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Bayrische Sagen

Alexander Schöppner: Bayrische Sagen - Kapitel 686
Quellenangabe
typelegend
titleBayrische Sagen
authorAlexander Schöppner
year1979
publisherVerlag Lothar Borowsky
addressMünchen
created20010814
sendergerd.bouillon@t-online.de
modified20170929
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Des Teufels Windsbraut

Würzburger Mundart von J. Ruttor.

En alter Häcker hat mer e Gschicht derzehlt, wu sein Vater begegent is. Der is emol in Summer drauß sein Wengert (Weinberg) gwest und hat gearbeit. Neba sein Wengert war a großer Kleeacker, und doa hat grad a Meed (Magd) en Kleea zammgerechent und auf Haufa gemacht. Der Mann war grad an so en Kleeahaufa an der Owella (Pfad zwischen zwei Feldern) gsetza und hat e Käs und Broad ess' well. Auf emol is a Windsbraut kumma und hat alla Kleeahaufa ausenanergejagt.

Doa hat die Meed gflucht: »Doa sell aber glei der Teifel neischlag!« Und in den Augeblick is die Meed von Wind aufghoba worn und is in die Luft verschwunda. Den Mann aber hat die Windsbraut sein Käs mitsam en Papier mit fortgenumma.

Über a Weil is sei leers Käspapier wieder runtergfloga. Doa hat er gsagt: »Hast en Käs gfressa, kannst a es Papier behalt.«

Über a Weil sen dera Meed ihr Schlappa (Pantoffel) wieder runtergfalla, von ihr hat mer aber nix mehr gsehna, und ke Mensch weeß, wu sie hikumma is.

 


 

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