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Bayrische Sagen

Alexander Schöppner: Bayrische Sagen - Kapitel 904
Quellenangabe
typelegend
titleBayrische Sagen
authorAlexander Schöppner
year1979
publisherVerlag Lothar Borowsky
addressMünchen
created20010814
sendergerd.bouillon@t-online.de
modified20170929
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Mariakapelle ob der Urtl bei Schmiehen

Bei der Quelle jenes Bächleins, das durch das Dorf Schmiehen fließt und diesem wahrscheinlich den Namen gab, fuhr vor alten Zeiten ein Fuhrmann vorbei, und siehe da, plötzlich konnte er nicht mehr weiter. Er trieb die Pferde an und geißelte unbarmherzig drauflos, aber es half nichts, die guten Tiere zogen nicht mehr. Der Fuhrmann betete und fluchte und griff in die Speichen der Räder – alles vergebens. Der Wagen blieb stecken, und die Tiere waren kraftlos. Da grub er endlich die Erde auf und fand ein Bildnis der Muttergottes. Kaum war dieses erhoben, so zogen die Pferde wieder, und der Fuhrmann konnte seines Weges ziehen.

Alsbald wurde an dieser Stelle eine Kapelle erbaut und das Bild darin aufgestellt. Der Zulauf des Volkes wurde so groß, daß man die Kapelle erweitern mußte. Im Jahre 1691 fand es der Hofmarchsherr von Schmiehen, Bonaventura Graf von Fugger, für gut, dort eine ewige Messe zu stiften.

Dies ist der Ursprung des Kirchleins Mariakapelle ob der Urtl bei Schmiehen. Das Bächlein aber soll den Namen vom lateinischen Wort smigma, d. h. Seife, haben, weil das Wasser eine etwas bläuliche Farbe hat und zum Reinigen der Wäsche ganz besonders taugen soll.

 


 

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