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Bayrische Sagen

Alexander Schöppner: Bayrische Sagen - Kapitel 775
Quellenangabe
typelegend
titleBayrische Sagen
authorAlexander Schöppner
year1979
publisherVerlag Lothar Borowsky
addressMünchen
created20010814
sendergerd.bouillon@t-online.de
modified20170929
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Der wandernde Hirschwirt

Eine Frau aus Lohrhaupten ging einmal über Frammersbach nach Lohr. Als sie in den »Lentgrund«, ungefähr halbwegs zwischen Partenstein und Lohr, gekommen war, da sah sie auf dem Steg den Hirschwirt sitzen und mit dem Kopf wackeln, als ob ihm nicht recht wohl wäre. Es mochte so um die Morgendämmerung sein. Sie redete ihn an, da sie ihn sehr gut kannte. Er gab aber keine Antwort. Das kam ihr kurios vor, und sie eilte sich sehr und lief in das Hirschwirtshaus und sagte zu seiner Tochter: »Geht doch hinaus, und holt auf dem Steg Euren Vater ab, der erfriert ja!«

Die Tochter antwortete: »O schweigt doch davon, daß es nicht unter die Leute kommt; unser Vater ist gestorben!«

Auch auf dem Rathaus hat er oft rumort und alles drunter und drüber geschlagen. Ob er seine Gäste übel behandelt oder als Ratsherr Unrecht verübt oder was er sonst begangen hat, weswegen er wandern mußte, ist mir nicht kundgeworden.

 


 

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