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Bayrische Sagen

Alexander Schöppner: Bayrische Sagen - Kapitel 98
Quellenangabe
typelegend
titleBayrische Sagen
authorAlexander Schöppner
year1979
publisherVerlag Lothar Borowsky
addressMünchen
created20010814
sendergerd.bouillon@t-online.de
modified20170929
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Burg Steffling im Bayernwald

Im Schloß Steffling oder Stefaning sollen ungeheure Schätze verborgen sein. Die Landgräfin Adelheid, eine geborene bayrische Prinzessin, hat hier im alten Turm viel Geld aufbewahrt; allein es glückte bisher keinem Menschen, den Schatz zu heben, weil dies erst zu Ende des gegenwärtigen Jahrhunderts geschehen kann. Erst dann, wenn diese Zeit gekommen ist und der Schatz gehoben sein wird, wird die Landgräfin von ihrer Strafe, als Burggeist umzugehen, erlöst sein.

Johann Christoph Münster, der im Ruf eines Teufelsbeschwörers stand, soll einmal mit Hilfe eines in seinem Schloß anwesenden Franziskaners alle Hexen seiner Hofmark um die Geisterstunde im Schloßhof versammelt haben. Als sie nun alle da auf dem Platz waren, mußten sie auf seinen Ruf in den Backofen spazieren und darin tanzen; aber dieser Spott wäre die beiden Frevler bald teuer zu stehen gekommen. Die Hexen fielen nämlich nach dem zwölften Glockenschlag alsbald über die Beschwörer her, banden und kitzelten sie so heftig und anhaltend, daß sie ihr Leben geendet haben würden, hätte man nicht schleunigst aus der Burgkapelle den Kreuzpartikel herbeigebracht und ihnen beiden auf Kopf und Brust gelegt.

Noch bis zum Jahre 1802 war dieser merkwürdige Hexentanz am Backofen abgemalt zu sehen.

 


 

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