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Bayrische Sagen

Alexander Schöppner: Bayrische Sagen - Kapitel 864
Quellenangabe
typelegend
titleBayrische Sagen
authorAlexander Schöppner
year1979
publisherVerlag Lothar Borowsky
addressMünchen
created20010814
sendergerd.bouillon@t-online.de
modified20170929
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's Herrgottsruahklösterli

Lauinger Sage. Von dem Klostergebäude sind nur mehr die Grundmauern vorhanden. Die Zerstörung fällt in frühere Zeit als jene des Dreißigjährigen Krieges, an die sich die Sage hält.

's ischt amol a bildschöas Mädli z' Lauinga gwea, dia ischt a Klostarfro woara, weil ihr ihr Vater ihran Schatz öt zuam Maa gea hott. 's Klostar, wo sie Nonn woara ischt, ischt dau dusa gstau, wo ma da Berg ins Weihgoi nah gat. Sellmol hat der wild Schwed im Land ghaust, u ihr Schatz ischt bei am Soldat woara u hat's bis zum Offizierer braucht. Er ischt wiedar in d' Gegat komma u hat se mit der Nonn verschwoara, sie aus'm Klostar z' hola u älles Gold u Silber, so im Gotteshaus drinna lieg, mit se z' nehma.

Der Offizierer ischt richti in dr Nacht komma, aber 's Ding hat'n Lärm geba, u Dianstbota im Klostar hant se gwehrt, u durch a Ungschick hat der Offizierer sein oigana Schatz, die sell Nonn, verschossa; u wie er fürchti jomarat hat, hant seine Leut 's Klostar in Brand gsteckt, u dös ischt verbronna.

Sei Lebtag hat ma vom Offizierer öx meh ghört; d' Nonn aber hot ma oft gseha, denn se goht als Goischt um, und der wau s' erlösa tuat, kriegt a ganza Truha voll Geld.

 


 

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