Projekt Gutenberg

Textsuche bei Gutenberg-DE:
Startseite    Genres    Neue Texte    Alle Autoren    Alle Werke    Lesetips    Shop    Information    Impressum
Autoren A-Z: A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z | Alle
Gutenberg > Alexander Schöppner >

Bayrische Sagen

Alexander Schöppner: Bayrische Sagen - Kapitel 734
Quellenangabe
typelegend
titleBayrische Sagen
authorAlexander Schöppner
year1979
publisherVerlag Lothar Borowsky
addressMünchen
created20010814
sendergerd.bouillon@t-online.de
modified20170929
Schließen

Navigation:

Die nächtliche Ratsversammlung

Im großen Rathaussaal zu Würzburg, wo jetzt die unterfränkischen Schwurgerichtsfälle verhandelt werden, sieht man öfters nachts eine unheimliche Beleuchtung aus den Fenstern schimmern. Da halten Bürgermeister, Rat und Viertelmeister, die am 9. Mai 1525 sich durch einen feierlich publizierten Beschluß an die Aufständischen im Bauernkrieg anschlossen und die Stadt Würzburg zur Hauptstadt des »Armen Konrad«, des Bauernbundes, erklärten, ihre nächtliche Geisterversammlung. Bischof Konrad, dem sie den Schwur der Treue gebrochen hatten und der damals sein Vaterland als Flüchtling verlassen mußte, hat seinen Fluch über die Würzburger Ratsherren ausgesprochen.

Solange dieser Fluch nicht zurückgenommen ist, so lange müssen die geisterhaften Ratsversammlungen fortbestehen.

 


 

 << Kapitel 733  Kapitel 735 >> 






TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.