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Bayrische Sagen

Alexander Schöppner: Bayrische Sagen - Kapitel 691
Quellenangabe
typelegend
titleBayrische Sagen
authorAlexander Schöppner
year1979
publisherVerlag Lothar Borowsky
addressMünchen
created20010814
sendergerd.bouillon@t-online.de
modified20170929
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Der ewige Student zu Würzburg

Mancher, der nächtlicherweile an der östlichen Seite des Universitätsgebäudes vorüberging, wo oben die Gitterfenster des Karzers herabschauen, hat schon eine in einen Mantel gehüllte dunkle Gestalt die Mauer entlang auf und ab wandeln gesehen. Das ist der ewige Student.

Vor langen Jahren war einmal an der Würzburger Hochschule ein flotter Studiosus, dem Nachtschwärmereien und wüste Zechergelage zur anderen Natur geworden waren. Der Karzer war daher sehr oft seine Herberge. Da er von seinem wilden Leben durch keine Ermahnungen abzubringen war, so wurde er von seinem Vater verflucht, ewig den Studentenkarzer zu hüten. Sooft sich nun der ewige Student sehen läßt, deutet es eine neue Bevölkerung des Karzers an.

Solange aber der ewige Student nicht von seiner nächtlichen Geisterwache abläßt, so lange blüht die Alma Julia fort. Die Menschen sterben, die Wissenschaft lebt ewig.

 


 

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