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Bayrische Sagen

Alexander Schöppner: Bayrische Sagen - Kapitel 858
Quellenangabe
typelegend
titleBayrische Sagen
authorAlexander Schöppner
year1979
publisherVerlag Lothar Borowsky
addressMünchen
created20010814
sendergerd.bouillon@t-online.de
modified20170929
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Störche künden den Dreißigjährigen Krieg an

Anno 1632 begab sich der Zufall, daß sechzehn Störche um die auf der Residenz zu Neuburg sich damals befindlichen Storchennester stritten und gleichsam Krieg zu führen begannen. Bald gewann diese, bald jene Partei die Oberhand, doch behaupteten am Ende jene den Besitz, die schon vorher die Nester eingenommen hatten. Einer jedoch, und zwar der größte von ihnen, setzte sich vordem Abzug auf jenen Teil des Daches, mit dem die Wohnung, in der sich nachmals der König Gustav Adolf von Schweden aufhielt, bedeckt war, flog aber nach einiger Zeit auch wieder weg.

Auf einer alten Abbildung der Stadt Neuburg bei Merian sieht man noch einen Storch auf diesem Dach stehen – eine Anspielung auf obige Begebenheit, die, wie der Chronist beifügt, bei den alten Heiden große Bedeutung, bei Christen aber wenig Aufmerksamkeit verdient. Doch hat man Beispiele, daß sich die Störche vor ihrer gewöhnlichen Zeit aus etlichen Städten begaben, wenn diese einen großen Ruin erlitten.

 


 

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