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Bayrische Sagen

Alexander Schöppner: Bayrische Sagen - Kapitel 842
Quellenangabe
typelegend
titleBayrische Sagen
authorAlexander Schöppner
year1979
publisherVerlag Lothar Borowsky
addressMünchen
created20010814
sendergerd.bouillon@t-online.de
modified20170929
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Der suchende Geist

Von K. Behlen.

        Zu Deiningen schmausen die Templer im Turm,
Da sind sie sicher vor Regen und Sturm;

Da sind sie sicher vor Raub und Mord,
Der ihnen dräuet von allem Ort.

Sie sitzen beisammen beim frohen Mahl;
Vom Weine duftet der goldne Pokal.

Sie haben getrunken bis Mitternacht,
Der trauteste Diener bei ihnen wacht.

Nun schlafen sie ruhig nach fröhlichem Mahl,
Da fasset der Diener den blinkenden Stahl.

Das Gold und das Silber, das leitet den Arm,
Wie flutet das Blut aus den Herzen so warm.

Und als nun geflossen das edle Blut,
So suchte der Mörder nach ihrem Gut.

Seit ist vergangen manch hundert Jahr,
Das Gut ist zu finden noch immerdar;

Die Kammer gebrochen, zerbrochen der Schrein,
Noch suchet der Diener beim Mondenschein!

 


 

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