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Bayrische Sagen

Alexander Schöppner: Bayrische Sagen - Kapitel 931
Quellenangabe
typelegend
titleBayrische Sagen
authorAlexander Schöppner
year1979
publisherVerlag Lothar Borowsky
addressMünchen
created20010814
sendergerd.bouillon@t-online.de
modified20170929
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Kinderl, friert's enk nit?

Sage von Pfaffendorf.

Der Müller von Pfaffendorf ging einstmals in einer Winternacht aus dem Wirtshaus zu Brunnen über den Friedhof, den nächsten Weg nach seinem Dorf. Es war aber eine grimmige Kälte, und er hatte einen Pelzrock an. Als er vor der Grabstätte der Unschuldigen Kindlein vorbeikam, rief er neckend ins Häuslein hinein: »Kinderl, friert's enk nit?« Und er ging dann seines Weges fort. Er war aber noch nicht hundert Schritt weiter, als er hinter sich etwas rascheln und rauschen hörte; und wie er umschaute, sah er unzählige Lichtlein, die ihm nachschwirrten. In der Angst seines Herzens warf er den Pelzrock von sich, um geschwinder laufen zu können. So kam er ganz ermattet und erfroren in Pfaffendorf an. Am anderen Tag wollte er seinen Pelzrock holen, er traf ihn aber nicht mehr an der Stelle; wohl aber sah er, als er über den Friedhof ging, auf jedem Grab ein Flöcklein vom Pelz liegen, so daß er sich das Seinige wohl denken mochte.

 


 

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