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Bayrische Sagen

Alexander Schöppner: Bayrische Sagen - Kapitel 979
Quellenangabe
typelegend
titleBayrische Sagen
authorAlexander Schöppner
year1979
publisherVerlag Lothar Borowsky
addressMünchen
created20010814
sendergerd.bouillon@t-online.de
modified20170929
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Der Kaiserzug auf der Karlburg

Es ruht kein Stein mehr auf dem anderen, wo einst die stolze Karlburg prangte; nur eine kahle Wand erinnert noch daran, daß sich Kaiser Karl der Große bei seinen Mainfahrten hier aufhielt und seine Schätze verwahrte. Jedes Jahr in der schönen Vollmondnacht im Mai erhebt sich die zerstörte Burg aus der Erde und strahlt in alter Pracht. Dann kommt der Kaiser mit allen seinen Mannen den Main herabgefahren, und in vollem Prunk geht der Kaiserzug mit der Mitternachtsglocke nach der alten Burg. Da sitzt nun der Kaiser auf seinem Thron, von seinem Hofstaat umgeben, und hält Gericht über seine Vasallen. Doch wenn der Hahn kräht, bricht der Zug wieder auf, die Gestalten verschwinden, die Burg ist wieder versunken, und nur die kahle Wand bleibt stehen – ein trauriges Denkmal entschwundener Herrlichkeit.

 


 

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