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Bayrische Sagen

Alexander Schöppner: Bayrische Sagen - Kapitel 678
Quellenangabe
typelegend
titleBayrische Sagen
authorAlexander Schöppner
year1979
publisherVerlag Lothar Borowsky
addressMünchen
created20010814
sendergerd.bouillon@t-online.de
modified20170929
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Das Reierer Freßglöckchen

Würzburger Mundart von J. Ruttor.

In Reierer Kloster war emol a Sakristan, der hat nit gern gebet, sondern hat en ganze Tag nix tua well als ess'. Wenn er nun Mittag um a zwölfa Ave-Maria leit hat miss', so hat er immer nit ganz ausgeleit, daß er ehr zum Essa kumma is, und hat immer es letzte »Gegrüßet seist du, Maria«, weggelassa. Das hat er lange Johr so fortgetrieba, bis er auf 'n Totabett gelega is. Da hat er's gebeicht, und nach sein Toad hat er lange Johr als Geist umgeha miss', bis sei weggelassene »Gegrüßet seist du, Maria« von sein Nachfolger, en neia Sakristan, alle nachgholt warn. Deswega hat er allemol lenger leit miss'.

Das Gleckla aber, das so hell klingt, daß mer's unter alle Glocka und Glöckli von ganz Wörzborg raushert, hat mer von dere Zeit o es Reierer Freßgleckla gheßa, und alleweil no, wenn mittags um a zwelfa es Reierer Gleckla gleit werd, saga di Leit in Sanerviertel (Sanderviertel): »Herst a, es Reierer Freßgleckla leit.«

 


 

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