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Bayrische Sagen

Alexander Schöppner: Bayrische Sagen - Kapitel 906
Quellenangabe
typelegend
titleBayrische Sagen
authorAlexander Schöppner
year1979
publisherVerlag Lothar Borowsky
addressMünchen
created20010814
sendergerd.bouillon@t-online.de
modified20170929
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Die Geburtsstätte des heiligen Grafen Rasso oder Ratho

Zwischen den Dörfern Mühlhausen und Gerezhausen in der Nähe des Städtchens Landsberg sieht man einem Burgsel. Am Fuß dieses Berges, am Weg, der von Mühlhausen nach Gerezhausen führt, steht eine steinerne Säule, in der eine Tafel eingeschlossen ist, die das Bild des heiligen Rasso oder Ratho, Grafen von Andechs und Dießen, enthält, bei dem sich auch eine Frau aufgezeichnet findet, die dessen Mutter darstellt.

Diese Säule mit dem beschriebenen Bild ist merkwürdiger, als man glaubt. Das Volk der Gegend ist allgemein der Meinung, daß hier der heilige Graf Rasso oder Ratho geboren sei. Seine Mutter sei nämlich vor der Grausamkeit ihres Ehegemahls Rathold geflohen, um sich unter den Schutz ihres Bruders zu stellen, der zu jener Zeit Pfarrherr in Gerezhausen gewesen ist. Da sie hoch schwanger war, konnte sie das Dorf Gerezhausen und auch die nahe gelegene Burg nicht mehr erreichen und gebar einen Sohn, der den Namen Rasso oder Ratho erhielt. Dies ist der nachher so mächtige und berühmte Graf Ratho, der in Bayern als ein Heiliger verehrt wird.

Noch wallfahrten manche Bewohner des Lechrains zu dieser Säule, wie auch jene, die die Begräbnisstätte des heiligen Grafen Ratho besucht haben, im Nachhausegehen öfter bei seiner Geburtsstätte haltmachen und hier ihre letzte Andacht verrichten.

 


 

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