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Bayrische Sagen

Alexander Schöppner: Bayrische Sagen - Kapitel 79
Quellenangabe
typelegend
titleBayrische Sagen
authorAlexander Schöppner
year1979
publisherVerlag Lothar Borowsky
addressMünchen
created20010814
sendergerd.bouillon@t-online.de
modified20170929
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Herzog Christophs Stein (2)

Von Guido Görres

        Zu München in dem Bayerland,
Da ist's gar hübsch und fein;
Zu München in dem Königsschloß,
Da liegt ein großer Stein.

Er liegt gebunden gut und fest
An einer Kette dort,
Doch sagen kann ich nicht, warum
Ihn trüg' ja keiner fort.

Der jungen Herren gehen viel
Zu München aus und ein,
Doch alle lassen ruhig stehn,
Denselben großen Stein.

Ein Herzog war im Bayerland
Vor allen keck und kühn,
Der warf den Stein mit leichter Hand
Ein gut Stück Wegs dahin.

Und Christoph hieß der Herzog kühn,
Ein Held so wohlbekannt,
Wie weit er warf, wie hoch er sprang,
Das steht dort an der Wand.

Und kömmst du einst nach München hin
Und gehst ins Schloß hinein,
Vergesse mir vor allem nicht
Des Herzogs großen Stein.

Und wirfst du ihn wie er so weit,
Und springst du so gewandt:
Dann schreibt man deinen Namen auch
Zum Herzog an die Wand.

Doch weil noch keiner kam und sprang
Und warf so weit den Stein,
Drum soll der Fürst der Bayern stets
Von uns gepriesen sein.

Und möge unsern Fürsten all
Der liebe Gott verleihn
Aus jeder Not den rechten Sprung
Und Kraft für jeden Stein.

 


 

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