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Bayrische Sagen

Alexander Schöppner: Bayrische Sagen - Kapitel 83
Quellenangabe
typelegend
titleBayrische Sagen
authorAlexander Schöppner
year1979
publisherVerlag Lothar Borowsky
addressMünchen
created20010814
sendergerd.bouillon@t-online.de
modified20170929
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Sattlern bei Vilsbiburg

Sattlern, Feldkapelle der Pfarrei Gaindorf, unfern Vilsbiburg.

Als der siegreiche Ludwig nach der Schlacht bei Ampfing seinen hohen Gefangenen, Friedrich den Schönen, nach Regensburg führte und durch das grüne Waldtal an der Vils bei Götzen im schlechten Weg ritt, stürzte urplötzlich das Roß unter ihm zusammen und konnte durch kein Mittel wieder emporgebracht werden; ja selbst der Reiter saß vor Schrecken ganz betäubt auf dem gestürzten Roß wie angeheftet. Da meinte der edle Marschall – nun Stallmeister des Königs – Parzival von Sporneck, das sei ein deutliches Zeichen von oben, wie Ludwig der himmlischen Frau noch Dank schulde, weil sie ihn im Gewühl der Schlacht mit ihrem Schild gedeckt hätte.

Solche Ermahnung wurde vom Sieger mit Dank angenommen und das Gelübde getan, am Ort des Unfalls der Lieben Frau ein schönes Betkirchlein aufzurichten. Darauf soll sich des Königs Roß ermannt haben und freudig wiehernd aufgesprungen sein. Ludwig erbaute das Kirchlein und schenkte das edle Roß samt herrlichem Sattel und Zeug für die neue Kapelle, die davon den Namen Sattlern empfing.

 


 

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