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Bayrische Sagen

Alexander Schöppner: Bayrische Sagen - Kapitel 952
Quellenangabe
typelegend
titleBayrische Sagen
authorAlexander Schöppner
year1979
publisherVerlag Lothar Borowsky
addressMünchen
created20010814
sendergerd.bouillon@t-online.de
modified20170929
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Wie die Bauern Schloß Lindelbrunn nahmen

Ein Haufe empörter Bauern lag vor Lindelbrunn. Als es ihnen nach vielen Versuchen doch nicht gelang, des Schlosses Meister zu werden, zogen sie plötzlich von dannen, als ob sie die Belagerung aufgegeben hätten. In einem benachbarten Wald hielten sie Lager und sannen zu Rat, wie sie die Burg durch List überwältigen möchten. Einer von ihnen, ein schlaues Bäuerlein, begann: »Wißt ihr was? Ich will mich auf Umwegen an die Burg schleichen und sehen, ob ich eingelassen werde. Komm' ich bis zu Sonnenuntergang nicht wieder zurück, so wißt ihr, daß ich im Schloß bin, und dann macht euch auf den Weg, daß ihr um Mitternacht dort in der Nähe seid.«

Die Bauern ließen sich diesen Vorschlag gefallen; der Bauer aber erlangte richtig Einlaß in die Burg, stellte sich dort, als wäre er todmüde, und streckte sich noch vor Nacht auf das ihm angewiesene Lager. Zur Mitternachtsstunde aber wußte er sich unbemerkt ans Tor zu schleichen und die Zugbrücke niederzulassen, worauf die Bauern sogleich in die Burg eindrangen, die wenigen Knechte, die sich widersetzten, niedermachten und das Schloß plünderten und verbrannten.

 


 

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