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Bayrische Sagen

Alexander Schöppner: Bayrische Sagen - Kapitel 9
Quellenangabe
typelegend
titleBayrische Sagen
authorAlexander Schöppner
year1979
publisherVerlag Lothar Borowsky
addressMünchen
created20010814
sendergerd.bouillon@t-online.de
modified20170929
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Des Hirten Stab

Es ging einmal ein Hirtenknabe den Untersberg hinab, und weil es sehr schwül war, so streckte er sich ins weiche Gras an einer frischen Quelle nieder und schlief ein. Als er erwachte, griff er nach seinem Stab, den er in die Quelle gelegt hatte. Aber o Wunder! Anstatt des alten, mit Eisen beschlagenen Stocks blitzte ein nagelneuer Hirtenstab von purem Gold aus dem Wasser. Voll Freude nahm ihn der Knabe und eilte damit spornstreichs den Berg hinunter seinem Dorf zu.

Hier entstand ein großes Aufsehen über den kostbaren Fund, und alles Volk machte sich sofort, schwer mit altem Eisen beladen, auf den Weg nach dem Goldbrünnlein. Dort wollte jeder zuerst seine Bürde von Eisen ins Wasser werfen. Bald war die Quelle angefüllt. Aber vergeblich warteten die guten Leute auf die Vergoldung; am Ende mußten sie ihr Eisen wieder aus dem Wasser ziehen und beschämt nach Hause wandern.

 


 

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