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Bayrische Sagen

Alexander Schöppner: Bayrische Sagen - Kapitel 964
Quellenangabe
typelegend
titleBayrische Sagen
authorAlexander Schöppner
year1979
publisherVerlag Lothar Borowsky
addressMünchen
created20010814
sendergerd.bouillon@t-online.de
modified20170929
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Der Pestvogel

Als die Pest im Maingrund so furchtbar wütete, daß die Menschen wie Mücken zu Tausenden verschieden, auch gar kein menschliches Mittel mehr helfen wollte, da wankte in einem Ort, in dem schon die ganze Bevölkerung dahingerafft worden war, der letzte Mann siech und elend durch die stillen, mit hohem Gras bewachsenen Gassen des Dorfes. Auf einmal sah er einen Vogel auf dem Giebel des benachbarten Hauses sitzen. Dieser Vogel war seltsam von Ansehen, sein Leib war weiß, sein Schnabel und seine Füße waren schwarz. Der Vogel fing aber zu singen an und rief vernehmlich dem Kranken zu: »Wiesenpimpernell heilt die Krankheit schnell.«

Dieser Ruf fiel wie ein Hoffnungsstrahl in die Seele des Mannes. Sogleich raffte er alle seine Kräfte zusammen, ging hinaus auf die Wiesen und suchte so lange, bis er das Kräutlein gefunden hatte. Bald war er nun mit Gottes Hilfe genesen, desgleichen alle Bewohner der Umgegend, die das Kräutlein gebrauchten.

 


 

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