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Bayrische Sagen

Alexander Schöppner: Bayrische Sagen - Kapitel 995
Quellenangabe
typelegend
titleBayrische Sagen
authorAlexander Schöppner
year1979
publisherVerlag Lothar Borowsky
addressMünchen
created20010814
sendergerd.bouillon@t-online.de
modified20170929
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Das Gesundheitsbrünnlein

Eine halbe Stunde von Würzburg entfernt, von Rebenhügeln umgeben, entspringt in der Nähe von Gerbrunn, jedoch noch im Würzburger Weichbild, aus einem Felsen eine kühle Quelle, deren Wasser einen steinigen Grund durchfließt und sich Heidingsfeld gegenüber in den Main ergießt. Diese Quelle führt den Namen Arlandsquelle oder Olesquelle, das Volk aber heißt sie das Gesundheitsbrünnlein.

Vor alters soll an dieser Quelle – der Sage zufolge – ein frommer Kapuzinerbruder namens Arland mit diesem Wasser die Leute von Zahnweh, Hämorrhoiden und Hypochondrie geheilt haben, und daher habe die Quelle seinen Namen erhalten.

War jemand mit Zahnweh behaftet, so mußte er zur Quelle treten, den Mund voll Wasser nehmen, das Wasser eine Zeitlang im Mund halten und dann in das Bächlein ausspeien, damit es fortfließe, und dazu sprechen:

Ich gehe in den Grund,
Nehm' Wasser in mein Mund
Und halt' es in mein Mund
Und spei' es wieder in den Grund,
So werden meine Zähn'
Im Namen Jesu wieder gesund.

Dies mußte er dreimal tun. Und jeder, der dies mit Vertrauen tat, wurde von seinem Übel geheilt.

Noch heute werden dem Gesundheitsbrünnlein gute Einwirkungen auf den menschlichen Körper zugeschrieben, und im Frühling und im Sommer wird es häufig besucht.

 


 

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