückt.

Im Bett rührt sich etwas. Ein leises Wimmern ist zu hören, das ist das Jüngste.

Emmeline vergißt zu grüßen.

»Vater ist drüben bei dem neuen Weichensteller,« sagt sie, »ich will ihn holen.«

Sie bringt den Scheuerlappen beiseite und schließt das Fenster.

»Wie geht es deiner Mutter?« flüstert Johan Lind und wirft einen verstohlenen Blick auf das lebende Bettuch.

Das Mädchen überlegt einen Augenblick mit altklugen Augen.

»Ich weiß nicht,« sagt sie vorsichtig, »der Doktor spricht sich nie aus.«

Er kann ihr ansehen, daß sie an das Versprechen denkt, das er ihrer Mutter gegeben hat; aber sie wagt nicht zu fragen.

Er streicht ihr über das wirre Haar und ist drauf und dran, mit seiner Neuigkeit herauszuplatzen.

Da ertönen die schweren Schritte, die er nicht vergessen kann, und in der Tür steht Sankt Peter mit dem Haarschopf in der Stirn und der Narbe und allen Runzeln. Er scheint kleiner und magerer geworden zu sein. Sein Anzug umschlottert ihn.

Die Dienstmütze hat er mit einer alten Radfahrmütze vertauscht, und Johan Lind erinnert sich, daß ein neuer Beamter jetzt seinen alten Platz im Blockhaus ausfüllt.

Wie müde, ach, wie müde sieht er aus!

Er nimmt Johan Linds ausgestreckte Hand, während seine schweren Augen von ihm zu Gerda wandern, als ob sie sagen wollten: Was bringst du uns heute?

»Das junge Mädchen führt mir das Haus,« sagt Johan Lind vorstellend.

Gerda streckt ihm die Hand hin, aber Sankt Peter sieht sie nicht, er ist auf dem Wege zum Bett, um das Bettuch vom Gesicht seiner Frau zu ziehen.

»Ich hatte Mutter zugedeckt, weil ich das Fenster aufgemacht habe.« erklärt Emmeline und wirft ihren Kopf in den Nacken.

Das Tuch wird zurückgeschlagen und auf dem Kissen liegt das weiße Gesicht, nach aufwärts gewandt, im Kranz der farblosen Flechten. Die Lider wölben sich dunkel über den eingefallenen Augen; die offenen Lippen bewegen sich leise beim Atmen.

In ihrem linken Arm liegt der Säugling und reibt sein rotes Näschen mit gespreizten Fingern; als er Licht merkt, heftet er seine dunklen Augen auf die Fremden.

Johan Lind fühlt Gerdas Hand auf seinem Arm.

»Wie süß« flüstert sie, sie sieht nur das Kind.

Als ob die Worte das Herz der Frau berührt hätten, öffnen sich die Lider langsam; sie wendet den Kopf und erkennt Johan Lind.

In ihrem matten Blick glüht eine Frage auf, und ihre Lippen verziehen sich zu einem lautlosen Gruß.

Johan Lind legt seine Hand auf den Ehering, wie er es tat, als er ihr das Versprechen gab. Er erinnert sich des Lächelns ihrer Augen, das das Zimmer erhellte, und begreift, daß sie auf ihn gewartet hat, um sich zur Ruhe legen zu dürfen. Er fühlt, wie es ihm brennend heiß in die Augen steigt und bringt kein Wort über die Lippen.

»Es geht ihr nicht gut,« klingt Sankt Peters müde Stimme an sein Ohr, während seine Hand das Kopfkissen zurechtrückt, »sie will keine Nahrung zu sich nehmen.«

Auch er denkt an das Versprechen, aber er fragt nicht, denn er hat nie daran geglaubt. Er glaubt an nichts mehr; auf seinem alten Platz steht ein neuer Mann.

Johan Lind findet die Strafe bitter. Er legt die Hand auf seinen Aermel und sagt:

»Sie sollen sehen, jetzt wird alles gut, denn ich habe eine große Neuigkeit.«

Damit zieht er das Blatt aus der Tasche und zeigt es der Frau und Sankt Peter und Emmeline.

Er liest vor, aber langsam, denn die Stimme will ihm versagen.

Er zeigt die Namen, sie sind alle da.

Sankt Peter nimmt das Blatt. Seine schweren Augen lesen die Adresse wieder und wieder. Dann beginnt es in seinen Runzeln zu zucken, seine Hand senkt sich auf die Stirn seiner Frau und ihre Augen begegnen sich.

Am Fußende des Bettes aber steht Emmeline und schluckt und schnupft. Sie hat ihre spitze Nase in die Bettdecke vergraben und weint sich die ängstliche Erwartung aus ihrem kleinen, geprüften Herzen heraus.

Der Säugling aber findet, daß man ihn vernachlässigt und fängt an zu weinen. Gerda nimmt ihn, hebt ihn in ihren Armen hoch, – und seht, er schweigt und blickt erstaunt in ihre klaren Augen.

Keiner sagt etwas, allen fehlt es an Worten. Und was sollte auch gesagt werden? Wenn das Herz plötzlich vor Freude überfließt, heißt es lachen. Sankt Peter aber hat das Lachen verlernt. Weinen hat er nie gekonnt. Hätte er es gekonnt, wären seine Augen nicht so schwer, seine Runzeln nicht so starr geworden. Und die Frau ist zu schwach, sie hat weder Kräfte zum Lachen, noch zum Weinen mehr. Lächeln aber kann sie noch, seht, da ist es wieder das Lächeln, das durch das Zimmer leuchtete. Die Morgenröte ist da – tief seufzt es in ihr.

