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Bayrische Sagen

Alexander Schöppner: Bayrische Sagen - Kapitel 694
Quellenangabe
typelegend
titleBayrische Sagen
authorAlexander Schöppner
year1979
publisherVerlag Lothar Borowsky
addressMünchen
created20010814
sendergerd.bouillon@t-online.de
modified20170929
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Der Küfer im Hofkeller zu Würzburg

Als das große Faß Nr. 1. im Hofkeller zu Würzburg, das 660 Eimer 24 Maß hält, zum ersten Mal mit ausgezeichnetem Steinwein gefüllt wurde, verschrieb sich der trinklustige Küfer, der es gebaut hatte, dem Teufel unter der Bedingung, daß, sooft aus dem Faß Wein abgezapft oder in dieses gefüllt werde, er sich einen Rausch von Steinwein antrinken dürfe. Dies war auch der Fall, da er jede Weinfüllung zu besorgen hatte.

Als er sich einst bei einer solchen Füllung wieder einen Rausch angetrunken hatte, stürzte ihn der Teufel die Treppen hinab, so daß er sich den Hals brach. Sooft nun aus diesem Faß Wein abgezapft oder neu hineingefüllt wird, hören die dabei beschäftigten Küfer ein gieriges Schlürfen, denn es ist der Geist des Küfers, der sich einen Rausch antrinkt.

Wohl mit Beziehung darauf mahnt eine alte Inschrift an jenem Faß:

»Du aber, der du trinkst, leb wohl und denk dabei,
Daß Gott von dieser Gab' der höchste Schöpfer sei.«

 


 

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