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Bayrische Sagen

Alexander Schöppner: Bayrische Sagen - Kapitel 990
Quellenangabe
typelegend
titleBayrische Sagen
authorAlexander Schöppner
year1979
publisherVerlag Lothar Borowsky
addressMünchen
created20010814
sendergerd.bouillon@t-online.de
modified20170929
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Der gesegnete Birnbaum

In der Nähe des Ehehaltenhauses bei Würzburg steht in einem Garten ein alter Birnbaum, der in jedem Jahr zweimal Früchte trägt. Sobald die ersten Birnen ausgewachsen sind, prangen mitten im Sommer an allen Gipfeln der Zweige neue Blüten, und aus diesen kommen die zweiten Früchte, die zur Zeit der Traubenlese reif werden, nur die Hälfte der Größe der ersten Früchte erreichen, aber denselben Geschmack haben. Der Erzähler hat selbst noch den gesegneten Birnbaum beobachtet und von beiden Früchten genossen. Von diesem Baum nun erzählt man folgende Sage:

In einem unfruchtbaren Jahr lag einmal ein frommer Würzburger Fürst krank darnieder. Da verordnete ihm sein Leibarzt frisch gepflückte Birnen. Allein auf der ganzen Markung konnte man keine Birnen auftreiben, da die Bäume dieses Jahr ohne Früchte waren. Endlich fand ein Gärtner zwei Birnen in seinem Garten. Er pflückte sie vom Baum und brachte sie dem kranken Bischof. Der genoß sie und genas sehr schnell. Nach seiner Genesung besuchte er den Gärtner, ließ sich den Birnbaum zeigen und sprach seinen Segen darüber aus. Von dieser Zeit an trägt der gesegnete Baum in jedem Jahr zweimal Früchte.

 


 

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