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Bayrische Sagen

Alexander Schöppner: Bayrische Sagen - Kapitel 962
Quellenangabe
typelegend
titleBayrische Sagen
authorAlexander Schöppner
year1979
publisherVerlag Lothar Borowsky
addressMünchen
created20010814
sendergerd.bouillon@t-online.de
modified20170929
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Der Schatz von Amorbach

Als bei der Säkularisation die Benediktinerabtei aufgehoben und von den geistlichen Herren geräumt werden sollte, bestellte der Abt eine große Anzahl Träger und führte sie in ein Gewölbe, das ganz mit goldenen und silbernen Gefäßen, edlen Steinen und sonstigen Kostbarkeiten gefüllt war. Jeder von den Taglöhnern mußte sich die Augen verbinden lassen, dann bekam er seine Last auf die Schultern. Indem sich nun einer an dem anderen halten mußte, wurde der ganze Zug von einem Mönch die Treppen auf und nieder, durch weite Gänge und Hallen geleitet, bis er sich endlich in einem dunklen, feuchten Gewölbe befand. Hier mußten die Träger ihre Lasten absetzen, worauf sich der ganze Zug wieder auf dieselbe Weise zurückbewegte. Als den Leuten darauf die Binden von den Augen genommen wurden, befanden sie sich zu großer Verwunderung in der Kirche, aus der sie reichlich beschenkt mit der Weisung zu schweigen entlassen wurden.

Wenige Tage darauf mußte der Abt sein Kloster übergeben. Man hatte unermeßliche Reichtümer zu finden gehofft und sah sich auffallend enttäuscht. Die Mönche aber, die lange Zeit die Hoffnung hegten, wieder in die verlassenen Hallen einziehen zu können, starben bald nacheinander, und so soll dann mit dem letzten das Geheimnis von dem Schatz begraben worden sein. Schon oftmals wurde diesem erfolglos nachgespürt.

 


 

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