Projekt Gutenberg

Textsuche bei Gutenberg-DE:
Startseite    Genres    Neue Texte    Alle Autoren    Alle Werke    Lesetips    Shop    Information    Impressum
Autoren A-Z: A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z | Alle
Gutenberg > Alexander Schöppner >

Bayrische Sagen

Alexander Schöppner: Bayrische Sagen - Kapitel 86
Quellenangabe
typelegend
titleBayrische Sagen
authorAlexander Schöppner
year1979
publisherVerlag Lothar Borowsky
addressMünchen
created20010814
sendergerd.bouillon@t-online.de
modified20170929
Schließen

Navigation:

Schneiderburg

Von A. v. Platen. – Schneiderburg oder Krempelstein auf österr. Boden, doch ganz nahe Passau am rechten Donauufer.

        Ein Schneider flink mit der Ziege sein
Behauste den Krempelstein,
Sah oft von der felsigen Schwelle
Hinab zu der Donauwelle,
In reißenden Strudel hinein.

So saß er oft, und so sang er dabei:
»Wie leb' ich sorgenfrei!
Meine Ziege, die nährt und letzt mich,
Manch Liedchen klingt und ergötzt mich,
Fährt unten ein Schiffer vorbei!«

Doch ach, die Ziege, sie starb, und ihr
Rief er nach: »Wehe mir!
So wirst du mich nicht mehr laben,
So muß ich dich hier begraben
Im Bette der Donau hier?«

Doch als er sie schleudere will hinein,
Verwickelt – o Todespein! –
Ihr Horn sich ihm in die Kleider;
Nun liegen Zieg' und Schneider
Tief unter dem Krempelstein.

 


 

 << Kapitel 85  Kapitel 87 >> 






TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.