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Bayrische Sagen

Alexander Schöppner: Bayrische Sagen - Kapitel 915
Quellenangabe
typelegend
titleBayrische Sagen
authorAlexander Schöppner
year1979
publisherVerlag Lothar Borowsky
addressMünchen
created20010814
sendergerd.bouillon@t-online.de
modified20170929
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Das Fräulein auf dem Osberg

Der Osberg bei Hechendorf, unweit Murnau.

Das Fräulein auf dem Osberg liebte einen Ritter, der auf der Fesch bei Ohlstadt wohnte (die Fesch ist eine Felsenspitze mit tiefen Höhlen). Da aber der Osberg ganz von einem See umgeben war, so schwamm der Ritter immer nachts hinüber, und das Fräulein stellte ein brennendes Licht an das Fenster, das ihm zum Ziel diente. So sahen sich oftmals die Liebenden.

Einst aber schlief das Fräulein den Geliebten erwartend ein, und ein Sturm warf das Licht vom Fenster herab, daß es erlosch. Der in stürmischer, finsterer Nacht auf dem See schwimmende Ritter verlor das gewohnte Ziel und wurde von den Wellen verschlungen. Da verwünschte das Fräulein den See, und es entstand der Staffelsee. Die Bildung des Tals, in dem der Osberg liegt, zeigt, daß es einst ein See war, der sich aber einen Ausgang gesucht hat und nun Sumpf ist.

 


 

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