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Bayrische Sagen

Alexander Schöppner: Bayrische Sagen - Kapitel 732
Quellenangabe
typelegend
titleBayrische Sagen
authorAlexander Schöppner
year1979
publisherVerlag Lothar Borowsky
addressMünchen
created20010814
sendergerd.bouillon@t-online.de
modified20170929
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Das verwünschte Haus zu Würzburg

Hinter dem Arbeitshaus zu Würzburg, wo der hintere Wachtposten auf und ab wandelt, steht ein Haus, das ist ohne Dach und kann nicht weiter als bis zum Giebel gebaut werden, weil es verwünscht ist. Davon erzählt die Volkssage folgendes:

Vor alters, als der Teufel mehr Gewalt über die Menschen besaß als heutzutage, lebte in diesem Haus ein Vater mit zwei Kindern. Diese waren ungehorsam und ungeraten. Als einmal die bösen Kinder sich sogar tätlich an ihrem Vater vergriffen, rief dieser in der Hitze des Zorns: »Wenn euch nur der Teufel das Hirn einschlüge!« Und sogleich erschien der Teufel, ergriff die beiden Kinder und schleuderte sie mit solcher Gewalt an die Wand, daß sie gänzlich zerschmettert wurden.

Da den Vater sein Zorneswunsch nach diesem Erfolg doch reute und er aus Gram seinem baldigen Lebensende entgegensiechte, so ließ er das Haus einreißen und verwünschte es, daß keine Familie mehr unter seinem Dach wohnen solle.

Später wollte man das Haus wieder aufbauen, allein man brachte kein Dach zustande, da es der Teufel jedesmal nachts zerstörte. Und so steht das verwünschte Haus noch heute ohne Dach und Einwohner da.

 


 

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