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Bayrische Sagen

Alexander Schöppner: Bayrische Sagen - Kapitel 826
Quellenangabe
typelegend
titleBayrische Sagen
authorAlexander Schöppner
year1979
publisherVerlag Lothar Borowsky
addressMünchen
created20010814
sendergerd.bouillon@t-online.de
modified20170929
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Der Schatz zu Rodenkirchen

Nordwärts vom Donnersberg, nicht gar weit vom Städtlein Kirchheimbolanden, liegen die wenigen Trümmer der alten Prämonstratenser- oder Norbertinerabtei Rodenkirchen. Ein einsames Gehöft steht seit gar langer Zeit schon auf der Stelle des Klosters. In der Mitte des vorigen Jahrhunderts will die Frau des damaligen Hofbauers, sooft sie im Garten arbeitete, einen Mönch gesehen haben, der immer auf einem alten Gewölbe stand. Sie machte der fürstlich nassau-weilburgischen Regierung zu Kirchheim die Anzeige von diesem Gesicht und erklärte, den Hof verlassen zu wollen. Sie wurde als albern verlacht.

Endlich gab der Fürst doch einem Italiener namens Cavallari den Auftrag, das Gewölbe zu untersuchen, mit der Bedingung, ihm von dem etwaigen Schatz den zehnten Pfennig zu geben. Lange durchwühlte der Italiener das Gewölbe, ohne etwas zu finden. Endlich bemerkte er an der Mauer einige verschobene Steine, hob sie heraus und fand irdene Töpfe, mit blinkenden Goldgulden gefüllt. Lachend zahlte er dem Fürsten den zehnten Pfennig, die Räte kratzten ärgerlich hinter den Ohren, der Norbertinermönch aber wurde von der Hoffrau nicht mehr gesehen.

 


 

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