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Bayrische Sagen

Alexander Schöppner: Bayrische Sagen - Kapitel 824
Quellenangabe
typelegend
titleBayrische Sagen
authorAlexander Schöppner
year1979
publisherVerlag Lothar Borowsky
addressMünchen
created20010814
sendergerd.bouillon@t-online.de
modified20170929
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Die Silbergrube

Im Wolferstal am Donnersberg, nicht weit vom ehemaligen Schloß Hohenfels mit seiner silbernen Treppe und seinen verborgenen Schätzen, ist eine alte, verlassene Grube, die Kobolds- (Kobalt), auch Silbergrube genannt. Vor mehr als hundert Jahren grub man dort nach Kobalt.

Da saßen einst zur Zeit der Schicht die Bergknappen in einer sogenannten Strecke beisammen um ein helles Feuer. Auf einmal kam eine Kröte von ungeheurer Größe zum Feuer gekrochen. Die Bergknappen erschraken. Etliche wollten das Tier töten, etliche aber mahnten davon ab und sprachen: »Wer weiß, was dahintersteckt?« Die Kröte aber kroch fort und hüpfte in ein nahes Gesenke.

Kaum war sie drunten, so entstand ein Tosen und Heulen in dem Gesenke, daß die Bergleute entsetzt flohen und zu Tag fuhren, dem Steiger die Anzeige zu machen. Am anderen Tag sollte die Knappschaft das Gesenke untersuchen, aber niemand wollte hinabfahren. Der Steiger faßte Mut, einige Knappen folgten ihm, und sie fanden dort nicht nur eine große Menge Kobalt, sondern auch eine reiche Silberader. Von jener Stunde an hieß die Grube die Weiße oder die Silbergrube.

Ein andermal saßen die Bergleute wieder zur Ruhezeit beisammen in der Tiefe, da hörten sie plötzlich in der Ferne arbeiten. Sie waren gewiß, daß der Berggeist ihnen etwas anzeige, merkten sich genau die Richtung, legten einen neuen Ort (Seitengang) in der Grube an und fanden dort Kobalt und Silber in Menge.

 


 

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