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Bayrische Sagen

Alexander Schöppner: Bayrische Sagen - Kapitel 974
Quellenangabe
typelegend
titleBayrische Sagen
authorAlexander Schöppner
year1979
publisherVerlag Lothar Borowsky
addressMünchen
created20010814
sendergerd.bouillon@t-online.de
modified20170929
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Das steinerne Kreuz bei Ansbach, Landgericht Rothenfels

Zur Zeit der lutherischen Kirchenspaltung waren auch die Bewohner des Dorfes Ansbach bei Rothenfels von der katholischen Religion abgefallen und bekannten sich zum neuen Glauben. Fürstbischof Julius, der nur über Katholiken regieren wollte, stellte den katholischen Gottesdienst im ganzen Umfang des Fürstbistums Würzburg wieder her. Doch mit dem äußeren Bekenntnis war nicht allenthalben die innerliche Erneuerung der Neugläubigen vollbracht, und es bedurfte geraumer Zeit, bis die Bräuche der katholischen Kirche wieder gewissenhaft beachtet wurden.

So war einst ein Bauer von Ansbach mit seinem Sohn in den Wald gefahren, um eine Fuhre Holz aufzuladen. Die Glocke läutete eben zur Wandlung, und der Sohn erinnerte den Vater an das Gebet der Kirche. Dieser aber entgegnete kalt: »Gewandelt hin, gewandelt her! Reich mir nur das Holz her!« Unbekümmert um das Glockenzeichen lud er den Wagen voll Holz, setzte sich darauf und wollte nach Hause fahren.

Da wurden plötzlich die Ochsen scheu, rannten durch das Dickicht des Waldes, der Bauer fiel tot vom Wagen herab und hatte den Hals gebrochen. An der Stelle seines Unfalls wurde ein Bildstock und neben diesem ein steinernes Kreuz errichtet.

 


 

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