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Bayrische Sagen

Alexander Schöppner: Bayrische Sagen - Kapitel 835
Quellenangabe
typelegend
titleBayrische Sagen
authorAlexander Schöppner
year1979
publisherVerlag Lothar Borowsky
addressMünchen
created20010814
sendergerd.bouillon@t-online.de
modified20170929
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Das Herkommen der Herren von Nortenberg

Als die Herzöge auf der Rothenburg saßen, waren in der Burggasse nicht mehr als sieben Häuser. In einem davon wohnte ein Kürschner, ein redlicher und frommer Mann, der die Herren am Hof gut mit Pelzwerk versorgte und sonst wohl gelitten war. Zu derselben Zeit begab es sich, daß Edelleute von Burlenschwab auf Raub ausritten und einen großen Stübig mit trefflichem Rauchwerk gewannen. »Wir wollen die Pelze«, sprachen sie, »dem Kürschner bei der Rothenburg verkaufen; das wird dem Herzog gefallen, und er mag uns mit gutem Imbiß ergötzen.«

Als nun der Kürschner den erkauften Stübig aufbrach, fand er ganz unten eine große Summe in Silbergeld und Goldgulden, die die Kaufleute unter den Fellen verborgen hatten. Anfänglich erzürnte der Herzog über den Handel und wollte das Geld an sich nehmen; da stellten ihm aber seine Räte und andere ehrbare Leute vor, der Mann wäre doch schon so lange an seinem Hof gewesen und habe viele hübsche Knaben von kräftiger Art, die wohl zu frommen Leuten erwachsen möchten; bei diesen sei das Geld gut angelegt.

Darauf zog der Herzog seine Hand zurück, und weil der Kürschner fortan sich redlich hielt, so begnadigte ihn der Fürst mit einem Wappen und machte ihn zu seinem Küchenmeister; dessen Söhnen aber gestattete er, Land und Leute zu erkaufen und sich sonst in ehrlichen Dingen mit Edelleuten zu vermischen.

 


 

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