Sie dreht den Kopf, als ob sie sich so recht bequem zurechtlegen möchte. Die Stube ist wie verwandelt. Der König und seine Gemahlin sehen sich unter ihrem goldenen Hochzeitskranze an und kommen sich armselig vor, weil sie nur aus Pappe sind und nicht mitlächeln können.

Als Johan Lind wieder Herr seiner Stimme geworden ist und weiterlesen kann, kommt das Wunderbare, das niemand fassen kann. Sankt Peter streicht sich über die Stirn und will es selbst lesen, einmal, zweimal, und noch immer kann er es nicht glauben: daß alle diese Menschen, denen der Tod gewiß war, als seine Hand fehlgriff, daß sie ihn nicht nur von aller Schuld freisprechen, sondern ihr Teil dazu beitragen wollen, daß es ihm gut geht und seine Frau wieder gesund wird, damit es dem Säugling, den das junge Mädchen mit den guten Augen auf dem Arm hält, und Jörgen und Peter und Hans und Kathinka und Hansigne und dem kleinen Peter Magnus an nichts fehlen soll.

Wo sind sie nur alle? Draußen im Hof. Soll er sie holen? Ach nein, sie würden es doch nicht verstehen.

»Jetzt wirst du wieder gesund, Mutter.« sagt Sankt Peter und beugt sich herab, als ob er die weißen Lippen küssen wollte. Aber er tut es nicht, kommt gar nicht auf den Gedanken, es ist nicht Brauch zwischen ihnen.

Johan Lind sieht den Blick in ihren Augen und denkt bei sich: So also sieht das große Gefühl aus, das nicht sterben kann.

So hat er es doch einmal zu sehen bekommen.

Gerda aber sieht es nicht; sie hat nur Augen für das Kind. Es sperrt das Mäulchen weit auf, fuchtelt mit den Händen und kneift die Augen zusammen. Das bedeutet Lächeln.

»Ich wollte, es wäre meines!« sagt sie und herzt das Kind.

Nein danke. Kaffee wollen sie nicht. Die Familie soll allein sein mit ihrer Freude und ihrem Kummer.

Sankt Peter verspricht, daß er morgen früh um acht Uhr Johan Lind abholen will, um mit ihm zu Börsenmakler Massen zu gehen.

Johan Lind nimmt die Hand, die fehlgegriffen hat, in die seine. Sankt Peter blickt lange mit schweren Augen darauf nieder, bevor er die richtigen Worte findet.

»Es ist nicht des Geldes wegen,« sagt er, »man kann ja noch arbeiten. Aber auf die Adresse hat meine Frau gewartet. Darum sage ich schönen Dank!«

Darauf verabschieden sie sich. Als sie sich auf der Landstraße nach dem kleinen, grauen Haus mit dem seltsamen Schicksal umwenden, steht Sankt Peter vor seiner Tür und sieht ihnen nach, und Emmeline steht neben ihm. Der Wind hat ihr dünnes Kleid gefaßt, und als Gerda winkt, bedenkt sie sich einen Augenblick – sie versteht sich nicht recht darauf –, dann aber wirft sie ihre beiden mageren Arme in die Höhe, so hoch sie reichen kann, und Peter und Hans und Kathinka und der kleine Peter Magnus, die herbeigelaufen sind, sehen es zu ihrem Erstaunen, und im nächsten Augenblick gehen all' die kleinen schmutzigen Arme wie Signalflaggen in die Höhe.

»Glaubst du, daß sie leben kann?« fragte Gerda.

Johan Lind betrachtete sie aufmerksam.

Wie doch alle Dinge verwickelt sind!

Drinnen liegt eine Frau und dankt, daß sie jetzt ruhig sterben kann. Draußen stehen Menschen und freuen sich, daß sie sich nun endlich erholen wird.

Und neben ihm geht Gerda und wünscht ihr Ende, damit sie ihr Kind bekommen kann.

Sein eigenes Herz aber war zerrissen, weil er mit jedem einzelnen fühlte und in ihre Schicksale eingegriffen hatte.

Schließlich antwortete er auf ihre Frage: »Ich glaube, du wirst das Kind bekommen.«

Gerda errötete und sah ihn mit schuldbewußten Augen an, als ob sie ihn um Entschuldigung bitten müßte.

Und ein seltsames Gefühl durchzuckte ihn: Ist sie dennoch die Meine?

Keiner von ihnen sprach; sie dachten beide an die Nacht, als sie hier zum ersten Male gingen. So nah waren sie sich noch nie, und doch war etwas da, das sie beständig trennte.

War der Mann, der sie verschmähte, zurückgekehrt und ging er unsichtbar zwischen ihnen? Oder wagte Johan Lind nicht nach dem zu greifen, was ihm gehörte?

»Sieh mal,« sagte Gerda und zeigte auf ein Haus, »dort tranken wir an jenem Morgen Kaffee, und ich schlief ein, den Kopf auf dem Tisch.«

»Ja, dort war es.« Er sieht die gekreuzten Billardqueues, und dort ist der Bursche, der die Stufen fegte. Er steht wieder am Fenster und schläft mit offenen Augen.

Bald hatten sie die Stadt erreicht.

»Ich bin so hungrig!« sagte sie.

Er dachte, wie einförmig ihr Leben war, ein Tag wie der andere. Und es würde spät werden, bevor sie nach Hause kamen.

»Wir wollen in einem Restaurant essen.«

Er führte sie in ein hübsches Restaurant, sie aßen und tranken gut und hörten Musik. So wurden sie beide vergnügt; und als sie durch die stille Danmarksgade nach Hause gingen, tanzte Gerda im Mondschein mit ihrem Schatten, und er summte dazu.

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