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Bayrische Sagen

Alexander Schöppner: Bayrische Sagen - Kapitel 721
Quellenangabe
typelegend
titleBayrische Sagen
authorAlexander Schöppner
year1979
publisherVerlag Lothar Borowsky
addressMünchen
created20010814
sendergerd.bouillon@t-online.de
modified20170929
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Dreikönigsfeier

Dem Kuchen zur Dreikönigsfeier war Ingwer und Pfeffer zugemischt.

Am Tag der Heiligen Drei Könige bereitete vor alters jede Hausmutter in Franken den Teig zu einem Honigkuchen, dem sie einen Schilling beimischte. War der Kuchen gebacken, so teilte sie ihn in so viele Teile, als Mitglieder der Familie waren, worunter aber auch fünf Arme für diesen Tag aufgenommen wurden, die den Herrn Jesus, die Jungfrau Maria und die Heiligen Drei Könige darstellten.

Wessen Teil am Honigkuchen den eingemischten Schilling enthielt, der war König des festlichen Tages. Man hob ihn dreimal unter lautem Jubelgeschrei in die Höhe nach alter deutscher Sitte, setzte ihn auf einen für ihn zubereiteten Stuhl, und alle Hausgenossen huldigten ihm als König. Er ordnete für den ganzen Tag die Feierlichkeiten und Ergötzlichkeiten. Sein erstes Geschäft aber war, mit Kreide die Türpfosten im Haus mit drei Kreuzen zu bezeichnen. Man setzte viel Zutrauen auf die Kraft dieser Kreuze und glaubte sich dadurch gegen viele widrige Zufälle gesichert.

 


 

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